Horst Mader schrieb: „Einschätzung Für die junge Bewegung ist das ein ernstes Problem. Wer dauerhaft politisch etwas verändern möchte, muss verhindern, dass gewaltbereite Gruppen die eigenen Veranstaltungen dominieren. Das ist auch eine organisatorische Herausforderung, die nicht kleingeredet werden darf. Gleichzeitig wäre es ein Fehler, nun die gesamten Proteste auf brennende Absperrungen zu reduzieren. Die Gewalt muss klar benannt werden. Die Verantwortlichen müssen ermittelt werden. Aber die gesellschaftlichen Forderungen der friedlichen Demonstrierenden verschwinden dadurch nicht. Und eine weitere Frage wird jetzt wichtig: Wie reagieren die Veranstalter selbst auf die Ausschreitungen? Distanzieren sie sich glaubwürdig, und welche Konsequenzen ziehen sie für weitere Aktionen? Daran wird sich zeigen, ob aus dieser ersten großen Mobilisierung eine verantwortungsbewusste und langfristig handlungsfähige Bewegung werden kann.“
Die sollen sich benehmen, sonst werden wir sie zähmen! Protestieren? Soll‘n sie machen. Was verändern? Ist zum Lachen. Das zu verhindern haben wir doch unsern schönen Rechtsstaat hier! Demokratie ist, wenn im Land alles fest in unsrer Hand ist, und somit dieses Staates Walten bleibt wo‘s ist: bei uns, den Alten.
Ich fühle mich eingesperrt, gefangen gehalten, verurteilt zu „Lebenslänglich“ in dieser Zeit der Blödheit und der kollektiven Idiotie.
Ich fühle mich belästigt und verfolgt durch das kontrafaktische Beharren meiner Zeitgenossen auf ihrer Schädigung durch Verhältnisse, die sie vorfinden und an denen sie nichts ändern können und wollen. Verhältnisse, in denen sich so untertanenmäßig eingerichtet haben, dass sie sie sogar noch verteidigen und lobpreisen.
Durch Zufall in irgendwelche Nachrichten geschaltet, ich glaube in das „heute journal“, wo ein stiernackiger verfetteter Moderator mit der Ausstrahlung eines Jahrmarktschlägers durchs Programm führt.
Thema sind die Schülerproteste in verschiedenen Städten Deutschlands. Ein „Protestforscher“ ordnet das Geschehen für das Zielpublikum seniler Rentner ein, die auf ihrem Sofas dahindämmern und sich die Welt vom Staatsfernsehen erklären lassen:
„Das ist insgesamt ein gutes Zeichen für die Demokratie. Die Politik hat ja die Belange der jungen Leute lange nicht so richtig berücksichtigt.. jetzt kommt es aber darauf an, dass die Proteste konkretisiert und kanalisiert werden, in eine Form, dass die Politik darauf Antworten geben kann…“
Im Klartext: Kritisieren und meckern dürfen die schon – sogar demonstrieren erlauben wir ihnen! – aber es muss sich natürlich im Rahmen halten und darf vor allem nichts an unserer freiheitlichen Ordnung im besten Deutschland aller Zeiten ändern. DAS sollen sie gefälligst den Politikern überlassen, deren Beruf das schließlich ist.
Danach wird umgeschaltet in Städte, wo unerhörter- und gefährlicherweise (obwohl sich die Protestzüge schon aufgelöst haben!) noch „Gruppen unterwegs sind“, die – Schreck lass nach – aus „gewaltbereiten Jugendlichen“ bestehen. Von Gewalt ist zwar noch nichts zu sehen, aber das ZDF hat da anscheinend so eine Ahnung; die Polizei natürlich auch. Wir sagen nur, ohne es zu sagen (sollen also denken): „FRANKREICH! GEWALT!! MIGRANTEN!!!“
Hier ist also Alarmstufe Rot angesagt und der Vor-Ort-Reporter weiß zu berichten, dass die Polizei die Lage als „dynamisch“ einschätzt. Da ist also noch was drin! Man erhält den Eindruck (vermittelt), dass die Staatsfunkjournalisten ein bisschen enttäuscht sind, dass sie keine Bilder von zerdepperten Fensterscheiben und plündernden Randalierern zeigen können und dass sie hoffen, dass sich das im Laufe der Nacht noch entwickelt.
