Wir sind definitiv im post-faktischen Zeitalter kompletter Idiotie angekommen. Leider einer hochgefährlichen, kriegsschwangeren Idiotie.
Die Enkel der Nazis sind fest entschlossen, das Werk ihrer gescheiterten Großväter fortzusetzen. Ihr neuer Sender Gleiwitz ist ein Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig, dessen Urheber unbekannt sind. Die Bundesregierung und ihre medialen Hofnarren unterstellen den Vorfall natürlich Russland, die ganze Geschichte riecht zehn Kilometer gegen den Ostwind nach False Flag und inszeniertem Vorwand für weitere Eskalation gegen Russland.
Die bellizistischen Witzfiguren des Berliner Machtapparates überbieten sich in Schuldzuweisungen, Bedrohungsfantasien und vor Schleimigkeit triefenden Appellen an einen imaginären „gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Den wollen sie ausgerechnet zwischen sich und einer Bevölkerung ausgemacht haben, die sie gerade verarmen, mit immer neuen Zumutungen drangsalieren und spalten – und die sich angewidert von der politischen Klasse abwendet.
Das olivgrüne Kriegstreiberblättchen „taz“ weiß Näheres:
„Die Bundesregierung beantwortet diesen hybriden Angriff von Leipzig verhältnismäßig und besonnen, aber gleichermaßen entschlossen. Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung“, sagte Dobrindt weiter.
Deshalb sei die Botschaft an Russlands Führung klar, ergänzte Bundesaußenminister Johan Wadephul (CDU), der eigens eine Dienstreise unterbrochen hatte, um mit seinem Amtskollegen die neuen geheimdienstlichen Erkenntnisse und Maßnahmen vorzustellen: „Wir werden uns durch Russlands Angriffe nicht in unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt spalten oder einschüchtern lassen.“
(…)
Derweil sicherte die EU-Kommission Deutschland ihre volle Solidarität zu. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilt auf der Plattform X nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit, die Staatengemeinschaft bleibe angesichts dieses eskalierenden und schwerwiegenden Vorgehens Russlands geeint. Hybride Angriffe würden nicht ohne klare Antwort bleiben.“
Passend zur neuen großdeutschen Hybris haben die Berliner Machthaber sich den 1. September, den Antikriegstag, für ihren aggressiven verbalen Durchfall gegen Russland ausgesucht. Maria Sacharow, Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat die passende Antwort darauf:
„Ich frage mich, ob Berlin, als es seine antirussischen Äußerungen am 1. September machte, „nicht nachgedacht hat“, und damit einmal mehr seine Dummheit und Bildungsferne präsentiert hat, oder ob es wirklich eine Rückkehr zu seinen Wurzeln verkündet und seine Absichten rituell demonstriert hat.
Am 1. September 1939 entfesselte Deutschland den Zweiten Weltkrieg, in dem es mit den Ländern von Hitlers Achse 70 Millionen Menschen getötet hat, davon 27 Millionen bei uns.“
Ich stehe hier vor meiner Truppe wie eine grüne Anziehpuppe: Die Jacke – seid mal ehrlich – die macht mich echt gefährlich!
Von Wehr und Krieg bring ich euch Kunde und gucke grimmig in die Runde. Ich muss euch heute leider sagen: Der Iwan will uns an den Kragen!
Warum? Das ist doch wohl egal! So ist der Russe nun einmal! Und so wie damals will er jetzen unser Abendland besetzen!
Damit wir nicht erneut verlieren müsst nach Osten ihr marschieren! Ihr, und Raketen, Bomben, Drohnen – der Heldentod wird euch belohnen. Das Vaterland wird‘s euch gedenken und ein paar Ehrenmale schenken!
Ich gucke ernst, ich guck’ entschlossen: Ab übermorgen wird geschossen! Diese Jacke soll euch sagen: Es nützt nichts, sich noch zu beklagen! Jetzt heißt es: Kampf und Tod und Leichen! Bei euch, klar – nicht bei meinesgleichen!
Wir lassen aber eure Seelen sich nicht im Fegefeuer quälen: Die Kirchen werden für euch beten – Kanonenfutter, weggetreten!
“Play it again, Sam!“ sagte Humphrey Bogart als Clubbesitzer Rick zu seinem Barpianisten. Was dieser auch tat. Was die europäischen und vor allem die deutschen Kriegsprediger in immer schrilleren Tönen in Richtung Russland rufen, läuft auf eine ähnliche Aufforderung hinaus.
