Berlin: Back to the roots – Ab 01.09. wird zurückeskaliert

Wir sind definitiv im post-faktischen Zeitalter kompletter Idiotie angekommen. Leider einer hochgefährlichen, kriegsschwangeren Idiotie.

Die Enkel der Nazis sind fest entschlossen, das Werk ihrer gescheiterten Großväter fortzusetzen. Ihr neuer Sender Gleiwitz ist ein Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig, dessen Urheber unbekannt sind. Die Bundesregierung und ihre medialen Hofnarren unterstellen den Vorfall natürlich Russland, die ganze Geschichte riecht zehn Kilometer gegen den Ostwind nach False Flag und inszeniertem Vorwand für weitere Eskalation gegen Russland.

Die bellizistischen Witzfiguren des Berliner Machtapparates überbieten sich in Schuldzuweisungen, Bedrohungsfantasien und vor Schleimigkeit triefenden Appellen an einen imaginären „gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Den wollen sie ausgerechnet zwischen sich und einer Bevölkerung ausgemacht haben, die sie gerade verarmen, mit immer neuen Zumutungen drangsalieren und spalten – und die sich angewidert von der politischen Klasse abwendet.

Das olivgrüne Kriegstreiberblättchen „taz“ weiß Näheres:

„Die Bundesregierung beantwortet diesen hybriden Angriff von Leipzig verhältnismäßig und besonnen, aber gleichermaßen entschlossen. Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung“, sagte Dobrindt weiter.

Deshalb sei die Botschaft an Russlands Führung klar, ergänzte Bundesaußenminister Johan Wadephul (CDU), der eigens eine Dienstreise unterbrochen hatte, um mit seinem Amtskollegen die neuen geheimdienstlichen Erkenntnisse und Maßnahmen vorzustellen: „Wir werden uns durch ‌Russlands Angriffe nicht in unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt spalten oder einschüchtern lassen.“ 

(…)

Derweil sicherte die EU-Kommission Deutschland ihre volle Solidarität zu. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilt auf der Plattform X nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit, die Staatengemeinschaft bleibe angesichts dieses eskalierenden und schwerwiegenden Vorgehens Russlands geeint. Hybride Angriffe würden nicht ohne klare Antwort bleiben.“

(https://taz.de/Bundesregierung-beschuldigt-Russland/!6209135/)

Passend zur neuen großdeutschen Hybris haben die Berliner Machthaber sich den 1. September, den Antikriegstag, für ihren aggressiven verbalen Durchfall gegen Russland ausgesucht. Maria Sacharow, Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat die passende Antwort darauf:

„Ich frage mich, ob Berlin, als es seine antirussischen Äußerungen am 1. September machte, „nicht nachgedacht hat“, und damit einmal mehr seine Dummheit und Bildungsferne präsentiert hat, oder ob es wirklich eine Rückkehr zu seinen Wurzeln verkündet und seine Absichten rituell demonstriert hat.

Am 1. September 1939 entfesselte Deutschland den Zweiten Weltkrieg, in dem es mit den Ländern von Hitlers Achse 70 Millionen Menschen getötet hat, davon 27 Millionen bei uns.“

“Dem Westen steht eine traumatische Erfahrung bevor“

„Dem Westen steht eine traumatische Erfahrung bevor, da er sich an die neue internationale Machtverteilung anpassen muss und Regeln akzeptieren muss, die von nicht-westlichen Mächten festgelegt oder beeinflusst werden.“ (Glenn Diesen)

Ich übersetze hier mal auszugsweise das Schlusskapitel von Glenn Diesens exzellentem Buch „Der Ukraine-Krieg und die Eurasische Weltordnung“. Wenn man sich mit Hintergründen und Historie, mit Jahrhunderte umspannenden Zeitbögen und zivilisatorischen Entwicklungen beschäftigt und die dahinter stehenden geoökonomischen und -politischen Interessen und Konzepte begreift, erscheint die absolut desaströse und infantile Barbarei umso grotesker, die heutzutage immer noch – wenn auch glücklicherweise im Niedergang – die Weltgeschäfte und -Geschichte bestimmt.

