Muss alles seine Ordnung haben!

Ein Facebookfreund:

Horst Mader schrieb: „Einschätzung
Für die junge Bewegung ist das ein ernstes Problem. Wer dauerhaft politisch etwas verändern möchte, muss verhindern, dass gewaltbereite Gruppen die eigenen Veranstaltungen dominieren. Das ist auch eine organisatorische Herausforderung, die nicht kleingeredet werden darf.
Gleichzeitig wäre es ein Fehler, nun die gesamten Proteste auf brennende Absperrungen zu reduzieren. Die Gewalt muss klar benannt werden. Die Verantwortlichen müssen ermittelt werden. Aber die gesellschaftlichen Forderungen der friedlichen Demonstrierenden verschwinden dadurch nicht. Und eine weitere Frage wird jetzt wichtig: Wie reagieren die Veranstalter selbst auf die Ausschreitungen? Distanzieren sie sich glaubwürdig, und welche Konsequenzen ziehen sie für weitere Aktionen?
Daran wird sich zeigen, ob aus dieser ersten großen Mobilisierung eine verantwortungsbewusste und langfristig handlungsfähige Bewegung werden kann.“

Die sollen sich benehmen,
sonst werden wir sie zähmen!
Protestieren? Soll‘n sie machen.
Was verändern? Ist zum Lachen.
Das zu verhindern haben wir
doch unsern schönen Rechtsstaat hier!
Demokratie ist, wenn im Land
alles fest in unsrer Hand
ist, und somit dieses Staates Walten
bleibt wo‘s ist: bei uns, den Alten.

Wort zum Sonntag

Ich fühle mich eingesperrt, gefangen gehalten, verurteilt zu „Lebenslänglich“ in dieser Zeit der Blödheit und der kollektiven Idiotie.

Ich fühle mich belästigt und verfolgt durch das kontrafaktische Beharren meiner Zeitgenossen auf ihrer Schädigung durch Verhältnisse, die sie vorfinden und an denen sie nichts ändern können und wollen. Verhältnisse, in denen sich so untertanenmäßig eingerichtet haben, dass sie sie sogar noch verteidigen und lobpreisen.

Ich will hier raus.

Mein unfreiwilliges Fernsehprogramm

Durch Zufall in irgendwelche Nachrichten geschaltet, ich glaube in das „heute journal“, wo ein stiernackiger verfetteter Moderator mit der Ausstrahlung eines Jahrmarktschlägers durchs Programm führt.

Thema sind die Schülerproteste in verschiedenen Städten Deutschlands. Ein „Protestforscher“ ordnet das Geschehen für das Zielpublikum seniler Rentner ein, die auf ihrem Sofas dahindämmern und sich die Welt vom Staatsfernsehen erklären lassen:

„Das ist insgesamt ein gutes Zeichen für die Demokratie. Die Politik hat ja die Belange der jungen Leute lange nicht so richtig berücksichtigt.. jetzt kommt es aber darauf an, dass die Proteste konkretisiert und kanalisiert werden, in eine Form, dass die Politik darauf Antworten geben kann…“

Im Klartext: Kritisieren und meckern dürfen die schon – sogar demonstrieren erlauben wir ihnen! – aber es muss sich natürlich im Rahmen halten und darf vor allem nichts an unserer freiheitlichen Ordnung im besten Deutschland aller Zeiten ändern. DAS sollen sie gefälligst den Politikern überlassen, deren Beruf das schließlich ist.

Danach wird umgeschaltet in Städte, wo unerhörter- und gefährlicherweise (obwohl sich die Protestzüge schon aufgelöst haben!) noch „Gruppen unterwegs sind“, die – Schreck lass nach – aus „gewaltbereiten Jugendlichen“ bestehen. Von Gewalt ist zwar noch nichts zu sehen, aber das ZDF hat da anscheinend so eine Ahnung; die Polizei natürlich auch. Wir sagen nur, ohne es zu sagen (sollen also denken): „FRANKREICH! GEWALT!! MIGRANTEN!!!“

Hier ist also Alarmstufe Rot angesagt und der Vor-Ort-Reporter weiß zu berichten, dass die Polizei die Lage als „dynamisch“ einschätzt. Da ist also noch was drin! Man erhält den Eindruck (vermittelt), dass die Staatsfunkjournalisten ein bisschen enttäuscht sind, dass sie keine Bilder von zerdepperten Fensterscheiben und plündernden Randalierern zeigen können und dass sie hoffen, dass sich das im Laufe der Nacht noch entwickelt.

