Wadephuls Bellizismus kennt keine Grenzen

Der moraltriefende Freund und Förderer ukrainischer Nazis und israelischer Völkermörder Johnny Whatafool lügt entweder berechnend oder er glaubt seine provokativen Lügen wirklich. In beiden Fällen disqualifiziert er sich selbst für ein Amt, das Gespräch, Verständigung, Diplomatie gerade auch mit Staaten erfordert, die gegensätzliche Interessen haben.

Die aktive Dämonisierung und die arroganten Unverschämtheiten, die dieses Knittergesicht in Richtung der Russischen Föderation und ihres Präsidenten ausspuckt (eines Präsidenten übrigens, der im Gegensatz zur Lachnummer Wadephul und der republikweit zutiefst unbeliebten Bundesregierung eine überwältigende Zustimmung im eigenen Land genießt) sind eine berechnende Maßnahme, mit der jeder Art von Gespräch, Verhandlung oder auch nur Kontakt eine Absage erteilt werden soll. Das Ziel ist die Fortsetzung des ukrainischen Koalitionskraches der Westmächte gegen Russland. Dazu betreibt Wadephul eine Feindbildpflege, die an die anti-bolschewistische Propaganda der Hitlerfaschisten erinnert.

Schaut in sein Gesicht. Schaut euch das verkniffene, verbitterte, hasszerfressene Knittergesicht dieses Mannes an, der verkündet, dass „Russland immer unser Feind“ sein würde.

Die einzige Grausamkeit, die hier am Werk ist, ist diejenige des Schicksals:

Diesen mental herausgeforderten Giftzwerg in ein öffentliches Amt zu setzen – und noch in eines, das Intelligenz und Gesprächsbereitschaft erfordert – ist das Schlimmste, was man dem überforderten und hasserfüllten Husumer Russenfresser antun konnte.

Fokusumkehr: Wenn WIR das Schlechte tun, ist es gut, weil es zur Abwehr des Schlechten geschieht

Es ist eine Fokusumkehr. Der Fokus geht von den Mitteln zum Zweck und wieder zurück.

Die FASCHISTISCHE Unterdrückung, Überwachung, Zensur, Verfolgung und Bestrafung wurde – jedenfalls in Westdeutschland – als eine Art gemeine, aber grundlose Boshaftigkeit von „den Nazis“ vorgestellt. Die Nazis waren, unter der Führung des Mannes mit dem Bärtchen, wie Aliens über die Deutschen gekommen und haben die armen, unschuldigen Deutschen dann irgendwie gekapert.

Der ZWECK des faschistischen Staates, seine imperialistische Außenpolitik, die Unterstützung für Diktatur und Vernichtungskrieg aus den Reihen der Hochfinanz und des Industriekapitals – all das wird wohlweislich verschwiegen, und der ganze Faschismus wird dargestellt als ein Betriebsunfall durch die leider völlig unerklärliche Machtversessenheit böser Menschen.

Die DEMOKRATISCHE Unterdrückung, Überwachung, Zensur, Verfolgung und Bestrafung dagegen ist im Grunde gut, weil gegen Demokratiefeinde gerichtet, und schon deswegen berechtigt. Sie wird begründet mit dem Schutz der DEMOKRATIE – die nämlich ist der höchste aller Werte und so etwas wie der essentielle Ausdruck des Wahren und Guten. Darum ist sie das optimale System der gesellschaftlichen Organisation.

Gleichzeitig ist DEMOKRATIE – ebenso wie auf der Negativseite das rätselhafte Phänomen der sogenannten Nazis – eine Art mysteriöser, archetypischer Wert, den wir glücklicherweise in Deutschland genießen können, den uns aber (und hier schließt sich der Kreis) „die Nazis“ beziehungsweise ihre heutigen Nachfahren (womit im Wesentlichen alle gemeint sind, die das Regierungshandeln irgendwie kritisieren) vermiesen wollen.

Das geht natürlich gar nicht. Deswegen müssen wir uns – WEGEN UNSERER WERTE! – mit allen Mitteln (auch mit denen, die die FEINDE UNSERER WERTE einst benutzten) dagegen wehren.

„Keep You doped with religion and sex and TV
And you think your so clever and classless and free“

(John Lennon: Working Class Hero)

Russophobie als Politik: Deutscher Führer erklärt, dass Russland „gegen uns“ Krieg führt

Darum hält ihn die Epstein-Klasse noch. Die brauchen ihn für den Krieg, den sie führen wollen. Jetzt ist eh schon alles egal, der Typ ist so unpopulär und verhasst, das er ALLES durchziehen kann, der muss sich um Beliebtheitswerte keine Gedanken mehr machen.

Und um Logik und Ratio erst recht nicht: eine suppentellergroße Hobbydrohne, die ein Busfahrer mit einem Fußtritt ausser Gefecht setzt, wird zum „bewaffneten Angriff auf Deutschland“ – dagegen war die „Sender Gleiwitz“-Geschichte handfester Fakt.

Ode an den Herbst

Herbst, ihr Spacken! Feucht und nass!
Schmuddelblätter auf dem Gras,
Pfützen, kalter Wind und Matsch.
Gummistiefel machen „platsch“.

Keiner will nach draußen gehen.
Der Hund bleibt gleich im Eingang stehen
und kommt er mit, dann mit Verdruss,
weil er ja nun mal kacken muss.

Unkluges Mitteilungsbedürfnis in sozialen Medien oder Kontakt mit sympathischen und vernünftigen Menschen? Beides?

Guten Morgen.

Ich frage mich, ob mein Mitteilungsbedürfnis in sozialen Medien eigentlich eine kluge Sache ist. Es bringt mir die vollständige Ausleuchtung als Konsument und die Belästigung mit Werbung sowie gelegentliche schmerzhafte Ohrfeigen der Staatsanwaltschaft. 

Ändern tut es nichts, es scheint vorrangig einer Art mentaler oder intellektueller Triebabfuhr zu dienen, da ich in einer erschreckend bourgeoisen Umgebung ohne realen Austausch mit Genossen und Freunden lebe. Eine wunderbare Frau und der beste Hundekumpel der Welt ersetzen scheinbar nicht das Bedürfnis nach Austausch, Diskussion und Erforschung der sozialen Strukturen, in denen man sich befindet. Jedenfalls nicht bei mir.

Auf der Habenseite: nur durch Soziale Medien, vorrangig Facebook, kenne ich viele sympathische und vernünftige Menschen, deren (wenn auch virtuelle) Gesellschaft ich vermissen würde. Die Anregungen und Hinweise aus Diskussionen hier werden zwar immer wieder durch die medienspezifische Möglichkeit zum ungefiltert und unkontrolliert hingerotzten Unfug gestört, aber unterm Strich bleiben sie eine Bereicherung meines geistigen Horizonts.

In einem internetlosen Zeitalter- was ich ja noch jahrzehntelang erlebt habe – wäre ich jetzt ein alter Knacker, der im Seniorencafé oder womöglich auf Ortsgruppentreffen der Partei sein Bedürfnis nach sozialem Kontakt und Debatte ausleben müsste. 

Was weiß ich schon. Erstmal einen Kaffee.