Gelegenheitsbeobachter der Dauer-Comedyshow „Politikszene BRD“

Meine Einstellung zur Politikszene in der BRD ist mittlerweile die eines Gelegenheitsbeobachters einer Dauer-Comedyshow.

Dabei habe ich weniger die abgehalfterten und erkennbar unlustigen Comedians im Auge als das bedauernswerte Publikum, dass diesen Clowns zuschaut und tatsächlich freiwillig bei der Show mitmacht.

Ich frage mich dann immer, wenn ich wieder mal solche Aussagen von Merz und den anderen Clowns, Lügnern, Betrügern, Heuchlern, Völkermordrechtfertigern, Naziverstehern usw. höre, sehe und lese:

„Wie gründlich wollt ihr euch noch verarschen lassen?
Was seid ihr noch bereit, an Lügen zu ertragen?
Wie verächtlich müssen diese Leute euch noch behandeln, bis ihr nicht mehr demütig die Mütze zieht, euch bückt und den Arsch darbietet, damit sie euch noch mal und noch kräftiger reintreten können?“

Und die unausgesprochene und ungeschriebene Antwort ist immer: „UNBEGRENZT!!“

Beschwerdebrief an die Boomer-Generation und (m)eine Antwort darauf

Ein „Plattenbauaristokrat“ schreibt auf X Folgendes:

Ihr Boomer, wir müssen mal Klartext reden.
Ihr seid die Generation, die sich benimmt, als hättet ihr die Welt erfunden, aber in Wirklichkeit chillt ihr in eurer Blase aus Nostalgie, Esoterik und Internetmüll und macht uns allen das Leben schwer. Euer Geheule über die Rente, eure Scheisstakes und die Telegram-Gruppen, in dem es tagtäglich ein übelstes kreisgewichse gibt, das ist nicht nur nervig, das ist eine Frechheit.

Fangen wir mit eurem Lieblingsthema an: die Rente. Ihr jammert, dass die nicht reicht, während ihr in euren Häusern sitzt, die ihr in den 70ern für einen Apfel und ein Ei gekauft habt. Damals, als man für einen Mittelklassejob noch eine Villa abstauben konnte. Ihr habt in Jobs geschuftet, wo man mit halbem Hirn Millionen scheffeln konnte, Beamter, Bankkaufmann, Autoverkäufer und so weiter. Und jetzt erwartet ihr, dass wir, die mit Praktika und Minijobs am Existenzminimum kratzen, eure Rente finanzieren? Im Ernst? Vielleicht sollten wir die Rente einfach abschaffen. Ihr habt doch eure Häuser, eure fetten Karren und eure Kreuzfahrten. Was wollt ihr eigentlich noch?

Und was ist mit euren Kindern? Oh Moment, die habt ihr ja kaum selbst großgezogen. Das haben Oma und Opa erledigt, weil ihr „keine Zeit“ hattet. Karriere machen, Schrebergarten, das war wichtiger. Jetzt, wo die Enkel da sind: „Nein, keine Lust, auf die Gören aufzupassen, wir wollen nach Bali!“ Klar, die Weltreise ist wichtiger als eine Stunde in der Kita. Aber wehe, wir Jungen beschweren uns, dann kommt der Spruch: „Zu unserer Zeit mussten wir hart arbeiten!“
Neuigkeit: Wir rackern uns auch den Hintern ab, nur ohne Aussicht auf ein eigenes Haus oder eine Rente, die mehr als einen Kaffee im Monat bezahlt.

Und dann euer Internetauftritt. Heilige Scheiße, Boomer, ihr seid die Krönung des digitalen Mittelmaßes. Mit euren KI-Profilbildern retweetet ihr auf Twitter jeden Unsinn, der euch vor die Nase kommt. Falschnachrichten über Corona, Impfungen oder den Ukrainekrieg? Zack, geteilt, weil es „irgendwie stimmt“. KI-Videos von sprechenden Katzen oder gefälschte Merz- oder Putin-Zitate? Ihr schluckt alles, weil es „im Internet steht“. „Habe ich gelesen!“ ist euer Lebensmotto, gefolgt von Links zu irgendwelchen „alternativen Medien“, die irgendein Typ in einem Keller in Badscheißhausen zusammenschustert. Und wenn jemand widerspricht? „WACHT AUF, SCHAFSCHAFT!!!“ in Großbuchstaben, weil Argumente ja überbewertet sind.