Nach zwei Minuten hab ich genug von der (für mich) ungewohnten Dosis Mediengülle und klicke schnell wieder auf meine YouTube-Abo-Liste, wo zahlreiche gescheite neue Beiträge auf mich warten.

„Ihr befindet euch im freien Fall“

Es ist immer gleichzeitig erhellend und unterhaltsam, Scott Ritter zuzuhören. Als ehemaligem US-Marine ist ihm eine drastische und deutliche Sprache zu eigen, die oft durchzogen ist von dem sehr amerikanischen, breitbeinigen Dicke-Eier-Auftreten, das man von den Amis oft zu hören kriegt.

Abgesehen davon ist und bleibt Scott ein kenntnisreicher Analyst internationale Beziehungen, vor allem denjenigen, die sich (vermutlich) hinter den Kulissen abspielen. Man muss nicht alles zu 100% für bare Münzen nehmen, was er so redet. In dem jedoch, was er hier über Europas verhängnisvollen Weg in die Bedeutungslosigkeit (und das ist schon sehr schmeichelhaft ausgedrückt) sagt, steckt mehr als ein Körnchen Wahrheit:

„Europa muss begreifen, dass, wenn die Zeit gekommen ist und es zum Zusammenbruch kommt – und es wird einen Zusammenbruch geben –, ihr nicht auf Augenhöhe mit Amerika darüber verhandeln werdet, wie ein Europa nach dem Zusammenbruch aussehen wird. Amerika wird euch die Bedingungen diktieren, und diese Bedingungen werden euch nicht gefallen.

An alle Europäer da draußen, die sich die Nase zuhalten und sagen: „Wir werden niemals russische Energie kaufen!“, lasst mich euch verraten, wie eure Zukunft schon jetzt aussieht. Ihr werdet in russischer Energie versinken, denn das ist euer einziger Weg, an Energie zu kommen – erschwingliche Energie in ausreichender Menge, um euren erbärmlichen Kontinent zu retten.

Und Amerika wird die Kontrolle darüber haben. Welche Gewinne auch immer erzielt werden – sie werden nicht nach Europa fließen. Sie werden in die Vereinigten Staaten fließen. Wir besitzen euch. Wir werden euch immer im Griff haben. Und ihr habt einen fatalen Fehler begangen, indem ihr den Mann vor den Kopf gestoßen habt, der zumindest die Folgen eures Zusammenbruchs hätte abmildern können, denn ihr befindet euch gerade im freien Fall.

Ihr befindet euch im freien Fall. Und wisst ihr, die andere Sache ist, dass niemand auf der Welt diesen Verlust betrauert. Man könnte meinen, die Leute würden sagen: „Oh, es ist eine Schande, das mitanzusehen, wisst ihr, das Fundament der globalen Kultur.“ Nun, das ist die eurozentrische Sichtweise, dass sich alles um Europa dreht. Aber heute, in einer multipolaren Welt, kratzen sich die Menschen am Kopf und sagen: „Hm, Europa war so etwas wie ein kolonialer Kontinent, der um die Welt zog und schreckliche Dinge tat.“

Weltweit herrscht viel Groll gegen euer Europa, und das spielt sich heute auf den Straßen ab, wenn die Einwanderer strömen und sich nicht assimilieren wollen. Es gibt diesen biblischen Ausdruck: „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ – und dieser Sturm fegt gerade über Europa hinweg, und ja, ihr habt eine Statue aufgestellt … alle Europäer sollten sich um diese Statue versammeln und sich fotografieren lassen, solange sie noch können, und sich für einen Moment gut fühlen, denn die Hölle kennt keinen Zorn wie den einer verschmähten Frau – außer dem eines verschmähten Narzissten.

Und wenn man den bösartigsten Narzissten der Welt verspottet, wird man den Preis dafür zahlen. Es ist dumm, diese Statue aufzustellen. Nein, es ist ein immer wiederkehrendes Thema, dieser Moralismus: Sie tun Dinge, durch die sie sich tugendhaft und überlegen fühlen, die aber letztendlich zu einem schlechteren Ergebnis für sie selbst führen. Und das war auch Teil des Problems bei ihrem Umgang mit den Russen. Sie glauben, sie hätten die moralische Überlegenheit, sie hätten die Gerechtigkeit auf ihrer Seite, also verhalten sie sich auf eine Weise, die so destruktiv ist und keinen Sinn ergibt.“

Kriegsmedien: Infantile Limitierung auf Freund-Feind-Denken

So bellizistisch und russophob wie die „SZ“ sich inzwischen gibt, ist kaum anderes zu erwarten als solche hysterische Schlagzeilen über die symbolische Geste von AfD und BSW in Richtung Diplomatie und Frieden.