Nach zwei Minuten hab ich genug von der (für mich) ungewohnten Dosis Mediengülle und klicke schnell wieder auf meine YouTube-Abo-Liste, wo zahlreiche gescheite neue Beiträge auf mich warten.
Fünf Jahre, Milliarden und Abermilliarden Dollars und Euros, zweieinhalb bis drei Millionen Tote alleine auf ukrainischer Seite, ein zerstörter, reduzierter gescheiterter Staat und ein ökonomisch ruiniertes, sozial gespaltenes Europa:
Für nichts und wieder nichts, außer der geopolitischen Absicht der imperialistischen Vormacht, „Russland eine strategische Niederlage beizubringen“ (plus der unfassbaren Bereicherung einiger Spekulanten, Rüstungskonzerne und gerissener Mafiosi, die gerne in einer Politiker-Tarnexistenz auftreten: das war der Ukraine-Konflikt.
Momentan ist er, ist die Ukraine, im Zombie- oder besser: Frankenstein-Modus:
Jeder weiß, dass es vorbei ist, aber die Leiche wird künstlich als Humunkulus an einer Art „Leben“ gehalten, damit sie noch möglichst lange möglichst viel Schaden in Russland anrichtet. Jeder weiß, dass das Ende absehbar und unvermeidlich ist, aber ein paar westeuropäische Dres. Frankenstein in Berlin, Brüssel, London und Paris jagen immer noch Stromstöße in ihre Kreatur, solange sie noch Strom haben. Und der geht zuende.
„Russland hat den Krieg gewonnen. Der westliche Plan, die Ukraine als Rammbock zur Niederlage Russlands einzusetzen, ist gescheitert. Trumps verspätete Pendeldiplomatie ist nur Fassade, um von der wachsenden Erkenntnis abzulenken, dass Russland einen historischen Sieg über die NATO und ihre Stellvertreterarmee errungen hat.
Die Bedrohung Russlands durch die NATO wird nicht länger toleriert werden. Russland hat Sanktionen und die vereinten Kräfte der NATO erfolgreich abgewehrt, während die Europäer Milliarden für die Militärführung Selenskyjs verschwendet haben. Und Russland hat sich Noworossija zurückgeholt, die vier östlichen Oblaste, die Lenin außergerichtlich in die Ukrainische Sowjetrepublik eingegliedert hat.
Früher oder später werden die Europäer um ihrer Volkswirtschaften willen mit Russland zu einer Verständigung kommen und zu normalen, für beide Seiten vorteilhaften Beziehungen zurückkehren müssen. Nach vielen Jahren ohne jede Diplomatie haben die finnischen und norwegischen Staatschefs ein Telefonat mit Putin angestoßen, was möglicherweise eine neue Ära des Friedens in Europa einläutet. müssen. Nach vielen Jahren ohne jede Diplomatie haben die finnischen und norwegischen Staatschefs ein Telefonat mit Putin angestoßen, was möglicherweise eine neue Ära des Friedens in Europa einläutet.“
Es ist eine Fokusumkehr. Der Fokus geht von den Mitteln zum Zweck und wieder zurück.
Die FASCHISTISCHE Unterdrückung, Überwachung, Zensur, Verfolgung und Bestrafung wurde – jedenfalls in Westdeutschland – als eine Art gemeine, aber grundlose Boshaftigkeit von „den Nazis“ vorgestellt. Die Nazis waren, unter der Führung des Mannes mit dem Bärtchen, wie Aliens über die Deutschen gekommen und haben die armen, unschuldigen Deutschen dann irgendwie gekapert.
Der ZWECK des faschistischen Staates, seine imperialistische Außenpolitik, die Unterstützung für Diktatur und Vernichtungskrieg aus den Reihen der Hochfinanz und des Industriekapitals – all das wird wohlweislich verschwiegen, und der ganze Faschismus wird dargestellt als ein Betriebsunfall durch die leider völlig unerklärliche Machtversessenheit böser Menschen.
Die DEMOKRATISCHE Unterdrückung, Überwachung, Zensur, Verfolgung und Bestrafung dagegen ist im Grunde gut, weil gegen Demokratiefeinde gerichtet, und schon deswegen berechtigt. Sie wird begründet mit dem Schutz der DEMOKRATIE – die nämlich ist der höchste aller Werte und so etwas wie der essentielle Ausdruck des Wahren und Guten. Darum ist sie das optimale System der gesellschaftlichen Organisation.
