Draußen ist es heiß und schwül
In der Kirche ist es kühl
So mancher hat in Hitzestunden
Im Kirchenschiff zu Gott gefunden
Doch sanken dann die Tempraturen
Ging der Glaube schnell verluren.








In der Hitzehölle unserer Dachwohnung, die wir das Glück haben, im linksrheinischen Düsseldorfer Edelviertel Oberkassel bewohnen zu dürfen (für teures Geld natürlich), sind die alten Fenster inzwischen vom Verschleiß im Mitleidenschaft gezogen.
Diejenigen Fenster, die zur Südwestseite zeigen – die also die meiste Sonne abkriegen – lassen sich nur noch sehr schwer, oft nur mit allerlei Tricks, und manchmal überhaupt nicht mehr öffnen. Undicht sind sie zum Teil auch noch. Immerhin schickt die Hausverwaltung auf unsere Beschwerde hin umgehend einen Handwerker, der sich der Sache annehmen soll.
Dieser – ein sympathischer bosnischer Serbe – untersucht die Problemfenster von vorn bis hinten, von innen und von außen, wobei er sich lebensgefährlich mutig auf die Dachschräge begibt, und zieht dann sein Fazit: „Da ist nichts mehr zu machen. Da fehlen Teile; die sind auch einfach zu alt, diese Fenster. Die müssen ausgetauscht werden und zwar vor dem Winter.“
Er will alles dokumentieren und der Hausverwaltung beziehungsweise direkt den Eigentümern zur Kenntnis bringen. Denn diese sind diejenigen, die die aus ihrer Sicht unerwünschte Ausgabe zu stemmen haben. Während der Mann sein Handwerkszeug zusammenpackt, fachsimpeln wir ein bisschen über Ausgaben, Kosten und deren Bedeutung für die verschiedenen Gesellschaftsschichten.
„Das sind ja Adlige“ klärt er mich auf, „Die haben viele Häuser; ich bin bei dreien davon beschäftigt, da gibt’s immer was zu tun. Die haben schon ganz schön hohe Kosten…“
Diese Art, sich den Kopf der Grundrente beziehenden Eigentümerklasse zu zerbrechen, kann ich nicht unwidersprochen lassen: „Naja, die haben Kosten, vielleicht manchmal auch hohe – aber die haben sie, weil sie hohe Gewinne machen wollen mit den Häusern!“
Das Haus, in dem wir wohnen, hat erst im vorletzten Jahr den Eigentümer gewechselt und gehört jetzt einer Familie, deren Einkommensgrundlage der Immobilienbesitz ist. Jede Ausgabe für die diversen Mehrfamilienhäuser, jede Investitionen in ihre Renditeobjekte, wird von den Besitzern marktwirtschaftsgerecht als Abzug vom Gewinn betrachtet.
„Klar haben die keine Lust, einen Großteil der jährlichen Miete, die sie von uns für diese Dachbude abkassieren, für neue Fenster auszugeben. Die wollen ja möglichst viel Geld verdienen mit ihrer Immobilie und möglichst wenig reinstecken…“
Der serbische Hsndwerker nickt zustimmend. „Die haben einfach andere Maßstäbe als Leute, die normal Geld verdienen. Die machen sich immer nur Sorgen wie sie ihr Gekd vermehren, nicht ob‘s reicht…“
Ich bin einigermaßen platt über die einfachen Worte, mit denen der Mann das Grundprinzip kapitalistischer Verhältnisse nahezu marxistisch auf den Punkt bringt. Die Arbeiterklasse weiß ziemlich genau, wie der Hase läuft! Sie weiß, wer in dieser feinen Welt des freien Eigentums stets der Gewinner und wer der Verarschte ist. Warum nur zieht sie nie die naheliegenden Schlüsse aus diesem Wissen?
Für einen Grundkurs in politischer Ökonomie und Klassenanalyse ist es aber definitiv zu heiß, und der Genosse Handwerker muss auch zu einem weiteren Einsatz.