Insofern aber auch ein schöner Ausdruck des Wahnsinns, der die herrschende Klasse und ihre Hofmedien reitet: die unbedingte Kriegsbereitschaft des deutschen Imperialismus ist mittlerweile so unumstößlich, dass schon die ANDEUTUNG einer Abweichung vom Kriegskurs des ultimativen Verrats verdächtigt wird.

Schon verminderter Speichelfluss beim Ertönen des „Putin!!!“-Glöckchens lässt unsere Pawlow‘sche Pressefront kaltschweißig werden und „den Umsturz des europäischen Staatensystems“ wittern.

Die infantile Limitierung auf das eigene Freund-Feind-Denken ist das eigentlich Gruselige daran.

Kiew und Gomorrha

Es hat aber auch etwas Shakespeare-mäßiges. Ein epochales Drama archetypischen Ausmaßes. Das Ringen der Kräfte des Guten mit den Mächten der Finsternis, von letzteren dargestellt als umgekehrtes Verhältnis, in dem SIE die Guten und der Feind der Dämon und Aggressor ist. Monumentale Korruption, Gier, Hass, Mord, Krieg und sagenhafte Abgründe menschlicher Verrohung und Verkommenheit.

Und DROGEN. Die Ukraine wird in späteren Geschichtsbüchern das sein, was Sodom und Gomorra im Alten Testament sind. Wenn Selenskij bei seiner Flucht zurückblickt, wird er zur Kokain-Säule erstarren.

Wadephuls Bellizismus kennt keine Grenzen

Quelle: MERKUR vom 09.10.2026

Der moraltriefende Freund und Förderer ukrainischer Nazis und israelischer Völkermörder Johnny Whatafool lügt entweder berechnend oder er glaubt seine provokativen Lügen wirklich. In beiden Fällen disqualifiziert er sich selbst für ein Amt, das Gespräch, Verständigung, Diplomatie gerade auch mit Staaten erfordert, die gegensätzliche Interessen haben.

Die aktive Dämonisierung und die arroganten Unverschämtheiten, die dieses Knittergesicht in Richtung der Russischen Föderation und ihres Präsidenten ausspuckt (eines Präsidenten übrigens, der im Gegensatz zur Lachnummer Wadephul und der republikweit zutiefst unbeliebten Bundesregierung eine überwältigende Zustimmung im eigenen Land genießt) sind eine berechnende Maßnahme, mit der jeder Art von Gespräch, Verhandlung oder auch nur Kontakt eine Absage erteilt werden soll. Das Ziel ist die Fortsetzung des ukrainischen Koalitionskraches der Westmächte gegen Russland. Dazu betreibt Wadephul eine Feindbildpflege, die an die anti-bolschewistische Propaganda der Hitlerfaschisten erinnert.

Schaut in sein Gesicht. Schaut euch das verkniffene, verbitterte, hasszerfressene Knittergesicht dieses Mannes an, der verkündet, dass „Russland immer unser Feind“ sein würde.

Die einzige Grausamkeit, die hier am Werk ist, ist diejenige des Schicksals:

Diesen mental herausgeforderten Giftzwerg in ein öffentliches Amt zu setzen – und noch in eines, das Intelligenz und Gesprächsbereitschaft erfordert – ist das Schlimmste, was man dem überforderten und hasserfüllten Husumer Russenfresser antun konnte.

Kriegsvorbereitungen in der Absicht, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören: die Bundesregierung nimmt die deutsche Bevölkerung in Geiselhaft für ihren Krieg gegen Russland

„Eine Geiselnahme ist das gewaltsame Entführen oder Festhalten eines Menschen, um Dritte, Behörden oder die Geisel selbst zu einer bestimmten Handlung, Duldung oder Unterlassung zu zwingen“

Man muss gar nicht „entführen“ oder „gewaltsam festhalten“. Man kann einfach die Situation ausnutzen, dass eine ganze Bevölkerung ohnehin schon dort ist, wo man sie haben will und nicht weg kann, jedenfalls nicht ohne weiteres. Und ob nicht der Zwang zur Lohnarbeit, um zu überleben schon eine gehörige Portion „gewaltsamen Festhaltens“ enthält, darf man sich auch fragen.

Dass sich eine Regierung (auch wenn sie vorher in sogenannten demokratischen Wahlen von der Bevölkerung ermächtigt wurde) sich dieser Bevölkerung bemächtigt, indem sie bindende Entscheidungen – auch solche über Krieg und Frieden, also über Leben und Tod – für die gesamte Bevölkerung trifft, dürfte außer Frage stehen.