Die Boomerfraktion macht selbst vor ihrem eigenen Lager nicht halt. Die Idioten, die sich für besonders klug halten, aber eigentlich nur dem eigenen Lager Knüppel zwischen die Beine wirft. Statt sich konstruktiv einzubringen, kloppen sie ihre ewiggleichen Takes raus: altbacken, stumpf und völlig neben der Realität. Sie spielen sich auf wie große Strategen, haben aber weder Plan noch Taktgefühl. Mit ihrem Boomercharakter, ihrer Selbstverliebtheit und völligen Diskursinkompetenz zermürben sie das gesamte Vorfeld. Junge Leute, die sich engagieren wollen, verlieren komplett die Lust, weil sie ständig von diesen digitalisierten Stammtischgenerälen belagert werden. Was bleibt, ist ein Trümmerfeld aus Ego-Posts, unsäglichen Phrasen und der völligen Unfähigkeit, auch nur einen Millimeter über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

Dann das Coronathema? Oh Mann, eure Schwurblerphase ist immer noch Oscar-reif. Absolutes Aluhutverhalten: „Ich kenne da einen Arzt, der sagt, Impfen macht impotent!“ Klar, Dr. Fachmedizin in Podologie und Dr. Telegram sind ja die neuen Koryphäen. Während ihr euch in Telegram-Gruppen verkrochen und über „energetische Heilung“ oder „Quantenmedizin“ labert. Klimawandel wird auch durch absolute Qualitätsmedien und alternative Nachrichten komplett abgedeckt. „Gab es immer schon!“, sagt ihr. Klimaleugnung ist bei euch kein Hobby, das ist eine Religion, mit Quelle sein Vater.

Und dann Beate und Inge, die Telegram-Administratorinnen. Die beiden spammen ihre Gruppen voll mit Katzenmemes, die keiner lustig findet, Panikmeldungen wie „Gift im Joghurt!“ und Tiraden über „die da oben“. Beate schickt Inge einen „Artikel“ über „die Wahrheit hinter Corona“ und Inge haut das in 47 Gruppen, inklusive Strickzirkel und Nachbarschaftswache. Das Internet ist für euch kein Werkzeug, sondern eine digitale Kneipe, wo ihr eure Verschwörungstheorien und Katzenbilder hin- und herschiebt und alles vollmüllt.

Internationale Konflikte werden auch sehr gut abgedeckt. Ukrainekrieg? „Alles die Schuld der NATO!“, sagt ihr, während ihr RT retweetet und „alternative Medien“ aus Moskau zitiert. „Putin ist wenigstens ein Mann mit Rückgrat! Nicht so ein weichgespülter Quotenpolitiker wie bei uns. Der schützt sein Land!“
(Dabei null Verständnis für Demokratie, Völkerrecht oder Pressefreiheit, aber dafür Respekt für „starke Männer“.)

Und ja, klar kann man Themen wie Corona, den Klimawandel oder auch internationale Politik hinterfragen, das ist sogar wichtig. Aber ihr treibt es so maßlos auf die Spitze, dass am Ende nichts als kompletter Müll aus euch rauskommt. Ihr stellt keine Fragen mehr, ihr glaubt einfach an jeden Quatsch, solange er irgendwie gegen „die da oben“ geht.

Fassen wir zusammen:
Boomer heulen über Rente, pennen im geerbten Haus, lassen Enkel von Oma großziehen. Retweeten Falschnachrichten auf Twitter, glauben KI-Videos und Corona-Schwurbler. Beate und Inge spammen Telegram, während sie den Klimawandel leugnen.
Die Lösung? Rente streichen und Internetführerschein zur Pflicht machen.

Ihr hattet eure Zeit: günstige Häuser, fette Jobs, eine Welt, die euch den roten Teppich ausgerollt hat. Aber statt uns etwas weiterzugeben, hängt ihr in eurer Blase aus Nostalgie, Esoterik und Internetscheißhaufen.
Zeit, Telegram dichtzumachen, die Enkel abzuholen und euch zu fragen:
Habt ihr es wirklich so gut gemacht?
Wir müssen jetzt den Scheißhaufen aufräumen, den ihr hinterlassen habt.

Das fordert mich zu einer Antwort heraus:

Peinliches Gezeter eines verbitterten Bürschleins aus der Riege der „Gen Z“ oder der „Millennials“. Und zwar eines Bürschleins, das überfordert ist von der erbarmungsloser gewordenen kapitalistischen Konkurrenz, die die neoliberalen Verwüstungen in der Gesellschaft und den Köpfen der Leute angerichtet haben, so dass es sich jetzt weinerlich beklagt, dass es nicht den Arsch nachgetragen bekommt.

Die Weinerlichkeit kleidet sich in flachsinnige Hate speech gegen „Boomer“, die aus Sicht dieses Bürschleins alle in (für ihn) unerreichbarem Komfort leben, weil sie halt unverdienterweise das Glück hatten, in den kurzen Jahrzehnten der kalter-Krieg-bedingten kapitalistischen Blüte der Nachkriegszeit aufzuwachsen und den größten Teil ihres Berufslebens dort verbringen konnten.

