Der Regierungsführer trägt Sätze vor, die zur sofortigen Entlassung seiner Redenschreiber führen müssten. Wenn er sich diese peinlichen Schulhofgroßsprechereien selber ausgedacht hat, wäre eine umgehende Anmeldung bei einer wohlwollenden, aber konsequenten Psychologin fällig, die auf narzisstische Störungen in Verbindung mit nationalistischem Größenwahn spezialisiert ist.
Merz ist ein mental Magersüchtiger, der sich für einen Gorilla hält und an die eigene Hühnerbrust trommelt um eine Umgebung von ähnlich aufgestellten intellektuellen Hungerleidern zu beeindrucken.
In jeden Fall aber ist die Intelligenzbeleidigung, die verständige Menschen beim Anhören dieser peinlichen Selbstentblößung empfinden von einer Art, die den Einsatz eines Nagel-Clips erforderlich macht, da sie einem vor lauter Fremdscham die Fußnägel nach oben rollt.
Unabhängig, was man von dem Typen hält, in welchem politischen Lager man steht, ob man überhaupt grundsätzliche Kritik an der kapitalistischen Verfasstheit eines Standortes anzubringen hat oder (wie die Mehrheit) eben nicht – es gibt Kipp-Punkte im Leben der politischen Repräsentanten eines Staates, die den Point of No Return für den jeweiligen Politiker markieren.
Für den damaligen Kanzlerkandidaten Armin Laschet war dies eine Aufnahme seines fröhlichen Lachens, als er zu Besuch in den Ahrtal-Überschwemmungsgebieten war.
Für den jetzigen Kanzlerdarsteller Merz ist es sein Auftritt beim „Bürgerdialog“ in Salzwedel. Er dokumentiert, auf welche Art und Weise Merz einer krebskranken Frau begegnet.
Hier ist schon nicht mehr von unglücklicher Kommunikation zu reden; der Amtsinhaber zeigt sich in aller Öffentlichkeit, vor aller Welt, als der empathielose, zynische, gleichzeitig aber weinerliche und nur auf Selbstrechtfertigung bedachte Machthaber, der er ist. Vor allem aber zeigte er sich als dreister Lügner. Er lügt dieser Frau ins Gesicht mit einer Behauptung, die jeder mittels Sucheingabe bei Google durch die Fakten widerlegen kann.
Dieser Auftritt war der Kipp-Punkt, der die Kanzlerschaft des einstigen Blackrockangestellten erledigt hat. Ab jetzt stellt sich nur die Frage, wie lange die Bevölkerung diese unselige Figur noch ertragen muss und wann er entweder freiwillig abtritt oder durch die jetzt einsetzenden Intrigen und Schadensbegrenzungsmaßnahmen seiner Umgebung dazu gezwungen wird.
Ich stehe hier vor meiner Truppe wie eine grüne Anziehpuppe: Die Jacke – seid mal ehrlich – die macht mich echt gefährlich!
Von Wehr und Krieg bring ich euch Kunde und gucke grimmig in die Runde. Ich muss euch heute leider sagen: Der Iwan will uns an den Kragen!
Warum? Das ist doch wohl egal! So ist der Russe nun einmal! Und so wie damals will er jetzen unser Abendland besetzen!
Damit wir nicht erneut verlieren müsst nach Osten ihr marschieren! Ihr, und Raketen, Bomben, Drohnen – der Heldentod wird euch belohnen. Das Vaterland wird‘s euch gedenken und ein paar Ehrenmale schenken!
Ich gucke ernst, ich guck’ entschlossen: Ab übermorgen wird geschossen! Diese Jacke soll euch sagen: Es nützt nichts, sich noch zu beklagen! Jetzt heißt es: Kampf und Tod und Leichen! Bei euch, klar – nicht bei meinesgleichen!
Wir lassen aber eure Seelen sich nicht im Fegefeuer quälen: Die Kirchen werden für euch beten – Kanonenfutter, weggetreten!
Neues, hochkarätig besetztes Filmdrama geht in die erste (oder letzte??) Staffel: „FÜHRER OHNE VOLK!“
Berlin! Hauptstadt des Reich… en Deutschlands! Schaltzentrale europäischer Sicherheitspolitik, pulsierendes Herz der wertebasierten Verteidiger von Demokratie und Menschenrechten an der OstFront!
Bei einem Blitzbesuch versichert der Kiewer Statthalter WOLLY SCHNEELENSKY Reichsverweser FRITZ FOTZ seine unverwüstliche Treue (gegen eine kleine Überweisung von 90 Milliarden Reichseuro).
Unser Mann in Kiew erwähnt die dringliche Notwendigkeit, den weißen Rittern der Ukraine in ihrem heldenhaften Abwehrkampf gegen den russischen Steppenbewohner weiter und vor allem finanziell beizustehen!