Zum Begriff der „Westfälischen Weltordnung“, die Diesen in dem Buch ausführlich erwähnt und – wohl etwas naiv bzw.. zu idealistisch in Bezug auf die angenommen Vorzüge dieser Ordnung – der hegemonialen Ordnung des westlichen Weltsystems entgegenstellt (wobei Diesen implizit gleichsetzt, dass eine multipolare Ordnung automatisch eine westfälische, also auf gleichberechtigter Souveränität beruhende, Ordnung wäre):

Der Begriff geht auf den Westfälischen Frieden von 1648 zurück, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Daraus wird ein Ordnungsmodell abgeleitet, das bis heute als Grundmuster des internationalen Staatensystems gilt.

Kernprinzipien:

- Souveränität: Jeder Staat hat die alleinige Hoheit über sein Territorium, keine äußere Macht darf sich einmischen

- Nichteinmischung: In innere Angelegenheiten anderer Staaten wird nicht eingegriffen

-Rechtliche Gleichheit der Staaten: Formal sind alle Staaten gleichberechtigte Akteure, unabhängig von Größe oder Macht

- Territoriale Integrität: Grenzen sind unverletzlich, Gebietsansprüche werden nicht mit Gewalt durchgesetzt

Bedeutung: Das Konzept löste die mittelalterliche Vorstellung einer übergeordneten religiösen oder imperialen Autorität (Papst, Kaiser) ab und etablierte den Nationalstaat als zentrale Einheit der internationalen Ordnung. Es bildet bis heute die normative Grundlage des Völkerrechts und der UN-Charta.

Kritischer Punkt: In der Praxis war und ist das Prinzip immer selektiv angewendet worden. Die Kolonialmächte, die dieses Ordnungsmodell für sich beanspruchten, haben es außerhalb Europas systematisch missachtet, kolonisierte Gebiete galten nicht als souverän. Auch heute wird Souveränität von den dominanten Mächten oft situativ ausgelegt, etwa wenn militärische Interventionen mit “Responsibility to Protect” oder ähnlichen Konstrukten begründet werden, während gegenüber anderen Staaten strikt auf Nichteinmischung gepocht wird. Stimmen aus Russland, China und Teilen des Globalen Südens verweisen zunehmend gerade auf die “wertewestliche” Aushöhlung dieses Prinzips, während sie selbst eine strengere, buchstäbliche Auslegung staatlicher Souveränität als Gegenmodell zur unipolaren Ordnung vertreten.

Zusammenfassend lässt sich schließen, dass die Wiederherstellung einer westfälischen Weltordnung nicht nur eine multipolare Verteilung der Wirtschaftskraft erfordert, sondern auch die Achtung der zivilisatorischen Vielfalt, um sicherzustellen, dass der Grundsatz der unteilbaren Sicherheit gewahrt bleibt.

Zu diesem Zweck sollte die internationale Ordnung den ruchlosen Ansprüchen auf zivilisatorische Überlegenheit entgegenwirken, die sich hinter der wohlklingenden Rhetorik universeller Werte und Entwicklungsmodelle verbergen.

Durch dieses Prisma betrachtet können die Bemühungen der USA, die Welt in Demokratie und Autoritarismus zu spalten, eher als Rezept für Hegemonie und souveräne Ungleichheit denn für Harmonie und menschlichen Fortschritt angesehen werden.

Xi Jinping hat daher das hegemoniale Modell der USA zurückgewiesen und stattdessen das westfälische Argument vorgebracht, dass Staaten „davon Abstand nehmen müssen, anderen ihre eigenen Werte oder Modelle aufzuzwingen“. (…)

Der Ukraine-Krieg war eine vorhersehbare Folge einer unhaltbaren Weltordnung und wurde zum Schauplatz für die Gestaltung einer zukünftigen Weltordnung, die entweder auf globaler Hegemonie oder auf westfälischer Mehrparteiengleichheit beruht.

Die Ziele, Russland militärisch, wirtschaftlich oder politisch zu besiegen, indem man es weltweit isoliert, sind alle gescheitert. Die Reaktion der NATO bestand in einer kontinuierlichen Eskalation und theatralischen Gesten. Da die Ukraine durch unermessliches Leid verwüstet wurde und ihre Unfähigkeit, ihre militärischen Ziele zu erreichen, zu einer anerkannten Tatsache geworden ist, besteht die einzig mögliche Lösung des Konflikts darin, dass der Westen die legitimen Sicherheitsbedenken Russlands anerkennt und so das Sicherheitsdilemma entschärft.