Er bekräftigt nochmal, dass er die Gesamtsituation der Fenster in unserer Dachwohnung den Eigentümern zur Kenntnis bringen wird, wünscht mir alles Gute zum Überstehen der Hitze in der Wohnung (die er gerade eine Dreiviertelstunde lang selbst erleben konnte) und wir verabschieden uns freundlich.





Alexander Mercouris berichtet in seinen heutigen Podcast, dass es sich bestätigt hat, dass die „ukrainischen“ Drohnen, die für ein paar Schäden an den Tanklagern einer Moskauer Erdölraffinerie, hauptsächlich aber für medienwirksame dicke schwarze Rauchwolken gesorgt haben, tatsächlich mit zusätzlichen Benzintanks ausgestattet waren.
Grund: die bei dem Angriff verursachten Explosionen sollten extra-eindrucksvolle dunkle Rauchwolken für die kognitive Kriegsführung der NATO produzieren. Vor allem sollten sie aber dem leichtgläubigen und leicht beeindruckbaren US Präsidenten zeigen, dass mit der Ukraine weiter zu rechnen ist und dass deren fortgesetzte oder erneute Belieferung mit Kriegsgerät durch die USA sich lohnt.
Das ist die Art von Theatralik, mit der NATO und Ukro-Faschismus inzwischen versuchen, noch ein paar Punkte in dem für sie an allen Frontabschnitten verlorenen Krieg zu machen. Mit dem drogenabhängigen Penisklavierspieler, der der Kiewer Mafia vorsteht, haben die westlichen Drahtzieher des Kriege sicherlich die geeignetste Figur gefunden, die sich für solche Zirkusnumnern denken lässt.

Die Menschen im Reich des eitlen, aber knöchernen Königs Schwarzfels waren erschöpft von den immer neuen Auflagen, mit denen der dumme und grausame Herrscher sie überzog. Zudem plagte sie eine große Sommerhitze, so daß ihnen bald nicht nur König Schwarzfels, sondern die eigene Zunge zum Halse heraushing.
Nur nachts verschafften sie sich Erleichterung, verschwanden in den Zauberwald und verwandelten sich in allerlei Tiere. Sie hatten Ruhe vor den Zumutungen und den Häschern des hartherzigen Königs und vergaßen die Widrigkeiten des Lebens im Reiche des bösen Schwarzfels und seiner Spießgesellen für eine Weile. Der Wald, den sie durchstreiften, sobald das Zauberreich des Traumes seine Pforten öffnete, veränderte sich jedes Mal, wenn sie ihn betraten. Eines Nachts stieß eine Gruppe Freunde, angeführt von Uskari, dem neugierigen Mischlingshund, an der tiefsten Stelle des Waldes auf einen großen geöffneten Kühlschrank.
Weil sie in ihrer Tiergestalt wenig bis gar keine menschliche Logik besaßen, fragten sie sich garnicht erst, wie ein Kühlschrank mitten im Wald ohne Stromanschluß funktionieren konnte. Sie näherten sich neugierig und hofften, dass im inneren des leuchtenden Gesellen etwas Leckeres für jeden dabei sei. Das war aber nur begrenzt der Fall; das Stück Käse war schnell weggegessen, die Milch leergetrunken und mit den seltsamen Flaschen mit den Korkverschlüssen konnte niemand etwas anfangen.
„Das ist bestimmt wieder so ein Trick des bösen Königs!“ murmelte der Hase, der auf Karotten und anderes Gemüse gehofft hatte. Damit aber hatte er den Bann gebrochen, der die Tierkameraden im Zauberwald für die Dauer ihres Aufenthaltes die bedrückenden Verhältnisse außerhalb des Waldes vergessen ließ. Der Wald und alles mit ihm verschwand zischend wie ein Wassertropfen auf einer heißen Herdplatte und jeder fand sich alleine und in der nächtlichen Hitze schwitzend auf seinem Bett wieder, aufgewacht aus einem Traum, der zu kühl und freundlich war, um wahr zu sein.