Gleichzeitig ist DEMOKRATIE – ebenso wie auf der Negativseite das rätselhafte Phänomen der sogenannten Nazis – eine Art mysteriöser, archetypischer Wert, den wir glücklicherweise in Deutschland genießen können, den uns aber (und hier schließt sich der Kreis) „die Nazis“ beziehungsweise ihre heutigen Nachfahren (womit im Wesentlichen alle gemeint sind, die das Regierungshandeln irgendwie kritisieren) vermiesen wollen.
Das geht natürlich gar nicht. Deswegen müssen wir uns – WEGEN UNSERER WERTE! – mit allen Mitteln (auch mit denen, die die FEINDE UNSERER WERTE einst benutzten) dagegen wehren.
„Keep You doped with religion and sex and TV And you think your so clever and classless and free“ (John Lennon: Working Class Hero)
Ich frage mich, ob mein Mitteilungsbedürfnis in sozialen Medien eigentlich eine kluge Sache ist. Es bringt mir die vollständige Ausleuchtung als Konsument und die Belästigung mit Werbung sowie gelegentliche schmerzhafte Ohrfeigen der Staatsanwaltschaft.
Ändern tut es nichts, es scheint vorrangig einer Art mentaler oder intellektueller Triebabfuhr zu dienen, da ich in einer erschreckend bourgeoisen Umgebung ohne realen Austausch mit Genossen und Freunden lebe. Eine wunderbare Frau und der beste Hundekumpel der Welt ersetzen scheinbar nicht das Bedürfnis nach Austausch, Diskussion und Erforschung der sozialen Strukturen, in denen man sich befindet. Jedenfalls nicht bei mir.
Auf der Habenseite: nur durch Soziale Medien, vorrangig Facebook, kenne ich viele sympathische und vernünftige Menschen, deren (wenn auch virtuelle) Gesellschaft ich vermissen würde. Die Anregungen und Hinweise aus Diskussionen hier werden zwar immer wieder durch die medienspezifische Möglichkeit zum ungefiltert und unkontrolliert hingerotzten Unfug gestört, aber unterm Strich bleiben sie eine Bereicherung meines geistigen Horizonts.
In einem internetlosen Zeitalter- was ich ja noch jahrzehntelang erlebt habe – wäre ich jetzt ein alter Knacker, der im Seniorencafé oder womöglich auf Ortsgruppentreffen der Partei sein Bedürfnis nach sozialem Kontakt und Debatte ausleben müsste.
Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Düsseldorf am 15.09.2026 wegen Verstoß gegen § 86 (Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen): Einstellung gegen Geldbuße (aber eine saftige)
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Heute um 13:00 Uhr fand die Hauptverhandlung statt. Zu meiner Überraschung verlas die Staatsanwältin als Anklage nur die „Straftat“ nach § 86 (Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und nicht den in der Vorladung erwähnten Verstoß gegen § 188 (Verleumdung und Beleidigungen von Personen des politischen Lebens).
Das inkriminierte Meme, gepostet auf vK und X
Das lag, wie mir der Richter erklärte, daran, dass der Bundeskanzler keine Strafanzeige gestellt hatte. Mir wurde die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, und ich ergriff sie, um auf die Kriegsvorbereitungen der Bundesregierung und die Analogie in deren öffentlichen Äußerungen – „Russland im Zustand der Barbarei“ (Merz/Himmler), „ Herstellung von Kriegstüchtigkeit“ (Pistorius/Goeebels) – hinzuweisen. Ich fragte, ob nach der strafrechtlichen Verfolgung von antifaschistischen Postings in der Konsequenz auch Geschichtsbücher, „GEO“-Sonderausgaben über die NS-Diktatur und ähnliches auf den Index gesetzt würde.
Der Richter unterbrach mich mehrfach und sagte mir, er wäre nicht hier, um zu diskutieren oder sich Rhetorik und Polemik anzuhören, sondern um die Fakten festzustellen. Ich antwortete ihm, dass das ganze Verfahren ein politisches sei und demzufolge ausschließlich um Diskussion, Rhetorik und Polemik, also um Meinungsäußerung und deren strafrechtliche Verfolgung, ginge.
