Blitzmeldung der Wochenschau und der UFA-Reklame-Abteilung!!

Neues, hochkarätig besetztes Filmdrama geht in die erste (oder letzte??) Staffel: „FÜHRER OHNE VOLK!“

Berlin! Hauptstadt des Reich… en Deutschlands! Schaltzentrale europäischer Sicherheitspolitik, pulsierendes Herz der wertebasierten Verteidiger von Demokratie und Menschenrechten an der OstFront!

Bei einem Blitzbesuch versichert der Kiewer Statthalter WOLLY SCHNEELENSKY Reichsverweser FRITZ FOTZ seine unverwüstliche Treue (gegen eine kleine Überweisung von 90 Milliarden Reichseuro).

Unser Mann in Kiew erwähnt die dringliche Notwendigkeit, den weißen Rittern der Ukraine in ihrem heldenhaften Abwehrkampf gegen den russischen Steppenbewohner weiter und vor allem finanziell beizustehen!

Der schneidige Deutsche, ein Stratege und Kommandeur alter Schule, lässt sich nicht zweimal bitten, weist den zwar nützlichen, aber zuletzt unglücklich agierenden Statthalter jedoch unmissverständlich darauf hin, dass auch Deutschlands Großmut Grenzen hat!

Irgendwann sind Gegenleistungen fällig für die Hilfe des Reiches an das ukrainische Protektorat, das erst kürzlich wieder voll unter die Fittiche des Reiches kam – nachdem der amerikanische Plutokrat es lange – VIEL zu lange! – alleine ausgesaugt hatte!

Zwei wütende verlassene Geliebte tun sich zusammen, um den starken und reichen Ex unter die Erde zu bringen – und ihn vorher um möglichst viel seiner Stärke und seines Reichtums zu prellen!

Wie wird diese spannende geopolitische Liebesgeschichte weitergehen? Wie wird sie enden? So wie immer? Da sei der Russe vor!

Wird das Manöver der beiden abgehalfterten Matronen gelingen oder ist es schon zu spät??

All das und noch viel weniger in unserer nächsten Ausgabe, wenn es wieder heißt: „FÜHRER OHNE VOLK!“ und „DER RUSSE, DER RUSSE! ER MACHT UNS NUR VERDRUSSE!“

Geschichten, die das Leben schrieb: Sie wissen es alle und trotzdem hat keiner eine Ahnung 

Heute früh in der Schlange beim Metzger.

Eine sehr rüstige, sehr elegant gekleidete alte Dame sagt, als ich mich neben sie stelle, mit einem Seufzer: „Da stehen wir schon wieder in der Schlange…“

Ich: „Ja, aber nicht wegen Mangel, sondern wegen Überfluss!“

Ich kann mir nicht verkneifen, hinzuzufügen: „Wer weiß, wie lange noch?“

Sie schaut mich kurz an, um einzuschätzen, mit wem sie es hier zu tun hat, ordnet mich offensichtlich unter die Kategorie „Zurechnungsfähiger Mitbürger“ ein und sagt, erneut tief seufzend: „Ja, man kann nur hoffen, dass möglichst alles irgendwie so bleibt, wie‘s ist…“

„Das glauben Sie doch nicht wirklich, oder?“ entgegne ich ihr.

Jetzt nimmt sie mich genauer in Augenschein, guckt mir in die Augen und sagt: „Nein.“  Sie ergänzt: „Ich sag mir immer, ich bin nur froh, dass ich so alt geworden bin. Das was jetzt kommt, möchte ich nicht erleben müssen.“

Dem kann ich mich natürlich anschließen, auch wenn ich etwa zehn Jahre jünger bin als die alte Dame. Wir plaudern noch ein bisschen über die kommenden harte Zeiten und das Elend einer verrückt gewordenen Welt, bis wir an der Reihe sind und uns endlich wieder nahe liegenden und praktischen Dingen des Lebens widmen können, wie dem Einkauf das Hackfleisches und der Auswahl des Aufschnitts.

Ich verlasse den Laden mit der Bestätigung meines Eindrucks, dass die Leute ziemlich genau wissen, was los ist. Nur haben sie – wenn überhaupt – lauter falsche Erklärungen dafür.

Philosophisch-medizinische Betrachtung II: Krankheit und Ehe

Ringsherum ist jetzt der Lenz da, 
in mir drin die Influenza.
Alles tut mir weh,
vom Kopf bis in den Zeh.

Ganz oben, wo der Denkbereich,
erscheint es mir besonders weich:
dort wabert dumpfer grauer Nöbel –  
Großer Gott, was ist mir öbel!

Das Delirium wird schlimmer.
Plötzlich steht die Frau im Zimmer:
„Ich sag es dir nicht erst seit heute:
Du bist für Viren leichte Beute,

Weil du nichts isst und kaum was wiegst – 
Kein Wunder, dass du jetzt hier liegst!
Jetzt hör gefälligst auf zu flennen,
Männergrippe ist für Memmen!
Nimm mal zwei Ibuprofen,
der Hund muss gleich nach draußen gehen!“

Kann ich meinen Ohren trauen?
Aber ja, so sind die Frauen:
Mit dem Gatten geht‘s zuende – 
sie freut sich auf die Witwenrente.