Am nächsten Tag mussten alle wieder in der glühenden Sonne ihrer Fron nachgehen, angeleitet und überwacht von den Schergen des bösen Königs. Sie mussten ihre eigenen Häuser Stein für Stein abreißen und die Steine durch die sengende Wüstenhitze zur großen Baustelle schleppen, denn dort sollte eine gewaltige, waffenstarrende Feste entstehen. Die nächtlichen Waldbesucher waren von König Schwarzfels und seinem Hofstaat aus Schurken und Taugenichtsen nämlich dazu ausersehen, in die Schlacht zu ziehen, ob sie wollten oder nicht.
Es mehrten sich aber Groll und Hader unter den Waldbesuchern, denn auch die königstreuesten unter ihnen merkten, dass ihrem Dasein nach und nach die Freude und die Leichtigkeit genommen ward, vor allem aber konnten sie arbeiten soviel sie wollten und es reichte hinten und vorne nicht…

Die Frau so: „Der Ronaldo, der hat diese Reichenzähne. So wie der Klopp. Das sieht so künstlich aus… finde ich furchtbar!“
Jetzt wo sie es sagt – diese blendend weißen Porzellanzähne von irgendwelchen Celebrities oder von Leuten, die‘s sich leisten können, sehen tatsächlich extrem künstlich aus und machen dadurch erst recht darauf aufmerksam, dass sie künstliche Gebisse in der Schnüss haben. Irgendwie lächerlich.



Die Frau sitzt im heimischen Home-Office vor ihren finanzkapitalistischen Tabellen, Wichtig-Wichtig-Emails und -Videokonferenzen und sonstigen Zahlenakrobatikaufgaben, die ihre Tätigkeit als Controllerin so mit sich bringt; ich lungere auf dem Bett und döse zwischen gelegentlichen Checks von Weltmeisterschafts- und Weltkriegsinfo immer wieder ein. In unserer Dachwohnung ist es solide 28 Grad warm und außer gelegentlichen Gängen zum Klo oder zum Kühlschrank besteht keine Veranlassung, sich zu bewegen.
Wir sind beide von der Lohnarbeit ausgelaugt, erst recht unter den Umständen der derzeitigen Hitzewelle, und mehr als urlaubsreif. Urlaub allerdings muss in einer kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft teuer bezahlt werden, steht also nicht jedem als planbare Regenerationsoption zur Verfügung.
„Wir müssen bis Monatsende das Geld für den Urlaub überweisen!“ ruft die Frau überflüssigerweise aus ihrer Schaltzentrale im Arbeitszimmer, denn der Termin dieser bedrohlich näherrückenden Deadline ist mir natürlich bekannt. Das Problem ist, dass das für diese Zahlung veranschlagte Geld, ein mehrfach vierstelliger Betrag, erstmal in Form der jährlichen Lohnsteuerrückzahlung auf unser Konto eingehen muss.
Ein Anruf bei der IDL ist fällig. Dieser verdienstvolle Verein – die „Interessengemeinschaft der Lohnsteuerzahler NRW e.V.“ – wirft uns den jährlichen Rettungsring in das Haifischbecken des örtlichen Finanzamtes. Das Telefonat ergibt, dass man zwar die Unterlagen an das Finanzamt übergeben hat, allerdings weiß keiner, wie schnell dort gearbeitet wird und wann der Bescheid kommt. Der freundliche Mitarbeiter der Düsseldorfer IDL bietet jedoch an, im Finanzamt anzurufen („Lassen Sie mich das machen, ich hab da andere Möglichkeiten und spreche deren Sprache!“) und mir bis morgen den Stand der Dinge mitzuteilen – sofern er etwas rauskriegt.