Der schneidige Deutsche, ein Stratege und Kommandeur alter Schule, lässt sich nicht zweimal bitten, weist den zwar nützlichen, aber zuletzt unglücklich agierenden Statthalter jedoch unmissverständlich darauf hin, dass auch Deutschlands Großmut Grenzen hat!
Irgendwann sind Gegenleistungen fällig für die Hilfe des Reiches an das ukrainische Protektorat, das erst kürzlich wieder voll unter die Fittiche des Reiches kam – nachdem der amerikanische Plutokrat es lange – VIEL zu lange! – alleine ausgesaugt hatte!
Zwei wütende verlassene Geliebte tun sich zusammen, um den starken und reichen Ex unter die Erde zu bringen – und ihn vorher um möglichst viel seiner Stärke und seines Reichtums zu prellen!
Wie wird diese spannende geopolitische Liebesgeschichte weitergehen? Wie wird sie enden? So wie immer? Da sei der Russe vor!
Wird das Manöver der beiden abgehalfterten Matronen gelingen oder ist es schon zu spät??
All das und noch viel weniger in unserer nächsten Ausgabe, wenn es wieder heißt: „FÜHRER OHNE VOLK!“ und „DER RUSSE, DER RUSSE! ER MACHT UNS NUR VERDRUSSE!“
Deutsche! Seid beruhigt und froh! Es führt euch an: Pinocchio! Und wenn er zu euch spricht, dann gerne im Gedicht:
„Ich zieh die Uniform mir an! Dann bin ich endlich mal ein Mann! Kein schmalschultriger Witz, kein Blackrock-Zahlenfritz!
Ich mach auf Krieg und Militär – Das freut die Kapitale sehr, die daran gut verdienen. Da strahlen ihre Mienen!
So steh ich da und rede Blech: Dass Deutschland stark, der Russe frech und wir ihn bald besiegen. Nicht wie in and’ren Kriegen wo uns das Russenpack besiegte – darum meine Jack‘! Sie soll euch klar und deutlich zeigen dass wir DIESMAL nicht vergeigen!“
Deutsche! Weggetreten! So! Es sprach zu euch Pinocchio!
In München bei der MSC trifft sich die Epstein-Bourgeoisie. Als erstes spricht der Fotzenfritz zum Publikum das vor ihm sitzt:
Der Russe muss, so sagt der Mann, bis zur Erschöpfung Kontra kriegen, so lange bis er nicht mehr kann, erst dann, so Fotzenfritz, gibt‘s Frieden.
Man wäre schon ein gutes Stück auf diesem Wege vorgerückt, doch bräuchte es noch etwas Zeit, bis Putin und sein Russenheer mit seufzendem „Ich kann nicht mehr!“ zur Kapitulation bereit.
Solch feuchte Nazifantasien sieht man durch Fritzens Rübe ziehen. Er macht auch gar kein Hehl daraus: Der Russ‘ ist ihm ein rechter Graus –
Das liegt in Friedrichs family: Schon Opa J.P. Sauvigny war damals mit den Wehrmachtshorden vorn mit dabei beim Russenmorden.
Sein Enkel Fritz möcht‘ heut vollenden was mit des Opas Heldentaten letztlich doch nicht hingeraten. Fritz will jetzt die Geschichte wenden
Und Russland so lang drangsalieren, bis es erschöpft an Geist und Herz, bis Putin sagt: „Mist, wir verlieren! Wir unterschätzten diesen Merz!
Lasst uns die SMO vergessen, wir können uns mit ihm nicht messen, und mit Europas stärkstem Heer, der unschlagbaren Bundeswehr!“
So träumt und redet Fotzenfritze. Wer von euch denkt, ich mache Witze, hör‘ selbst, wozu der Blackrocknarr sich wieder nicht zu schade war:
Es wurde überall gesendet, und kräftig wurd‘ Applaus gespendet von der Elite, die dort saß und diesmal keine Babys aß –
Dafür war heute keine Zeit, es ging ja um die Sicherheit – um die der Epstein-Bourgeoisie, die ihr gefährdet scheint wie nie:
Schuld ist der Kremlfürst gewesen, der – unterstützt von dem Chinesen – die schöne Ordnung uns‘rer Welt ganz grundsätzlich in Frage stellt, indem er frech uns‘re Geschäfte blockiert durch Militärstreitkräfte.
Doch in dem Sumpf der Ukraine kommt er auf die Verliererschiene, wenn wir nur immer weiter Waffen und üppig Geld nach Kiew schaffen!
So faselt das Blackrock-Genie, Hofnarr der Epstein-Bourgeoisie, realitätsfremd, abgehoben, kriegsbefördernd und verlogen, vor einem Pulk von seinesgleichen. An der Ostfront rotten Leichen. „Mehr davon!“ sagt Kanzlermann, „Bis der Russe nicht mehr kann!“
„Armutsgefährdet ist nach der Definition der Europäischen Union, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Äquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung zur Verfügung hat.