Der arrogante Denker

Müde bin ich, geh zur Ruh‘:
Keine Sau hört mir mehr zu!
Alle – und das gilt für jeden –
hör‘n sich lieber selber reden.

Eitler Dünkel, heiße Luft,
von der Wiege bis zur Gruft;
Angelesene Gedanken,
die an Inhaltsleere kranken,

Gratistugend, Knechtsmoral:
Denken ist den meisten Qual,
weil in ihren hohlen Rüben
nur ein Restverstand geblieben.

Folglich hab ich festgestellt: 
Ich bin zu schlau für diese Welt.
Es gibt mitnichten meinesgleichen,
man kann mir nicht das Wasser reichen.

Um klugen Dialog zu führen
muss mit mir selbst ich diskutieren.
Und das ist schwer, weil, wenn ich spreche,
ich gern mich selber unterbreche.

Wenn jemand frech ins Wort mir fällt,
kann‘s schnell passieren, dass es schellt.
Bei dreistem Vorwitz lang ich hin!
Auch wenn ich selbst der Frechdachs bin.

So will das Leben mir wohl zeigen,
dass es besser ist zu schweigen,
wenn man sich für klüger hält
als den dummen Rest der Welt.

Müde bin ich, geh zur Ruh,
mache meinen Mund jetzt zu,
obwohl mein denkender Verstand….
Ok, schon gut, ich halt den Rand.

Neue Augen

Meine alten Augen sind erblindet.
Mit den neuen seh‘ ich anders –
Alles ist viel weiter weg,
doch deutlicher, viel klarer anzuschauen:

Deutlich in dem nichtigen Bemühen,
Bilder auf des Wassers Haut zu malen.

Deutlich in dem Hamsterstrampelrad,
angetrieben von der Freuden und der Schmerzen Kraft.

Deutlich vor allem in dem stummen Zwang,
von Sachverhalten, die – so will‘s uns scheinen – nicht von uns gemacht:

Essen, trinken, Kinder zeugen,
Obdach finden, Geld verdienen,
es behalten, es vermehren,
unsren Wünschen nachzujagen;

Jemand sein, sich auszutauschen,
irgendwie zurechtzukommen 
in der Welt die uns umgibt,
die wir niemals hinterfragen.

Die Müdigkeit, die ich verspüre, ist
erfreuliches Kontrastprogramm
zum immer wieder neuen Anlauf 
der Jugend, sich beherzt ins Leben selbst zu stürzen,

Ihr eigenes Gedicht zu schreiben, 
sich selber einen Reim zu machen,
die forsche Weise mutig anzustimmen
mit der die Welt erleuchtet und erobert werden soll.

Dagegen meine Welt: sie zieht sich immer weiter
in unbekannte Dunkelheit zurück –
die dunkel zwar, jedoch aus irgendeinem Grunde
so seltsam klar und deutlich alles macht.

Dies zu beklagen wäre törichtes Benehmen!
Dem Alter ziemt des Gleichmuts freundlich-stille Sicht.
Nur dafür sind gemacht die neuen Augen,
mit denen nun dies Leben anzuschauen ist:
die Augen, die die Wirklichkeit erst ungetrübt erfassen,
wenn sich zum letzten Mal der alten Augen Lider schließen.

Die frechen kleinen Hutis: die Bösen oder Gutis?

Die jemenitische Ansar‘Allah-Bewegung, die die Regierung in Sana‘a bildet, ist mit der Islamischen Republik Iran verbündet und istneben der palästinensischen Hamas die EINZIGE Kraft, die dem Völkermord der zionistischen Siedlerprojektes in Gaza direkt militärisch etwas entgegengesetzt hat.

In den Mainstream-Medien der Epstein-Welt und seltsamerweise auch in vielen unabhängigen Medien wird diese Bewegung immer nur als „Die Houthis“ bezeichnet – ein Begriff, bei dem ich zumindest mir immer eine Bande kleiner lustiger Hüte vorstelle, die irgendwelche niedlichen Streiche aushecken.

Grund genug für eine Nachfrage bei meiner neuen Lieblings-KI Claude:

„Warum wird die Ansar‘ Allah Bewegung – die Regierung des Jemen – in westlichen Medien beharrlich „Die Houthis“ genannt?“

„Eine sehr berechtigte Frage — hier sind die wesentlichen Gründe:

  1. Historische Herkunft des Namens
    Der Name „Houthi” geht auf die Familie al-Houthi zurück, deren Mitglieder die Bewegung gegründet haben. Noch heute ist die Familie al-Houthi das Gesicht der Bewegung: vom Gründer Hussein Badreddin al-Houthi bis zu seinem Halbbruder Abdul-Malik al-Houthi, dem derzeitigen Anführer. Erst während der Konferenz des nationalen Dialogs 2013–2014 begannen sie, sich „Ansar Allah” zu nennen, als sie sich von einer lokalen Widerstandsbewegung zu einer nationalen politischen Kraft entwickelten.