Ich teile der Liebsten die Sachlage mit. Eine Controllerin schaut auf Kontostände und Zahlungsziele natürlich nicht wie das Kaninchen auf die Schlange, sondern leitet aus dem Stand schadensbegrenzende Maßnahmen ein. „Dann muß ich eben im schlimmsten Fall mein Konto überziehen, wenn das Steuergeld nicht rechtzeitig da ist“ konstatiert sie, und fügt an: „Also, ich buche keinen Urlaub mehr, bei all den Kosten, die jetzt überall anfallen! Ich genieße diesen Urlaub noch; aber das war‘s dann, für nächstes Jahr buchen wir da nichts mehr!“
Der Wechsel vom „Ich“ zum „Wir“ verdeutlicht, dass hier die Richtlinien der Fiskalpolitik für die gesamte gemeinsame Haushaltskasse abgesteckt werden. „Wir können dann ja mal zwei Wochen spontan irgendwo hinfahren, aber ein ganzer Monat Ostsee ist nicht mehr!“
Dann entdeckt sie mal wieder ein weiteres bisher ungenutztes Sparpotential: das Auto! „Das Auto ist ein Faß ohne Boden! Das kostet alleine an Versicherung über tausend Euro im Jahr!“ Ich sage lieber nichts; ich will ungern auf den Komfort des Pendelns mit dem eigenen Kfz verzichten, schaue aber vorsichtshalber auf rheinbahn.de schon mal nach den Verbindungen von zuhause zur Arbeit. Die Fahrplanauskunft bestätigt meine Befürchtungen: mit öffentlichen Verkehrsmitteln verlängert sich mein (einfacher) Arbeitsweg von zwanzig Minuten auf eine dreiviertel bis zu anderthalb Stunden – je nach Verbindung.
Ich spiele den Desinteressierten und bitte die Frau „Bring mir mal bitte so ein grünes Aloe-Getränk aus dem Kühlschrank!“. Sie holt es, bringt es mir ans Bett und kommentiert: „Das wird auch abgeschafft. Du bist im Unterhalt zu teuer. Du kriegst ab jetzt Leitungswasser zu trinken!“
Der fidele Spruch signalisiert mir, dass die Gelddramatik der Liebsten mitnichten den Humor verdorben hat. Und richtig: „Ich geh mal zu den Schwulen und besorge mir eine neue Körpercreme. Das brauch‘ ich jetzt, noch all den nervigen Geldsachen!“ „Die Schwulen“ sind die sympathischen und offen homosexuellen Betreiber der Parfümerie an der Ecke. Im Unterschied zum betont seriösen Inhaber der luxuriösen Teuer-Parfümerie an der ANDEREN Ecke (bei dem die Frau natürlich auch Stammkundin ist) führen sie ihr Business betont smart und zeitgemäß, streamen Kosmetik-Tips auf Instagram oder Facebook und sind insgesamt eine andere Generation von Geschäftsleuten.
„Bleib am besten auf dem Bett liegen und rühr dich nicht weg, da kannst du am wenigsten Schaden anrichten!“ zwitschert die merkwürdigerweise bestens gelaunte Gattin. „Ich geh jetzt spazieren und komm vielleicht nicht wieder!“
Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen und entgegne: „Alles klar, mach‘s gut! Sorg‘ bitte dafür, dass die Miete weiter überwiesen wird. Ich nehme mir dann eine Jüngere!“
Die Frau: „Haha. Meinst du, du kriegst noch eine ab?“
Ich: „Was denkst du denn? An jedem Finger fünf, wenn ich wollte…!“
Sie: „Ja? Wen denn? So Achtzigjährige, aus deinem Heim?“
Damit ist die Sache geklärt. – ich will gar keine andere, solange ich so offensichtlich die Richtige abgekriegt habe.

Diesen Artikel von Gerd Ewen Ungar zu den aktuellen Provokationen des deutschen Botschafters in Russland, Alexander Graf Lambsdorff, teile ich hier, weil er ziemlich gut etwas auf den Punkt bringt.
Nämlich das, was an dem neuen Großdeutschland nicht nur die Russen wieder an jene Zeiten erinnert, die am 22. Juni 1941 für Russland und die Sowjetunion begannen, mit dem Sieg über den Hitlerfaschismus endeten – und die jetzt als bizarre, bunt-divers-demokratische Karikatur, im Kern aber unverändert, in Berlin wieder beschworen werden.