Die Schwierigkeit dabei liegt darin, dass dies das Ende der Ära der liberalen Hegemonie bedeuten würde.(…)

Die Hegemonie hat die Rivalität der Großmächte nicht gemildert, sondern es der dominierenden Macht ermöglicht, ohne Rücksicht auf andere zu handeln und die Diplomatie durch die Sprache der Ultimaten zu ersetzen. Was der Öffentlichkeit als „pro-ukrainische“ Politik und „Hilfe für die Ukraine“ verkauft wurde, beinhaltete den Sturz der demokratisch gewählten Regierung ohne mehrheitliche Unterstützung durch die Ukrainer; die Unterstützung einer „Anti-Terror-Operation“ gegen ukrainische Bürger im Osten; die Säuberung der politischen Opposition und den Abbau der Demokratie; die Stärkung militanter Gruppen; die Sabotage von Friedensabkommen, die von Kiew unterstützt wurden; sowie den Druck auf die ukrainischen Streitkräfte, eine verheerende Gegenoffensive zu starten, die kaum bis gar keine Aussicht auf Erfolg hatte.

Ein friedliches Ende des Ukraine-Kriegs ist schwer vorstellbar. (…)

Eine politische Lösung des Krieges erfordert, dass der NATO-Expansionismus und der Zusammenbruch der paneuropäischen Sicherheitsarchitektur als die zugrunde liegenden Ursachen des Krieges angegangen werden.(…)

Die NATO muss entweder eine demütigende Niederlage hinnehmen oder sich direkt auf einen Konflikt einlassen, der schnell zu einem Atomkrieg eskalieren könnte. Der Ukraine-Krieg, der den Planeten in einem atomaren Holocaust zu vernichten droht, ist ein Symptom einer umfassenderen Krise des internationalen Systems.

Nachdem der Westen fünf Jahrhunderte lang die Hegemonie genossen und globale Regeln im Dienste westlicher Interessen geschaffen und durchgesetzt hat, findet nun eine spektakuläre Neuordnung der Machtverhältnisse in der Welt statt. Die globale Mehrheit strebt nach Multipolarität im Sinne einer westfälischen Weltordnung, während der Westen und die Führung in Washington versuchen, ihre dominante Position in der Welt wiederherzustellen. (…)

Da es nicht gelingt, China und Russland mit wirtschaftlichen Mitteln zu Fall zu bringen, werden die Konflikte um die zukünftige Weltordnung weiterhin militärischer Natur sein. Die Angst vor einem Atomkrieg scheint verschwunden zu sein, und Kriege zwischen den Großmächten sind nicht mehr undenkbar. (…)

Dem Westen steht eine traumatische Erfahrung bevor, da er sich an die neue internationale Machtverteilung anpassen muss und Regeln akzeptieren muss, die von nicht-westlichen Mächten festgelegt oder beeinflusst werden. Es sieht jedoch nicht so aus, als würden die USA einen friedlichen Übergang zu einer westfälischen Weltordnung akzeptieren. Der Mangel an politischer Vorstellungskraft in Washington hat zu einer Weltanschauung geführt, in der Chaos die einzige Alternative zur globalen Vorherrschaft der USA ist (…)

Sollte dies weiterhin die Sichtweise des Westens sein, werden wir Zeugen einer großen Tragödie für die Menschheit werden.“

https://www.hugendubel.de/de/taschenbuch/glenn_diesen-the_ukraine_war_the_eurasian_world_order-47039877-produkt-details.html

Buch auf Deutsch: https://mangroven-verlag.de/publikation/der-ukraine-krieg-und-die-eurasische-weltordnung/

Moskau: BRD-Botschafter wird frech und beschwört den deutschen Geist von 1941

Diesen Artikel von Gerd Ewen Ungar zu den aktuellen Provokationen des deutschen Botschafters in Russland, Alexander Graf Lambsdorff, teile ich hier, weil er ziemlich gut etwas auf den Punkt bringt.

Nämlich das, was an dem neuen Großdeutschland nicht nur die Russen wieder an jene Zeiten erinnert, die am 22. Juni 1941 für Russland und die Sowjetunion begannen, mit dem Sieg über den Hitlerfaschismus endeten – und die jetzt als bizarre, bunt-divers-demokratische Karikatur, im Kern aber unverändert, in Berlin wieder beschworen werden.