Mein Anwaltsgenosse bat daraufhin um ein Rechtsgespräch und ich musste mich für dessen Dauer aus dem Saal entfernen. Nach 20 Minuten kam der Genosse wieder raus und berichtete folgendes:
Man macht uns den Vorschlag, gegen eine Geldbuße von 1500 Euro das Verfahren einzustellen. Staatsanwaltschaft und Richter sind offensichtlich „von oben“ angewiesen, streng vorzugehen. Die Staatsanwältin ist vom „Polizeilichen Staatsschutz“. Sie hat klargemacht, dass wir bei Ablehnung des Deals im Folgeverfahren nicht nur wegen § 86, sondern auf jeden Fall auch wegen Verstoß gegen § 188 vor Gericht stehen würden. Denn auch wenn Merz mich in diesem Fall nicht angezeigt hätte, würde es die Staatsanwaltschaft tun, da die Ahndung von solchen Verleumdungen im öffentlichen Interesse läge.
Die Aussichten, in einem weiteren Verfahren gegen die sehr entschlossenen Inquisitoren der Staatsanwaltschaft (und den kooperierenden Richtern) zu bestehen, liegen laut Anwalt bei nahe Null. „Die sind scharf, die wollen keine Kritik an der Faschisierung und an Merz zulassen“. Die Strafen würden sich im Fall einer (absehbaren) Niederlage vor Gericht dann verdoppeln, auf 3.000 Euro Geldbuße und rund 2.000 Euro Anwaltskosten, plus Gerichtskosten.
Daraufhin entschlossen wir uns zähneknirschend, das „Angebot, dass man nicht zurückweisen kann“, anzunehmen und in den sauren Apfel der Strafzahlung und der an mir hängenbleibenden Anwaltskosten zu beißen.
In meinem Schlusswort versäumte ich nicht, die Anwesenden davon in Kenntnis zu setzen, dass sie nur aufgrund der erpresserischen Macht von noch weitergehenden Geldforderungen gegen einen Armutsrentner wie mich meine Einwilligung zu diesem faulen Handel erhalten. Ich wies darauf hin, dass dieser Gerichtsbeschluss selbstverständlich meine Einstellungen und Haltungen nicht beeinflussen wird, sondern im Gegenteil meine Kritik an Staat und Regierung nur bestätigt. Ich verabschiedete mich mit den Worten. „Ich hoffe,dass in Deutschland eine Zeit kommt, in der politische Verfahren wie dieses Geschichte sind und wo abweichende Meinungen und Kritik an der Regierung nicht mehr mit dem Strafrecht verfolgt werden. Schönen Tag noch.“
Fazit:
Ich muss jetzt 1.500 € an die Staatsmacht zahlen, was ziemlich exakt der Betrag ist, den wir derzeit auf unserem Soli Konto haben. Ich beantrage deshalb die Komplettentnahme zu diesem Zweck.
Meinen eigenen regelmäßigen Beitrag zum Soli Konto werde ich auf 20 Euro verdoppeln, damit wir in Bälde wieder zumindest einen Grundstock an Liquidmitteln aufbauen können.
Auf den Anwaltskosten von rund 1000 € bleibe ich sitzen. Mit dem Anwaltsgenossen habe ich vereinbart, dass er mir eine Ratenzahlungs-Rechnung über 100 € im Monat schickt. Auch die sind bei meinen Armutsrentnerverhältnissen nur sehr schwer zu stemmen. Wer trotz der harten Zeiten Geld übrig hat und sich veranlasst fühlt, mich hierbei zu unterstützen ist natürlich herzlich willkommen.
Lieber hätte ich die 30 Tagessätze à 50 Euro abgesessen und das Geld vom Soli-Konto für die Anwaltskosten verwendet. Das kann ich mir jedoch nicht leisten, weil ich es erstens meinem Hund nicht antun will und weil ich zweitens sonst zuhause massiven Nudelholzalarm kriegen würde.
Alles sauber. Aber nicht sauber genug…… für anspruchsvolle Eigentümer!
Das 120 Jahre alte Vierparteienhaus, in dem wir zur Miete wohnen, hat im vergangenen Jahr den Besitzer gewechselt. Die neuen Eigentümer: eine regionale adlige Sippe mit umfangreichem Immobilienbesitz sowie vermutlich diversifizierten sonstigen „Kapitalanlagen“, die ihr ein leistungsloses Einkommen von beträchtlichem Umfang ermöglichen. Unser Wohnhaus wurde erworben, um das Portefeuille abzurunden, den Bestand an Mietshäusern zu arrondieren und damit eine weitere Einkunftsquelle zu erschließen.