Dieser Wert lag für Alleinlebende in Deutschland 2025 bei 1.446 Euro netto im Monat, für aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern bestehende Haushalte bei 3.036 Euro. (…)
Etwa 13,3 Millionen Bundesbürger lagen mit ihrem Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze.“
Die „Rheinische Post“ meldet pflichtschuldig die Erbauungspredigt des Blackrockkanzlers, der seinem Volk schon wieder harteZeiten und ganz viel „Zusammenhalt“ verspricht. Ich fühle mich bemüßigt, das Kanzlersprech in Normaldeutsch zu übersetzen:
„Hallo Volk, du musst ab sofort noch mehr als ohnehin schon für uns bluten, stell dich schon mal drauf ein. Demnächst dann auch nicht mehr nur im übertragenen Sinne, durch Verarmung, Rückbau öffentlicher Daseinsvorsorge und immer schärferer Ausbeutung am Arbeitsplatz.
Nee, Volk, das ist erst das Vorspiel. Wir haben vor, dich in einen Krieg gegen Russland zu schicken, also einen echten. Darum führen wir die Wehrpflicht wieder ein – wir wissen ja, dass du im Leben (haha) nicht daran denkst, freiwillig für uns zu kämpfen und zu sterben. Deshalb muss ein bißchen Zwang schon sein; im Zusammenspiel mit der Gruselgeschichte vom aggressiven, expansionswütigen Russen (die du uns zum Glück ja abkaufst – darüber lachen wir uns immer noch schlapp) wird das schon klappen.
Aber du hast uns ja auch schon die Fantasy-Erzählung von der – hehehe, ich kann‘s echt nicht glauben, aber so blöd bist du wirklich! – „demokratischen Ukraine“ abgenommen und nicht gemuckt, als wir mit Milliarden und Abermilliarden die dortigen Oligarchen und ihre Nazi-Armeen aufgerüstet haben. Ja, ok, ist nicht so schön, dass die Jungs das so offen raushängen lassen mit ihren SS-Tattoos, ihren Fackelmärschen und ihrem manchmal etwas groben Massakrieren – aber, hey, es sind ja schließlich RUSSEN, die sie massakrieren, und das macht sie doch irgendwie zu UNSEREN, also zu GUTEN Nazis, versteht du? Hätte jedenfalls mein Opa auch so gesehen.
Tja, Volk, das wollte ich mal gesagt haben zum Jahresausklang. Du kriegst es ja sowieso schon mit, dass insgesamt Schluss mit lustig ist in Deutschland, und bevor du wieder maulst und am Ende die Falschen wählst, nämlich die Nazis von der AfD, wollte ich mal Klartext mit dir sprechen.
Schon damit du da nichts durcheinander bringst: Nazis HIER sind nämlich bäh, das musst du dir merken. WER Nazi ist, erklären wir dir von Fall zu Fall. Nazis in der Ukraine dagegen sind gar keine, das musst du kapieren, und wenn sind‘s gute Nazis, also Demokraten.
So, ich muss jetzt in meinem Flieger und noch ein bißchen mit den Kumpels von Blackrock und Rheinmetall feiern, Sylvester ist ein guter Anlaß, obwohl wir im Grunde am Dauerfeiern sind, haha. So fett verdient haben wir lange nicht, und es wird immer nur noch besser – also, für UNS, deine Herren, klar. DU, liebes Volk, musst dich dafür halt ordentlich am Riemen reißen, den Gürtel enger schnallen und all die Härten ertragen, die wir dir einrichten.
Glaub mir, Volk, das kriegst du hin! Du erhältst dafür eine Gratis-Dauerhass-Sendung und ein Feindbild vom Feinsten, alles umsonst! Sowas gab’s in Deutschland seit fast hundert Jahren nicht mehr, da kannst du STOLZ drauf sein! Das ist überhaupt das Wichtigste: dass du STOLZ bist, dieser großartigen Nation anzugehören, die unsere Werte endlich wieder gegen die Bedrohung aus dem Osten verteidigt!
Unsere Werte sind in meinem Fall in festverzinslichen Aktienpaketen und Immobilien angelegt (haha, kleiner Scherz) aber Ernst beiseite: du weißt, wir wissen, du weißt dass wir wissen, dass das ganze Werte-Gerede sowieso nur der Lippenstift ist, den wir dem Schwein der Profitabilität verpassen. Reden wir also nicht um den heißen Brei herum: ihr werdet demnächst sterben in dem Krieg den wir euch befehlen, und wir werden dabei reicher und mächtiger. So war‘s schon immer, so soll‘s auch bleiben!
In diesem Sinne ein frohes und ertragreiches neues Jahr!“