Die beispiellose Frechheit des russischen Botschafters der BRD in Moskau, die anmaßende Belehrungen, die dieser Vertreter des deutschen Imperialismus dem russischen und den anderen Völkern der früheren Sowjetunion aufdrängt (und das alles unter der Devise „Wr haben unsere Vergangenheit bewältigt und erzählen euch jetzt, wie sie wirklich war“), ist nicht einfach nur als ignorante Unverschämtheit und kontrafaktische Leugnung des ukrainischen Bandera-Faschismus abzutun, sondern steht symbolisch und symptomatisch für den Kurs der Bundesregierung auf erneuten Krieg gegen Russland, inklusive der hochmütigen Übermenschen-Arroganz des zivilisierten Abendländers, der dem bolschewistischen Steppenbewohner verdeutlicht, dass Deutschland angetreten ist, ihm seine Irrtümer auszubügeln.
Man muss nicht die Meinung von Gerd Ewen Ungar teilen, dass Deutschland bereits wieder faschistisch ist. Dass es aber mit seinem Krieg nach außen (in der Ukraine) und nach innen (gegen die Armen und generell gegen Abweichler von der offiziellen Regierungspropaganda), der sich in Zensur, Überwachung, Verfolgung abweichender Meinungen und beispielloser Aufrüstung ausdrückt, auf einem guten Weg dorthin ist, dürfte außer Zweifel stehen.
https://freedert.online/meinung/283908-deutscher-botschafter-provoziert-zum-jahrestag

In den Medien der Epstein-Klasse wird unverhohlen jubelnd von einem „ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau“ berichtet, obwohl jeder (der es wissen will) weiß, dass es nicht die Ukraine ist, die diese Angriffe durchführt. Die Ukraine ist so sehr oder wenig der Angreifer, wie der Pfeil eines Bogenschützen „der Angreifer“ ist.
Die Drohnen entstammen europäischer Produktion, aus Gründen der „deniable plausibility“ gerne zum Teil auch in der Ukraine zusammengebaut. Die Zielfestlegung und -erfassung, die Satellitensteuerung und -lenkung ist ohne NATO-Beteiligung überhaupt nicht möglich. Nicht ohne Grund wird dieser Krieg des Westens gegen Russland vom amerikanischen European Headquarter in Wiesbaden aus gesteuert. Die Ukraine hat die Rolle des nützlichen und bereitwilligen Idioten, der für den Westen buchstäblich „bis zum letzten Ukrainer“ in den Stellvertreterkrieg gegen Russland zu ziehen (und zu sterben) bereit ist.
Das Triumphgeheul der westlichen Medien illustriert den Willen zum Krieg, dem die Epstein-Klasse kollektiv verfallen ist. Zwei Generationen nach der letzten Niederlage gegen Russland (damals als Sowjetunion) sind die Europäer unter deutscher Führung erneut bereit, sich Russland als Gegner vorzunehmen. Russland weiß, wer die Ukraine ausstattet, alimentiert, ihnen die Waffen gibt und die Ziele festlegt.
Unterdessen greift die NATO mittels ihrer ukrainischen Stellvertreterarmee nicht nur russische Raffinerien und Erdöllagerstätten für eindrucksvolle PR-Bilder an, sondern führt auch gezielte Terroranschläge auf ausschließlich zivile Ziele durch: Studenten in Schlafsälen, Fußballmannschaften in Bussen, Private Kfz auf Autobahnen und gewöhnliche Wohngebäude.
Russland weiß, wer der Angreifer ist. Wenn die ukrainische Armee auf dem Schlachtfeld besiegt ist (und dieser Zeitpunkt rückt gerade mit Riesenschritten näher), werden keine beeindruckenden Rauchwolken von brennenden Erdöltanks mehr der kognitiven Kriegsführung von NATO /Ukraine Fleißpunkte verschaffen. Wenn die NATO zu jenem näherrückenden Zeitpunkt noch nicht genug hat, werden die Rauchwolken über den Waffenproduktions- und Entscheidungszentren der europäischen Sponsoren des ukrainischen Nazismus zu sehen sein. Vielleicht schon vorher.