Die beispiellose Frechheit des russischen Botschafters der BRD in Moskau, die anmaßende Belehrungen, die dieser Vertreter des deutschen Imperialismus dem russischen und den anderen Völkern der früheren Sowjetunion aufdrängt (und das alles unter der Devise „Wr haben unsere Vergangenheit bewältigt und erzählen euch jetzt, wie sie wirklich war“), ist nicht einfach nur als ignorante Unverschämtheit und kontrafaktische Leugnung des ukrainischen Bandera-Faschismus abzutun, sondern steht symbolisch und symptomatisch für den Kurs der Bundesregierung auf erneuten Krieg gegen Russland, inklusive der hochmütigen Übermenschen-Arroganz des zivilisierten Abendländers, der dem bolschewistischen Steppenbewohner verdeutlicht, dass Deutschland angetreten ist, ihm seine Irrtümer auszubügeln.

Man muss nicht die Meinung von Gerd Ewen Ungar teilen, dass Deutschland bereits wieder faschistisch ist. Dass es aber mit seinem Krieg nach außen (in der Ukraine) und nach innen (gegen die Armen und generell gegen Abweichler von der offiziellen Regierungspropaganda), der sich in Zensur, Überwachung, Verfolgung abweichender Meinungen und beispielloser Aufrüstung ausdrückt, auf einem guten Weg dorthin ist, dürfte außer Zweifel stehen.

https://freedert.online/meinung/283908-deutscher-botschafter-provoziert-zum-jahrestag

Ihr wollt nichts davon wissen

(Aber hinterher in der Nase bohren und dumm aus der Wäsche gucken…)

Tja, liebe deutsche Mitbürger. Das ist, was geplant wird. Von eurer Regierung.

Ihr wollt davon lieber nichts wissen und versucht, euer Leben in den ungemütlicher werdenden Umständen irgendwie einzurichten. OHNE allzu viel von dem mitzubekommen, was eure Obrigkeit nicht nur vorhat, sondern bereits betreibt (zur Zeit noch durch den ukrainischen Stellvertreter).

Ihr streitet es lieber rundweg ab. An allem sei ja wohl der Russe schuld, DER hätte schließlich…. und dann leiert ihr das herunter, was man euch seit mindestens zehn Jahren so über diese Geschichte erzählt.

Ist ja auch alles nicht so einfach: wenn man die Parallelen der jetzigen Kriegsvorbereitung mit der vom letzten Mal (ihr erinnert euch: das ging damals gründlich in die Hose) erwähnt, wollt ja nicht nur ihr lieber nichts davon hören. Vor allem die heutigen Kriegsplaner mögen solche Vergleiche gar nicht und schicken auch schon mal den Staatsanwalt, um sowas für vorwitzige Bürger SO teuer zu machen, dass diese sich keinen Widerspruch mehr leisten können.

Ihr glaubt lieber weiter, was euch Regierung, Zeitungen und der Fernseher erzählen und hofft, dass schon alles nicht so schlimm kommen wird.

Und wenn’s dann GENAU so schlimm gekommen ist wie wir paar Spinner euch vorhergesagt haben, sitzt ihr wieder kollektiv da, bohrt euch ratlos in der Nase und fragt euch, wie DAS nun wieder passieren konnte und dass DAS ja nun wirklich keiner ahnen konnte.

Und ihr werdet selbst dann noch glauben, dass an all dem aber natürlich (und schon wieder mal!) der Russe schuld ist.

Wir hören trotzdem nicht auf, es euch ungefragt zu sagen:

DIE PLANEN DEN KRIEG GEGEN RUSSLAND.

Und wer Kriege PLANT, will sie FÜHREN. DARUM sollt ihr kriegstüchtig sein, oder was glaubt ihr? Wegen „Putin“? Dann hätte ich euch eine Brücke zu verkaufen – jemand interessiert?

Bestrafung der europäischen Eliten durch gezielte Oreshnik- (und eventuell Nuklear-)Schläge

Sergej Karaganow ist ein russischer Politikwissenschaftler, Historiker und außenpolitischer Strategieberater. Er wurde 1952 in Moskau geboren und zählt seit den 1990er-Jahren zu den einflussreichsten außen- und sicherheitspolitischen Denkern Russlands.

