Kritik an Israel und IDF: „Judenhass!“

„Israelfeindliche Beleidigung“ scheint ein neuer Straftatbestand zu sein.

Scheinbar ist irgendein Zionist mit IDF-Pulli am Rheinufer unterwegs gewesen und hat sich konsequenterweise ein paar Bemerkungen anhören müssen, in deren Gefolge ein Gerangel entstand zwischen Anti-Zionisten und Passanten, die meinten, da eingreifen zu müssen.

Die „RP“ macht daraus „offenen Judenhass in Düsseldorf“. Dem Artikel ist noch nicht mal zu entnehmen, ob der Mann mit dem IDF-Pulli Israeli war oder nicht, die Zeitung weiß aber sofort, dass Anstoßnahme an solch offener Parteinahme für ethnische Säuberung und Genozid nur „Judenhass“ sein kann.

So geht Framing. Die deutschen Weißwäscher des israelischen Apartheid-Regimes bedienen sich der mörderischen Vergangenheit Deutschlands, um die mörderische Gegenwart Israels über jede Kritik erhaben zu machen. Das Abwürgen von Kritik an Besatzung und ethnischer Säuberung in Gaza und der Westbank (zu der Deutschland neben ideologischer und moralischer Unterstützung jede Menge Waffen und Kriegsgerät beisteuert) wird für so wichtig gehalten, dass der Staatsschutz schon bei solchen Vorfällen aktiviert wird.

Wie beim NATO-Krieg gegen Russland wird keine noch so geringe ideologische Aufweichung der Heimatfront geduldet und die Volksgemeinschaft auf klare Feindbilder eingeschworen – zur Not mit Staatsanwaltschaft und Politischer Polizei.

Krankenhäuser als Angriffsziele

Die Übertreibung dieser Karikatur ist minimal und innerhalb der satirischen Grenzen. Tatsächlich greift die israelische Armee GEZIELT Krankenhäuser an, um die Arbeit der Notfallmediziner und des sonstigen medizinischen Personals zu erschweren und zu verhindern. Dabei macht es für die IDF keinen Unterschied, ob es sich um Einrichtungen der palästinensischen Zivilverwaltung in Gaza oder solche der UN handelt.

Die Absicht solcher Kriegsverbrechen (die stets mit dem „Kampf gegen die Hamas“ gerechtfertigt werden) lässt nicht viele Zweifel offen über die rassistische, kolonialistische Vernichtungspolitik der zionistischen Besatzungsmacht gegenüber den nicht nur störenden, sondern auch noch widerständigen Arabern, die zum Ärger der Zionisten dummerweise das Land bewohnen, das Israel für sich beansprucht.

Wem da Analogien zu einer bestimmten Ideologie aus dem Deutschland der 1930er und 1940er Jahre einfallen, die auf „Lebensraum“ im Osten aus war und die die dort ansässige Bevölkerung per se als Untermenschen und menschliche Tiere zur Ausrottung vorsah, liegt unter Umständen gar nicht so falsch.