Eine Hausverwaltungsfirma wickelt die Kommunikation mit den Mietern ab und schickt uns ein Schreiben, in dem eine Erhöhung der Nebenkosten um ca 85 Euro monatlich für die Treppenhausreinigung angekündigt wird:
„Da es in der Vergangenheit wiederholt zu Unstimmigkeiten unter den Hausbewohnern hinsichtlich der Treppenhausreinigung gekommen ist, haben sich die Eigentümer dazu entschieden, die Reinigung künftig durch eine Reinigungsfirma durchführen zu lassen.“
Keinem von uns Mietern sind irgendwelche „Unstimmigkeiten“ bekannt, jeder hat bisher regelmäßig seinen Bereich des Treppenhauses gereinigt und alle waren‘s zufrieden. Die offensichtlich an den Haaren herbeigezogene Begründung für diese Nebenkostenerhöhung ist letztlich aber egal, da Vermieter dank der staatlichen Protektion ihrer Einkommensgrundlage grundsätzlich das Recht haben, solche Kosten den Mietern aufzuhalsen. Das lässt uns die Hausverwaltung in ihrem Schreiben auch gleich wissen:
„Da die Kosten für die Treppenhausreinigung gemäß den bestehenden Mietverträgen als umlagefähige Betriebskosten vereinbart sind, werden die hierfür anfallenden Kosten zukünftig entsprechend auf die Mietparteien umgelegt.
Die Gesamtkosten für die Reinigung belaufen sich auf 289,00 € netto monatlich und werden entsprechend der jeweiligen Wohnfläche (m²) auf die einzelnen Mietparteien verteilt.“
Eine Erhöhung der monatlichen Wohnkosten um durchschnittlich 85 € ist ein Betrag, der für den Durchschnitrsverdiener – unsere Hausgemeinschaft besteht ausschließlich aus solchen – nicht ohne weiteres wegzustecken ist. Dementsprechend fallen auch die Reaktionen so aus, dass jede Partei (zusätzlich zum wütenden, aber ohnmächtigen Zähneknirschen über eine weitere Teuerung der allgemeinen Lebenshaltungskosten) überlegt, wie man an das zusätzliche Geld kommt.
Wir selber könnten es einigermaßen leicht stemmen, wenn wir weniger im Biomarkt und mehr im Supermarkt einkaufen und, wie mir die Liebste sofort heldenhaft verkündet, „Wenn ich weniger Klamotten kaufe!“. Alternativ könnte ich zusätzliche Stunden in der Pflegeeinrichtung arbeiten, so dass ich rund 100 € mehr im Monat hätte.. jedenfalls theoretisch, denn durch die brutalstmöglich gestiegenen Spritkosten muss ich mittlerweile nicht 100 € sondern 150 € pro Monat dafür ausgeben, dass ich mich auf eigene Kosten zur Arbeitsstelle bringe.
Die Nachbarin im Erdgeschoss ist verbeamtete Lehrerin und wird sich vielleicht einige Tage von ihren drei oder vier Urlauben im Jahr streichen, wenn überhaupt. Sie wird sich ärgern, aber ansonsten kein Problem haben mit den Mehrkosten.
Die Familie im ersten Stock – zwei Teenager-Kinder, beide Eltern berufstätig – zieht sofort die Konsequenz: die Frau, Erzieherin, stockt ihre Wochenstunden auf. Anders bekommen sie die Mehrkosten nicht in den Griff, da sie letztes Jahr bereits eine Mieterhöhung schlucken mussten.
Am härtesten trifft es die Nachbarin unter uns, eine etwa 75jöhrige alleinstehende Frau, die seit 35 Jahren im Haus wohnt. Sie hatte mir schon 2019/20, zu Beginn der Teuerungswelle, erzählt, dass jeder zusätzliche Euro höhere Miet-, Neben- oder Energiekosten schmerzhaft für sie ist, da ihre Rente gerade für Miete, Lebensmittel und ein paar Versicherungen ausreicht. Seitdem sind die reinen Wohnkosten für uns alle um rund 10-15% gestiegen, von der generellen Teuerung speziell für Energie ganz abgesehen. Sie wird sich also einschränken müssen.