Er war in Glenn Diesen‘s Podcast zu Gast und hat mal wieder seine ziemlich drastischen Vorschläge zum Umgang mit den europäischen Kriegstreibern erläutert:

Karaganow:
Mein Rat an meine Regierung lautet an dieser Stelle, dass wir diesen Krieg beenden sollten, zumindest in Europa, indem wir die Eskalationsleiter hinaufsteigen:

Zunächst sollten wir mit konventionellen Waffen bestimmte symbolische oder logistische Punkte auf europäischem Boden angreifen. Wir brauchen keinen Zentimeter von Europa, wie Sie sicher verstehen werden. Und wenn sie sich dann nicht beugen, sollten wir mit entsprechenden Nuklearschlägen nachsetzen, wobei wir natürlich eine Art Ultimatum stellen.

Sollten sie sich nicht beugen, nun, dann sollten einige Länder Europas untergehen – das ist mein Vorschlag. Obwohl ich zu Gott bete – und ich bin gläubig –, dass dies nicht geschehen möge, glaube ich, dass diese Leute den Verstand verloren haben, ihren Sinn für Geschichte verloren haben. Diese Eliten tragen die volle Verantwortung, und sie sollten bestraft werden. Deshalb schlage ich neben vielen anderen Dingen vor, dass sich unsere militärische Nukleardoktrin nicht nur auf die Abschreckung von Angriffen gegen Russland selbst konzentrieren sollte, sondern auch auf die Bestrafung der europäischen Eliten, unter anderem mit Spezialmunition, die ihre Bunker zerstören würde. Die ersten Schläge sollten dort hingehen.

Die europäischen Eliten, die sinnlos und verantwortlich sind, sollten als Erste leiden – nicht die europäischen Völker. Aber wir diskutieren dieses Thema, und früher oder später wird diese Debatte in den Vordergrund rücken.

Diesen:
Ich erinnere mich, dass Sie diese Argumente schon vor einiger Zeit vorgebracht haben, aber haben Sie das Gefühl, dass sich die Stimmung im Kreml jetzt mehr in Richtung Ihrer Argumente verschiebt, oder hat sich daran nicht viel geändert?

Karaganow:
Ich bin nicht hier, um über die Stimmung im Kreml zu sprechen. Als ich vor drei Jahren begann, diese Idee auf den Tisch zu bringen, war ich die stolze Stimme einer Minderheit, und jetzt bin ich eine Stimme der überwältigenden Mehrheit – sowohl im Militär, in politischen Kreisen als auch in der Gesellschaft.

Aber noch einmal: Ich fordere keine massiven Nuklearschläge, da ich weiß, dass diese alles zerstören würden. Das Problem ist, dass wir diesen Krieg beenden müssen, zumindest in Europa. Wie ich bereits sagte, breitet sich der Krieg bereits aus. Er erfasst Südasien und Südwestasien, und dann wird er sich weiter ausbreiten, denn der Angriff auf den Iran war vorhersehbar.

Quelle: https://youtu.be/2Gd5jdl36cg?is=4Oc_BhyldxvSCfh8

Ukrainisch-westliche Fieberträume auf versifften Matratzen

Ist noch jemandem außer mir aufgefallen, dass die „Berichterstattung“ des westlichen Mainstreams in Bezug auf Russlands (und „Putins“) bevorstehenden Untergang/seinen ökonomischen Zusammenbruch/einen unmittelbar bevorstehenden Putsch/die generelle und ultimative Abwendung der Bevölkerung von Staat und Regierung – dass jedenfalls die Beschreibung all dieser Szenarien, die sich laut westlichen Medien für Russland abzeichnen, immer wilder und hysterischer wird?

Praktisch JEDE Zeitung, die man aufschlägt, jedes Informationsportal, das man aufruft (sofern dem westlichen Mainstream zuzuordnen), überschlägt sich mit düster dräuenden Krisenmeldungen aus dem Dunkelreich des östlichen Feindes – und zwar in einem Ausmaß, das mittlerweile unfreiwillig komisch ist und das mit der Realität und den Fakten (vor allem denjenigen in der Zone der Militärischen Sonderoperation) genau NULL zu tun hat.

Simplicius the Thinker hat einen netten Artikel zu dem Thema verfasst:


Klärung der Verhältnisse durch NATO und ukrainische Stellvertreter: Vernichtung der Ukraine in ihrer bestehenden Form oder Kapitulation Russlands

Nachstehend in Übersetzung die wesentlichen Auszüge aus Scott Ritter‘s neuestem Substack-Artikel „The Flamingo Effect”.