Auch wenn Russland nicht nur auf der Klaviatur, sondern mit dem gesamten Orchester, das in Reaktion auf solche unverhohlenen Aufrufe zum Einsatz kommen könnte, ein virtuoser Meister ist, möchte es dieses „Spiel“ vermeiden. Sollten die Kriegseiferer es dazu zwingen, wird die Melodie wie beim vorigen Mal eine sein, die speziell deutschen Ohren nicht behagen wird.
Verständige Menschen fragen sich deshalb länger schon, ob Deutschland es wirklich darauf anlegt, mal wieder aufgespielt bzw. den Marsch geblasen zu kriegen. Die EU- und die BRD-Eliten und ihre politischen Sachwalter gehören allerdings nicht zu der verständigen Sorte Menschen.
Somit bleibt die Frage „Noch einmal, Deutschland?“ einstweilen unbeantwortet.
Das große (aber kurze) VIDEO BATTLE der kommunistischen Hardliner aus Dresden und Düsseldorf!!
Kriegstüchtigkeit braucht einen Soundtrack!
René Wolf und Kay Strathus, beide gestandene Musikalartisten, gehen von verschiedenen Perspektiven an die Sache heran! „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Lili Marleen“? Sergio Leone oder Lale Andersen? Was trifft den Nerv der Zeit besser? Zu welchem Sound marschieren Truppen flotter?
Kanzleramt und Pharmaunternehmen erwarten Synergieeffekte durch eine koordinierte Werbekampagne.
„Eine standhafte, ausdauernde und feste Unterstützung der Ukraine ist unsere höchste Priorität“, betont ein gemeinsames Statement anlässlich der Vorstellung des neuen Motivs.
Ich stelle fest, dass bis auf die Berliner Politiker und die eingebetteten Medien niemand, keine Sau, wirklich ausnahmslos NIEMAND, die Kriegshysterie teilt.
Keiner will kriegstüchtig sein, keiner will Krieg mit Russland. Jeder – fast jeder, einige wohlbestallte Großverdiener vielleicht nicht so – sieht und spürt, dass die Deindustrialiserung, die brutalen Preiserhöhungen v.a. für Energie, aber auch für nahezu alle Lebenshaltungskosten, dass die marode Infrastruktur und das weitgehend dysfunktionale Gesundheitswesen Deutschland jetzt schon zu einem ungemütlichen Ort machen.
Es scheint – soweit mein subjektiver Eindruck aus a) der Mehrheit der Kommentare in den Sozialen Medien, die ich konsultiere (Facebook, X, YouTube, Substack, Boosty…) und b) im beruflichen und privaten Umfeld – dass die offiziellen Verkünder der neuen deutschen Kriegstüchtigkeit, also Regierung und „Leitmedien“, ziemlich alleine dastehen in ihrem Bemühen, den wenig kriegsbereiten Bürgern die Einsicht in den anstehenden Krieg gegen Russland zu vermitteln.
Die Leute haben – wiederum meinem subjektiven Eindruck nach – ein ganz gutes Gespür dafür, dass all diese unerquicklichen Umstände etwas mit der Kriegspropaganda zu tun haben. Auch wenn sie nicht darauf kommen, dass Kriegsvorbereitung und Sozialabbau zwei Seiten einer Münze sind, ist vielen klar, dass sie mit dem Säbelgerassel und der russophoben Feindbildpflege vor allem abgelenkt werden sollen von den stetig sich verschlechternden Lebensbedingungen in Deutschland.
Lebe ich in einer abgeschotteten Bubble oder trifft der Eindruck zu, dass die Kriegspropaganda im Wesentlichen eine Übung von Regierung und Medien ist, die die ALLERMEISTEN Leute einfach nicht glauben?
Das würde mir Hoffnung geben. Hoffnung, dass wir sie aufhalten können, bevor sie ihre feuchten Träume vom erneuten Krieg gegen Russland wahrmachen können.
Diese Politik versammelt allerdings 75% der deutschen Wähler hinter sich.
Der Punkt dabei ist, dass denen einleuchtet, dass erstens die Reste des Sozialstaats geschleift werden müssen und zweitens Krieg gegen Russland ansteht, wobei das erste aus dem zweiten folgt.
Eine Mehrheit der deutschen Wähler ist tatsächlich genügend propagandisiert, um das dazugehörige Feindbild zu akzeptieren, oder zumindest nicht zu opponieren.
Und ganz grundsätzlich leuchtet ALLEN, also nahezu 100% der Bürger, fälschlicherweise ein, dass der Staatserfolg auch ihr Erfolg ist und dass die Garantie für einen erfolgreichen kapitalistischen Staat nun mal die wuchtige Kapitalvermehrung am Standort ist – die nötigen Opfer dafür zu bringen, sind sie anscheinend bereit.