Ein Facebook-Profil namens „Der Kritiker“ postet folgende empörte Tirade (und illustriert sie mit dem oben abgebildeten Zeitungsausschnitt):
Merz schickt Unterschrift, Spahn schickt den Makler
Zwischen Chemo und Zwangsverkauf: Bürgernähe à la Union
von Christian Lukas-Altenburg ©®06/2026Das ist politischer Zynismus in Reinform.
Erst Friedrich Merz, der in einer öffentlichen Debatte einer schwerkranken Frau sinngemäß erklärt, das Bürgergeld sei doch großzügig genug und als Antwort auf ihre Bitte um Entschuldigung kommt eine Autogrammkarte. Nicht einmal ein persönliches Schreiben. Kein Wort des Bedauerns. Nur Hochglanzpapier mit Unterschrift. Bürokratische Empathie aus dem Copyshop.Weiterlesen
Dann Jens Spahn beziehungsweise sein Büro:
Der Hinweis, sie hätte ja eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können. Und wenn nicht? Dann eben Haus verkaufen.Natürlich. Warum auch nicht.
Schwer krank? Verkauf dein Elternhaus.
Existenzangst? Optimier dein Vermögen.
Krebstherapie? Vielleicht noch schnell einen Maklertermin zwischen Chemo und Behördenanträgen.
Das ist diese berühmte „Eigenverantwortung“, von der konservative Sozialromantiker so gerne sprechen, immer dann, wenn es um Menschen geht, die gerade am Abgrund stehen. Bemerkenswert ist dabei vor allem die politische Fallhöhe: Ein Staat, der Milliarden für Bankenrettungen, Rüstung und Unternehmenssubventionen locker macht, diskutiert bei einer krebskranken Frau darüber, ob sie nicht erst ihr Elternhaus liquidieren sollte, bevor sie Unterstützung verdient.
Das Signal dahinter ist brutal klar: Solidarität gibt es nur, solange du nicht teuer wirst. Und bei Spahn bekommt das Ganze noch eine zusätzliche Ironieschicht. Ein Politiker,dessen eigene Immobiliengeschäfte immer wieder Thema öffentlicher Debatten waren, lässt aus seinem Umfeld offenbar den Rat streuen, privates Eigentum doch bitte zur Existenzsicherung zu versilbern. Man könnte fast zynisch fragen: Sucht der Maskenmann vielleicht wirklich noch ein Objekt fürs Portfolio?
Denn genau dort liegt der gesellschaftliche Kern dieses Falls. Wer Bürgergeld, Krankengeld oder Erwerbsminderungsrente nur noch als lästige Kostenstelle betrachtet, verliert jeden Blick für Lebensrealitäten. Ein Haus ist nicht einfach Kapital. Es ist Erinnerung. Pflegegeschichte. Familiengeschichte. Sicherheit. Und ausgerechnet Menschen in Krankheit dann zu erklären, sie müssten „nur Vermögen mobilisieren“, ist die neoliberale Version von: „Hast du schon mal versucht, einfach gesund und reich zu sein?“
Die eigentliche Frage ist nicht, warum Silvia Dronsch wütend ist. Die eigentliche Frage ist: Wie weit hat sich politische Elite-Erzählung inzwischen von der Wirklichkeit entfernt, wenn eine krebskranke Frau erst öffentlich abgekanzelt, dann mit Autogramm abgespeist und anschließend ökonomisch abgewickelt wird? Das ist keine Kommunikationspanne mehr. Das ist ein Gesellschaftsbild.