Der Text befasst sich mit dem britisch-amerikanischen Angriff auf die strategische Waffenproduktionsstätte in Votkinsk (ausgeführt unter dem fadenscheinigen Cover eines ukrainischen „Flamingo“-Cruise Missile Einsatzes), eine Eskalation des NATO-Kriegs gegen Russland, die in ihrer Tragweite und ihrer wohl ebenso leichtfertigen wie beabsichtigten Provokation Russland ganz sicher zu einer Reaktion zwingen wird.

Es dürfte mittlerweile auch dem Naivsten klar sein, dass der Kollektive Westen (sowohl die „Vermittler“ spielenden Amerikaner als auch die offen komplett russophob auftretenden Europäer) an keiner Stelle von ihrem Ziel ablassen, Russland die strategische Niederlage zuzufügen, die sie seit spätestens 2014 planen und umsetzen. Dafür wollen sie auch einen direkten Krieg mit Russland in Kauf nehmen, der nach Lage der Dinge schnell in den Dritten Weltkrieg und die Zerstörung Europas münden wird.

In der Nacht vom 20. auf den 21. Februar 2026 feuerte die Ukraine eine Mittelstreckenrakete auf das Maschinenbauwerk Wotkinsk ab, eine strategische Verteidigungsindustrieanlage in der Republik Udmurtien, etwa 1.300 Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt. Die mit einem 1.000 Kilogramm schweren Sprengkopf ausgestattete Rakete traf ein Gebäude, in dem sich die Werkstatt 19 befindet, eine wichtige Werkstatt für Galvanisierung und Stanzen. Hier führen russische Techniker die Metallstanz- und Umformprozesse im Zusammenhang mit der Herstellung von Raketenkörperelementen sowie die galvanische Bearbeitung von Teilen durch, einschließlich der Aufbringung von Schutz- und Funktionsbeschichtungen und der Oberflächenvorbereitung für die weitere Montage. Die Werkstatt 19 spielt eine entscheidende Rolle bei der Herstellung einiger der strategisch wichtigsten ballistischen Raketen Russlands. Der Sprengkopf der Flamingo riss ein 30 mal 24 Meter großes Loch in das Dach des Gebäudes und setzte dessen Inneres in Brand. Mindestens 11 Arbeiter wurden bei dem Angriff verletzt.

Es ist nicht bekannt, inwieweit der Angriff auf Werkstatt 19 die Fähigkeit Russlands beeinträchtigt hat, strategisch wichtige Raketen wie die Interkontinentalraketen (ICBM) Topol-M und Yars sowie die U-Boot-gestützte ballistische Rakete Bulava herzustellen. Die Raketen Iskander und Oreshnik werden im Werk in Wotkinsk hergestellt, ebenso wie die Forschung und Entwicklung an nachfolgenden strategischen Trägersystemen wie der Interkontinentalrakete Kedr.

(…)

Russland steht an einem Scheideweg.

Kurzfristig muss Russland eine Lösung für die Bedrohung durch Flamingo für Wotkinsk und andere strategische Verteidigungsindustrien im Ural finden, die nun von Angriffen bedroht sind (z. B. eine Produktionsstätte für Feststoffraketenmotoren in Perm). Angesichts der Rolle, die Europa bei der Entwicklung, Finanzierung und Herstellung von Flamingo spielt, würde eine Reaktion, die sich auf Angriffe auf Ziele innerhalb der Ukraine beschränkt, keine grundlegende Veränderung bewirken.

Die Raketen würden weiterhin gebaut und auf strategische Ziele tief im Inneren Russlands abgefeuert werden.

Wenn Europa nicht ein für alle Mal davon abgehalten wird, der Ukraine diese Art von militärischer Hilfe zu leisten, läuft Russland Gefahr, einen Tod durch tausend Schnitte zu sterben.

Aber dann stellt sich die größere Frage, was mit der Ukraine selbst geschehen soll. Russland befindet sich derzeit in langwierigen „Friedensverhandlungen“ mit der Ukraine unter der Aufsicht der Vereinigten Staaten, die nun – dank des Angriffs auf Wotkinsk – als kaum mehr als ein Deckmantel für die Ukraine entlarvt wurden, um militärische Kapazitäten aufzubauen, mit denen sie das strategische Hinterland Russlands angreifen kann, um Russland zu zwingen, den Konflikt zu Bedingungen zu beenden, die weniger günstig sind als die zuvor von Präsident Putin festgelegten.