Die Regierung ist aktiv dabei, die Bevölkerung durch Verarmung, durch Aufrüstung und Krieg, durch unablässige Kriegspropaganda zu nötigen, ein „bestimmtes Verhalten“ zu erzwingen, nämlich „kriegstüchtig“ zu sein und den Kriegskurs der Regierung mitzutragen.

„Es handelt sich um ein Verbrechen“ durch die höchsten Repräsentanten des Staates. Im übrigen im direkten Widerspruch zu Artikel 26 GG: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“

Bin ich als juristischer Laie eigentlich der einzige, dem auffällt, dass die Bundesregierung hier gegen mehrere Bestimmungen des Grundgesetzes und des Strafgesetzbuchs verstößt? Wieso verklagt die keiner? Wollen wir hinterher wieder dumm dasitzen und jammern, dass das alles so gekommen ist, wir aber – leider! – nichts tun konnten?

Lügenmerz und seine Entourage – das Bild erzählt viel:

Der eine seiner Mafiosi hält sich die Hand vors Gesicht, auf dass nan ihn nicht erkenne; der andere, mit der Sonnenbrille, sieht aus, als solle er sicherstellen, dass der gewohnte „Zehnte“ aller Zuwendungen in die privaten Schatullen der hochkorrupten Selenskij-Bande fließen.

Pinocchio selber scheint erwartungsvoll dem Treffen mit dem ukrainischen Diktator und dessen stoppelbärtigen, verfetteten Militär- und Sicherheitschefs entgegenzublicken, immerhin will man ja gemeinsam den Russen besiegen:

Die Ukrainer aus purem bandera-faschistischen Hass, die Deutschen aus dem hartnäckigen imperialistischen Interesse, sich das Riesenland im Osten zu unterwerfen und sich Russlamds Rohstoffe anzueignen.

Wird wohl das letzte Mal gewesen sein, dass der Berliner Führer seine Kumpels in Kiew besucht. Bald wird es weder Bahnhöfe und Zugverbindungen noch Strom oder eine Regierung in Kiew mehr geben.

Kritik an Israel und IDF: „Judenhass!“

„Israelfeindliche Beleidigung“ scheint ein neuer Straftatbestand zu sein.

Scheinbar ist irgendein Zionist mit IDF-Pulli am Rheinufer unterwegs gewesen und hat sich konsequenterweise ein paar Bemerkungen anhören müssen, in deren Gefolge ein Gerangel entstand zwischen Anti-Zionisten und Passanten, die meinten, da eingreifen zu müssen.

Die „RP“ macht daraus „offenen Judenhass in Düsseldorf“. Dem Artikel ist noch nicht mal zu entnehmen, ob der Mann mit dem IDF-Pulli Israeli war oder nicht, die Zeitung weiß aber sofort, dass Anstoßnahme an solch offener Parteinahme für ethnische Säuberung und Genozid nur „Judenhass“ sein kann.

So geht Framing. Die deutschen Weißwäscher des israelischen Apartheid-Regimes bedienen sich der mörderischen Vergangenheit Deutschlands, um die mörderische Gegenwart Israels über jede Kritik erhaben zu machen. Das Abwürgen von Kritik an Besatzung und ethnischer Säuberung in Gaza und der Westbank (zu der Deutschland neben ideologischer und moralischer Unterstützung jede Menge Waffen und Kriegsgerät beisteuert) wird für so wichtig gehalten, dass der Staatsschutz schon bei solchen Vorfällen aktiviert wird.

Wie beim NATO-Krieg gegen Russland wird keine noch so geringe ideologische Aufweichung der Heimatfront geduldet und die Volksgemeinschaft auf klare Feindbilder eingeschworen – zur Not mit Staatsanwaltschaft und Politischer Polizei.

NZZ, geh zu Bett

Nichts geht über ein schönes Feindbild, auf das man alles projizieren kann, was man selber plant und treibt.

Und alle paar Tage jubelt man dann dem Publikum unter, das der Feind SCHON WIEDER und IMMER MEHR von seinen Feindseligkeiten auftischt. Weil er so feindselig ist. Warum ist er so feindselig? Na, Weil er der FEIND ist! Und sowieso schon immer WAR!!

Das Publikum nickt erschrocken und gruselt sich auf seinen Sofas noch ein bißchen mehr. Und Vater sagt zur Mutter: „Wie gut, dass unsere Demokratie beinunseren Herrscheen so gut aufgehoben ist! Da schnellen wir doch gerne den Gürtel NOCH ENGER, um den FEIND abzuwehren!“

NZZ,
geh zu Bett.