Natürlich ein hervorragender Aufreger für Moralisten, die ihrem Lieblingssystem lauter Eigenschaften andichten, die dieses weder hat noch haben will (außer in Sonntagsreden und im Wahlkampf):
Sorge für die essentiellen Bedürfnisse der Bevölkerung, Hilfe in Lebensnotfällen, eine öffentliche Infrastruktur im Gesundheits-, Transport- und Wohnungswesen, die am Bedarf der Leute und nicht am Interesse des Kapitals interessiert ist…
Die Wunschliste ist lang, und keiner der Staatsidealisten wird irre daran, dass sich seine Ideale, wie „die da oben“ das Ganze handhaben sollten („und könnten, wenn sie nur wollten!“) immer nur als Wassertropfen auf einer heißen Herdplatte erweisen. Keiner von ihnen will etwas auf die politische Ökonomie kommen lassen, an deren Sachzwängen sich dieselben Ideale ein Leben lang blamieren.
Erst recht nicht käme er auf die Idee, dass die unabweisbaren Härten des Kapitalismus, die unbarmherzige Funktionalisierung und Zweckbestimmung der Lohnabhängigen als Anhängsel der Kapitalverwertung etwas mit eben dieser zu tun hat. Zu groß ist die eingepflanzte Ideologie, der indoktrinierte Glaube daran, dass die kapitalistische Wirklichkeit eine einzige unendliche Gelegenheit für CHANCEN ist, die man nur „ergreifen“ muss.
Die nahe liegende Schlussfolgerung – wenn etwas so offenkundig, dauerhaft und zunehmend dysfunktional beim normalen Lohnarbeiter nur Schäden verursacht, dann schafft man es eben ab und organisiert sich ein Leben/einen Staat/eine Gesellschaft, die die Prioritäten umkehrt und das Interesse der lohnarbeitenden Klasse ins Recht setzt, und zwar GEGEN das Interesse der besitzenden Klasse – wird auch von den Geschädigten der kapitalistischen Konkurrenz Gesellschaft abgetan als utopisch, illusionär, weltfremd, radikal und (schlimmstes aller Verdikte:) kommunistisch.
Ich muss sagen, dass es mir inzwischen schwer fällt, nicht in Sarkasmus oder Zionismus zu verfallen, wenn ich derlei Klagen höre oder lese. Die Realität scheint nur eins zu belegen: „Die dümmsten Kälber wählen sich ihre Metzger selber“.
Die Leute beklagen und beschweren sich, jammern, kritisieren – und dann wählen und unterstützen sie genau die Leute, die die beklagten Zustände einrichten und verschärfen. Mittlerweile in einem Ausmaß, in dem völlig unverhohlen und offensiv der kommende Krieg nicht nur ankündigt, sondern der Krieg und die dafür von den Leuten verlangten Opfer für NOTWENDIG erklärt wird.
Was soll man dazu noch sagen oder denken? Lauter gute Gründe für Kommunismus, ist meine Antwort. Aber die will keiner hören.

Die Revolutionäre hatten sich in einem abhörsicheren Keller versammelt, um die nächsten Schritte zu planen. Die Stunde der Entscheidung rückt immer näher.
Während die werktätigen Massen millionenfach auf den Straßen und in den Arbeitsstätten entschlossene erste Schritte zur Rätedemokratie und Volksherrschaft einleiteten, beriet die illegale Führung der Partei angesichts der überall mobilisierten Polizei- und Armeekräfte des Klassenfeindes über den richtigen Weg, ein Blutvergießen zu vermeiden. Ausserdem sollte auf Antrag des Parteibuchhalters diskutiert werden, warum alle Plakate und Losungen der Partei auf Russisch, in kyrillischer Schrift, verbreitet wurden und ob das nicht die Verankerung der proletarischen Vorhut unter den an lateinische Buchstaben gewöhnten Massen negativ beeinflussen würde.
Eben dieser Klassenfeind hatte, wie die erfahrenen, im Kampf gestählten Genossen natürlich wussten, in punkto Ränke und Schliche noch einiges in petto, was den revolutionäre Prozess sabotieren und schlimmstenfalls verhindern konnte und sollte.