Wenn der russisch-ukrainische Konflikt unter solchen Bedingungen endet, dann wird Russland genau das zugestanden haben, was es im Dezember 2021 noch als rote Linie bezeichnet hatte – die Stationierung von NATO-nahen Mittelstreckenraketen auf ukrainischem Boden.

Dies würde in jeder Hinsicht eine strategische Niederlage für Russland bedeuten.

Es ist höchste Zeit, dass Russland aufhört, sich an solchen selbstzerstörerischen Maßnahmen zu beteiligen. Die Vereinigten Staaten sind in dieser Hinsicht kein vertrauenswürdiger Verhandlungspartner – der versuchte Mordanschlag auf Präsident Putin am 29. Dezember 2025 durch 91 ukrainische Drohnen, die von der CIA zu ihrem Ziel gelenkt wurden, sollte diese Tatsache unterstreichen. Die fortgesetzte Anwendung von Sanktionen durch Präsident Trump, die darauf abzielen, die russische Wirtschaft zu lähmen, sollte nicht als „Business as usual“ betrachtet werden, sondern vielmehr aus der Perspektive ihres derzeitigen Urhebers, Finanzminister Scott Bessant, der sich solche Sanktionen als „Russland in die Knie zwingen“ vorstellt, also als einen buchstäblichen Akt der Kapitulation.

(…)

Die Trump-Regierung strebt keinen für beide Seiten vorteilhaften Frieden mit Russland an, sondern möchte einen strategischen Sieg über Russland erringen, genau wie zuvor die Biden-Regierung.

Wenn dies vor dem Flamingo-Angriff auf Wotkinsk noch nicht klar war, gibt es jetzt keine Entschuldigung mehr dafür, dass es nicht schmerzlich offensichtlich ist.

Einfach ausgedrückt unterstreicht der Angriff auf Wotkinsk die Tatsache, dass die Ukraine in ihrer derzeitigen Form nach Beendigung des Konflikts nicht weiter bestehen darf. Wie der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew betont hat, ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein „grüner Käfer“, der „zerquetscht“ werden muss.

Das Gleiche gilt für die gesamte bestehende ukrainische Regierung. Es gibt keine Wahl, die die Missstände in der Ukraine unter den bestehenden Rahmenbedingungen beheben könnte – General Valerii Zaluzhny, der vom Vereinigten Königreich favorisierte Kandidat als Nachfolger von Selenskyj, ist ein Banderist, und Kirylo Budunov – Amerikas auserkorener Nachfolger – ist ein Terrorist, der russisches Blut an seinen Händen hat.

Wenn die Ukraine unversehrt überlebt, dann auch das Raketenprogramm FP-5 Flamingo, was bedeutet, dass Russland nie wieder ohne die Angst vor einem ukrainischen Angriff schlafen gehen kann.

Das FP-5 Flamingo muss vollständig vernichtet werden.

Und um das zu erreichen, muss auch die Ukraine in ihrer derzeitigen Konfiguration vernichtet werden.

Dies ist die eigentliche Definition einer existenziellen Frage für Russland.

Eine Frage, die auch eine angemessene Antwort an Europa erfordert.

Alles andere würde als nichts weniger als eine Kapitulation Russlands interpretiert werden. 

https://open.substack.com/pub/scottritter/p/the-flamingo-effect

„Deutschland ist unheilbar“

Ja, richtig gelesen: nicht „unteilbar“, sondern unheilbar.

In diesem Video lässt sich der scharfsinnige Dmitri Orlov ab Minute 20:39 in seiner unnachahmlich elegant-brutalen Art über DEUTSCHLAND aus:

Deutschland ist unheilbar. Man könnte meinen, dass die Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg sie gelehrt hätten, sich nicht mit Russland anzulegen. Aber stattdessen haben sie gelernt, dass selbst wenn man einen Krieg gegen Russland verliert, die Russen danach eigentlich recht nett zu ihnen sind.

Es ist also in Ordnung, einen Krieg gegen Russland zu verlieren. Aber sie haben nicht erkannt, dass das damals war und dies jetzt ist und dass Russland die Dinge ganz anders sieht.