    Mit anderen Worten: Westliche Medien übernahmen den älteren Namen — und behielten ihn bei, auch als die Bewegung sich selbst umbenannte.
  2. Framing und politische Implikationen
    Das ist der eigentlich interessante Punkt. „Houthis” zu sagen hat mehrere diskrete Effekte:
    ∙ Es personalisiert die Bewegung auf eine Familiendynastie — und verkleinert sie damit implizit zu einer Clique statt einer Regierung.
    ∙ Es verweigert die Legitimität des Selbstnamens. „Ansar Allah” (Helfer/Anhänger Gottes) ist der Name, den die Bewegung selbst wählt und der ihren politisch-religiösen Anspruch ausdrückt. Diesen zu übernehmen würde ihre Selbstdefinition anerkennen.
    ∙ Die internationale Berichterstattung neigt dazu, den Houthis jede eigenständige Handlungsfähigkeit abzusprechen und sie als bloße iranische Stellvertreter darzustellen — eine Erzählung, die leichter aufrechtzuerhalten ist, wenn man den Namen der Bewegung selbst marginalisiert.
  3. Die Terrorismus-Designierung
    Die USA haben Ansar Allah zeitweise als „Specially Designated Global Terrorist”-Gruppe eingestuft , was es für westliche Regierungen und Medien politisch schwierig macht, den Eigennamen zu verwenden — denn das käme einer gewissen Anerkennung gleich.
  4. Schlicht Gewohnheit und Trägheit
    Ein nicht zu unterschätzender Faktor: Journalisten und Redaktionen folgen einmal etablierten Konventionen. „Houthis” ist kürzer, einprägsamer und im westlichen Nachrichtenraum seit Jahren etabliert. Das hat eine eigene Logik jenseits bewusster politischer Entscheidung.

Fazit: Die Beibehaltung des Namens „Houthis” ist also nicht neutral — sie spiegelt eine Kombination aus historischer Trägheit, bewusster Delegitimierungsstrategie und der Weigerung wider, einer Bewegung, die der Westen mehrheitlich als Feind betrachtet, den symbolischen Gewinn des Eigennamens zu gönnen. In der westlichen Welt werden sie schlicht abwertend „Houthi” genannt. ​​​​​​​​​​​​​​​„

Namu Amida Butsu

„Namu Amida Butsu“ ist das zentrale Gebet im japanischen „Reines-Land-Buddhismus“. Amida ist die japanische Form des Buddhas Amithaba.

„Namu Amida Butsu“ ist der Ausdruck der Hingabe und der Dankbarkeit, das „Reine Land“ betreten zu können. Ob jetzt schon oder erst wenn man gestorben ist, ist nicht ganz klar. Soll aber schön sein dort. Das Mantra bedeutet, sich Amida Buddha, dem Buddha des unendlichen Lichts und Lebens, anzuvertrauen.

Ob‘s da Elefanten gibt, ist eine kanonische Frage, die unter Anhängern Amidas umstritten ist (nee, das hab ich mir jetzt ausgedacht). Natürlich gibt‘s da Elefanten. Wir sind hier im Bereich des Traumes, des Zwischenzustandes, der Parallelrealitäten – da gibt’s alles, was der Geist manifestieren kann.

Tod durch Erhängen bei bestimmten Vergehen, aber nur für eine bestimmte Menschengruppe. Wie nennt man so etwas?

Dies ist ein Video des israelischen Faschisten Ben-Gvir, bis 2025 Innenminister des Netanyahu-Regimes, wie er mit seinen Anhängern den Umstand feiert, dass das israelische Parlament soeben die Todesstrafe exklusiv für eine Ethnie, nämlich die palästinensische, beschlossen hat.

Zukünftig können als Terroristen und Extremisten verurteilte Menschen in Israel zum Tod durch Erhängen verurteilt werden. Aber nur, sofern sie Palästinenser sind. 

Israel hält über 10.000 Palästinensern gefangen (darunter viele Frauen und Kinder) – die meisten davon ohne Anklage und Gerichtsverhandlung, oft unter menschenunwürdigen Bedingungen, permanenter Erniedrigung und Folter ausgesetzt. Das könnte bei der Anwendung der neuen Rechtsprechung auf eine ganze Menge Gehänge hinauslaufen. Vielleicht kommen die israelischen Behörden demnächst darauf, die nun möglichen Exekutionen auf eine effizientere, industriellere Basis stellen. Zum Beispiel Duschen, in die die Delinquenten geführt werden und in die man dann Nervengas einleiten könnte. 

Geschichtlich gesehen gab es schon andere Regierungen, die auf so etwas gekommen sind. Vermutlich ist dies der Grund für eine israelische „Rechtsprechung“, die die Todesstrafe ausschließlich auf eine Ethnie, eine bestimme Bevölkerungsgruppe, anwendet. 

Die Vorfahren derjenigen, die heute das kolonialistische Siedlerprojekt „Israel“ anführen, wurden nämlich einst als OPFER einer solchen Rechtsauffassung ins Visier der Staatsmacht (der deutschen, damals) genommen.

Merkwürdig ist es schon.