Als mitten in den intensiven Beratungen über die Fortführung des begonnenen revolutionären Prozesses sich plötzlich eine etwa 30 cm hohe manierliche Maus im rosa Tütü auf dem Tisch manifestierte und zu tanzen begann, hatten die Vertreter des Proletariats naturgemäß sofort die Machenschaften der in ihrer Klassenherrschaft tödlich bedrohten Bourgeoisie im Verdacht.

War nicht der unerfahrene junge Genosse W., den das Zentralkomitee früher am selben Tag zum Einkaufen in den Supermarkt geschickt hatte, mit einem Wein zurückgekehrt, den er bei einem dubiosen Straßenverkäufer erstanden hatte? Und hatte derselbe Junggenosse nicht zur Erklärung etwas von „Zuverlässiger Genosse, absolut überzeugt von der Sache! Eigenes Weingut, schwört auf den Stoff – richtet revolutionäre Grüße an alle!!“ gemurmelt?
Und hatte nicht Altkader B., der zukünftige Volkskommissar für das Theaterwesen, schon beim ersten Toast auf die Erhebung der werktätigen Massen den merkwürdig aromatischen, herb-süßen Geschmack des Rebensaftes kritisch kommentiert?
All dies reflektierten die Revolutionäre, dialektisch geschult und messerscharf analysierend, und beschlossen per Akklamation, der bourgeoisen Tanzmaus keiner weitere Aufmerksamkeit zu widmen. Das war allerdings gar nicht so einfach, denn die Maus begann, schwingend und sich wiegend hin und her zu schunkeln und dabei mit durchaus angenehmer Stimme ein kleines Lied zu singen:
„Müht euch doch nicht so ab
ihr kleinen roten Racker!
Seid doch nicht so strenge
Ko-Ko-Korinthenkacker,
,Lasst doch endlich auch mal
Fünfe grade sein,
gießt euch stattdessen lieber
noch ein Gläschen ein!“
Die verdutzten Revolutionäre sahen er sich erst gegenseitig und dann die Maus an. Ein paar Sekunden lang herrschte erstauntes und befremdetes Schweigen. Dann begann die sonst am orthodoxesten argumentierende Genossin H. zu kichern und merkte leise an: „Also, eigentlich hat sie doch recht…“
Schon wollte sie die unterm Tisch stehende Weinflasche hervorholen und einen tiefen Schluck direkt aus der Flasche tun, als Parteiideologe G. nach seiner Baretta griff, Genossin H. anzischte „Genau doch das will die doch, merkst du das denn nicht?!“ und kurzerhand die Maus erschoss.
Das erwies sich allerdings als fataler Fehler, denn aufgrund der Tatsache, dass es sich bei der Tanzmaus um eine drogeninduzierte Halluzination handelte, erwischt die Kugel Genossin H. – zum Glück nur am Arm, aber die Notwendigkeit der medizinischen Versorgung der blutenden Schusswunde unterbrach die strategische Diskussion der Genossen.
Dadurch verzögerten sich die nächsten Schritte der extrem volatilen revolutionären Situation, die sich im ganzen Lande zu entfalten begann, bzw. fanden überhaupt nicht mehr statt – inzwischen begann die ganz offensichtlich dem Wein beigemischte Droge, sich auf Wahrnehmung, Konzentrationsfähigkeit und logisches Denken der anderen Anwesenden auszuwirken, das für den Erfolg der Revolution unabdingbare koordinierte Vorgehen zur Konsolidierung der Volksmacht brach zusammen, es fand kein – jedenfalls kein sinnvoller – Austausch mehr statt zwischen Parteiführung, Kadern und Volksmassen. So ergab sich, dass die revolutionäre Situation kam, vorüberging und schließlich scheiterte.
Was, nüchtern betrachtet, erneut belegt, dass auch auf kleinste Details geachtet werden muss, dass leichtfertiges Vertrauen in scheinbare „Freunde“ oder „Sympathisanten“ nicht angebracht ist und dass der berüchtigte Schmetterlingseffekt auch vor gesamtgesellschaftlichen Umwälzungen (und gerade vor diesen) nicht halt macht.