Russlands Lehre lautet also: Wenn die Deutschen die Lektion, die sie aus dem Zweiten Weltkrieg lernen mussten, nicht gelernt haben, muss die nächste Lektion so aussehen, dass sie sie gar nicht mehr lernen müssen. Sie wird darin bestehen, dass Deutschland nicht mehr existieren wird.

Die Deutsche sollten sich deshalb an den Gedanken gewöhnen, dass ein Konflikt mit Russland – ein bewaffneter Konflikt mit Russland – das Ende Deutschlands sein wird, das Ende der deutschen Geschichte.

Kurze Rekapitulation der Vorfälle am 01. Juni 2025

Die Ukraine greift in einer koordinierten, seit 18 Monaten geplanten Aktion, fünf Flugplätze tief in russischem Hinterland an, wo Langstreckenbomber als Teil der russischen nuklearen Triade geparkt sind.

An zwei der Flugplätze gelingt es den ukrainischen Drohnen, die Flugzeuge zu beschädigen, insgesamt acht oder neun werden getroffen, zwei davon gesichert irreparabel.

Die Ukraine erzielt damit einen globalen PR-Erfolg in dem von ukrainischer Seite hauptsächlich unter Marketingaspekten geführten Konflikt; Russland muss sich einige Fragen über Sicherheitsvorkehrungen und die Arbeit seiner Geheimdienste stellen (lassen).

An Verlauf und Ausgang des Krieges in der Ukraine ändert die spektakuläre PR-Aktion nichts. Auch der luftgestützte Teil der russischen nuklearen Triade ist nur unwesentlich betroffen.

Soweit die tatsächlichen materiellen Auswirkungen. Andrerseits wurden hier Bestandteile der zentralen Elemente einer (der größten) Atommacht der Welt angegriffen. Man stelle sich umgekehrt vor, ein solcher Angriff wäre auf die B-52 Bomberflotte der USA erfolgt: das würde aus amerikanischer Sicht 911 in den Schatten stellen und eine sofort, wahrscheinlich nukleare Reaktion auslösen.

Als Nächstes ist zu fragen, WER angegriffen hat. Die Ukraine? Wohl kaum alleine. Ein anderthalb Jahre lang geplanter Angriff dieser Dimension erfordert logistische und v.a. ISR-Unterstützung (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance) in einem Umfang, das die Ukraine schlicht nicht besitzt. Ohne westliche Unterstützung wäre der Angriff nicht realisierbar gewesen. Aus Veröffentlichungen der NYT und der britischen „Times“ wissen wir, dass die ukrainischen Offensiven der letzten Jahre (Sommeroffensive 2023, Kursk-Invasion 2024) von US- und europäischen Generalstäben geplant und koordiniert wurden, so wie der gesamte Krieg gegen Russland von der Zentrale der US-Armee in Wiesbaden aus gesteuert wird. Warum sollte das ausgerechnet beim spektakulärsten, gefährlichsten und provokativsten Angriff der Ukraine anders sein?

Dies war ein Angriff der NATO vermittels ihrer ukrainischen Zöglinge des SBU (Geheimdienst UA) auf Russland. Russland kann jetzt gemäß seiner Nukleardoktrin (kann, aber muss nicht) auch nukleare Vergeltungsschläge führen.

Für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation ist zu hoffen, dass die russische Führung diese Option nicht zieht und bei der unvermeidlichen Antwort auf die Möglichkeiten zurückgreift, die Russland zur umfassenden Vernichtung des Angreifers hat, ohne das radioaktiver Fallout die Folge ist.

Die Ukraine selber dürfte mit diesem (vermutlich auf Weisung und mit Hilfe ihrer westlichen Kuratoren durchgeführten) Terroranschlag ihren eigenen Untergang besiegelt haben.

Die NATO-Staaten, die von Russland als nachweislich beteiligt identifiziert werden können, werden ebenfalls die Folgen ihrer rücksichtslosen und aberwitzigen Konfrontationspolitik erleben.

Das Gesamtbild des ersten Juni-Sonntags 2025 zeigt, dass die NATO -inklusive Trumps  USA übrigens, die immer noch als „Mediator“eines Konfliktes posieren, mit dem sie angeblich nichts zu tun haben) nach wie vor an ihrem Ziel festhält, Russland eine strategische Niederlage zu bereiten. Der kollektive Westen will anscheinend eher den Dritten Weltkrieg provozieren, als seine Niederlage in dem Russland aufgezwungenen Ukraine-Konflikt hinnehmen.