Das Besondere an DIESEM Kostenanstieg ist seine Unnötigkeit. Er verdankt sich ausschließlich einer Laune bzw. der Willkür der Eigentümer. Sie entscheiden über eine kostenträchtige Maßnahme, bei der die Mieter keinerlei Mitspracherechte, dafür aber die gesamten Kosten zu tragen haben.
Ähnlich wie bei der Abwälzung der Gebäudeversicherung – mit der die im Privatbesitz des Eigentümers befindliche Immobilie gegen Schäden aller Art abgesichert werden soll – auf die Mieter nehmen die Vermieter sich diese Freiheit (besser: diese Frechheit) heraus, WEIL SIE ES KÖNNEN.
Denn selbstverständlich haben sie die Gesetze auf ihrer Seite, mit denen das private Eigentum – und zwar insbesondere das, welches sich durch Verzinsung, Rendite, Pacht oder Miete immer weiter vermehrt – geschützt wird.
Ja, so kennen wir das olivgrüne Bellizistenblättchen „taz“: Immer im Gleichschritt mit der kriegstüchtigen Obrigkeit, zufällig immer vom selben Feindbild besessen wie die politischen Verwalter des BRD-Imperialismus, immer stramm mitmarschierend, wenn deutsches Militär sich wieder ostwärts orientiert.
Der Opa kriegte auf die Mütze, der Enkel eilt an die Geschütze. Endlich wieder Kampf und Krieg und am ENDe kommt der SIEG. Den „Russen töten“-Fragesatz sprach ein Herr Martens von der FAZ. Doch auch der grüne „taz“-Autor Hat diesbezüglich Großes vor: So werden grüne Journalisten deutsche Imperialisten.
Eigentlich hab ich meiner Liebsten versprochen, keine staats- und regierungkritischen öffentlichen Kommentare mehr abzugeben, da sie die heutzutage verbreiteten strafrechtlichen Rache- und Zensurmaßnahmen der Machthaber fürchtet. Manchmal aber kann ich nicht anders. Manche Blüten des bellizistischen Unfugs sind so stinhässlich, dass sie kommentiert gehören:
CDU auf Facebook am 20.08.2026
Euer Blackrock-Kanzlerdarsteller und anti-russischer oberste Kriegstreiber hat doch noch nicht mal bei euren eigenen Mitgliedern mehrheitlichen Rückhalt.
Der unfähigste und unbeliebteste Kanzler den die BRD je hatte – der Deutschland für die Interessen seiner globalistischen Finanzkapitalkumpels deindustrialisiert und uns in einen Krieg gegen die größte Nuklearmacht der Erde führen will, ein Nazi-Enkel, der keinerlei Diplomatie, stattdessen nur Konfrontationspolitik gegen Russland kennt, ein Freund des Rüstungskapitals, der mit seiner Unterstützung des korrupten und kriminellen Kiewer Regimes den Krieg wissentlich verlängert und eskaliert.
Merkt ihr eigentlich noch irgendwas in eurer Berliner Machterhaltungsblase? Merkt ihr, dass eure hemmungslose Aufrüstung, euer hysterischer Russenhass und eure lächerliche Feindbildpflege nur eins zur Folge haben: die CDU verschwindet (zu Recht) als Volkspartei und gilt – außer bei eurer Hardcore-Wählerbasis, der Handvoll westdeutscher ZDF-Rentner in ihren Eigenheimen – als Partei des Machterhalts und des Kriegs- und Verarmungskurses, der unter eurer desaströsen Herrschaft immer weiter verschärft wird.
Wisst ihr, dass 87% der Deutschen sich FREUEN, wenn der Kriegskanzler und Nazifreund Merz endlich weg ist? Keiner kann den unsympathischen Kriegstreiber mehr sehen, der mit jeder seiner Äußerungen uns normale Lohnarbeiter als zu faul, zu oft krank, zu früh verrentet usw. beleidigt und niedermacht, selber jedoch wehleidig jeden verklagt, der ihn kritisiert.
Wir freuen uns alle schon auf September, wenn Pinocchio nach den Wahlniederlagen im Osten endlich weggeputscht wird von seinen eigenen Parteifreunden, die um ihre Pfründe fürchten.