Solche Rants sind das mentale Erbrechen von Leuten, die von Eigentumsverhälrnissen und Klassenkämpfen, von politischer Ökonomie und vom Imperialismus nichts hören und nichts wissen wollen – sonst würden sie aus ihren teilweise korrekten Beobachtungen nicht lauter falsche Schlüssen ziehen. Sie würden sich nicht eine bestimmte Generation innerhalb des Kapitalstandortes zum Gegener wählen, sondern diejenigen, die ihnen (und allen, inklusive den „Boomern“) die Suppe einbrocken, die sie alle auslöffeln müssen. Und das sind nicht die „Boomer“, sondern die herrschende Klasse, also diejenigen, denen die Produktionsmittel und die kapitalwirksamen Vermögen hierzulande gehören.

Die Klage des „Plattenbauaristokraten“ bezieht sich nicht auf die Suppe, die er auslöffeln muss, sondern darüber, das er einen kleineren Löffel abbekommen hat als die Generation vor ihm. Und das ist dumm, weil er so NIEMALS etwas an seiner Situation ändern wird. Und vermutlich will er das auch gar nicht, denn auf diesen feinen Kapitalismus lässt er nichts kommen – er beschwert sich bloß, dass er IN IHM nicht so zum Zuge kommt, wie er‘s von seinen Eltern kannte.

Trotzdem sind seine Ausführungen in den beobachteten Zuständen mitunter zutreffend, was die WIRKUNGEN der knapp 25 Jahre kapitalistischer Prosperität betrifft, in denen die Krümel vom Tisch der Bourgeoisie etwa üppiger als sonst zu den Lohnarbeitern herunterfielen.

Die bräsige, selbstzufriedene ideologische Bierbäuchigkeit der Generation, die jetzt in Rente geht, hat auch mich – als Teil dieser Generation – schon immer abgestoßen.

Ja, Plattenbauaristokrat“, auch das gibt‘s: „Boomer“, die schon in deinem Alter die ganze Scheisse kritisiert haben und nichts mit dem idiotischen Hamsterrad von Schaffe-schaffe-Häusle-baue und selbstsüchtiger Anpassungsleistung an kapitalistische Verhältnisse zu tun haben wollten.

Dafür sitzen wir jetzt mit Armutsrenten deutlich unter tausend Euro in Buden, die wir gerade so mit Wohngeld und Grundsicherung leisten können und gehen bei Bedarf Flaschen sammeln, du kleiner schlaubergernder Rentnerhasser. Wer es irgendwie körperlich noch schafft, geht lohnarbeiten, um über die Runden zu kommen.

DAS ist dein feiner Kapitalismus, über den du kein Sterbenswörtchen verlierst, weil deine Obrigkeit auch deinen überschaubaren Verstand auf Konkurrenz und das Madigmachen anderer Gruppen der Gesellschaft konditioniert hat, damit Aubeutung, Verarmung und Kriegsvorbereitung ungestört weiter voranschreiten kann.

Und bis du das kapierst und dich mit uns alten Säcken zusammentust, um diejenigen loszuwerden, die uns diese Scheiße aufdrücken und uns in jeder Generation zu abhängigen Variablen ihrer Profitabilitätsberechnungen machen, solange erlaube ich mir, dich ein lächerliches Würstchen einer verzärtelten Generation von Luschen zu nennen, das fälschlicherweise meint, es würde mehr arbeiten als die Generationen vor ihm, nur weil weniger bei raus kommt.

Lies Marx, Engels, Lenin und Stalin, du Traumtänzer, und dann lies dir nochmal deinen Anti-Boomer-Aufsatz durch. Er wird dir so peinlich sein, das du vor Cringeness im Boden deiner Studentenbude versinken wirst.

Außenminister Wadephul fragt (nicht), ich antworte (trotzdem)

Hannsi „Knitterface“ Nasepuhl, Nachfolger von Annalena Baerbock und diplomatisch betrachtet der nahtlose Übergang zu einer noch katastrophaleren „Außenpolitik“, besucht das neonazistische Regime in Kiew und schwört den Geistesverwandten im Bandera-Staat mal wieder im Namen Deutschlands unverbrüchliche Treue und Waffenbrüderschaft.

Anschließend rühmt die bellizistische Fehlbesetzung im Auswärtigen Amt den Einsatz des ukrainischen NATO-Rammbocks gegen Russland und betont, wie sehr BRD und „Ukraine“ beim Russenbekriegen an einem Strang ziehen:

Das kann ich als Bürger, der die Entscheidungen dieser Kriegsprediger auszubaden hat, nicht unkommentiert stehen lassen:

Mut wobei?

Beim Menschen verbrennen und erschießen (Odessa, 2. Mai 2024 – Täter bekannt und bis heute nie zur Verantwortung gezogen)?

Beim Bombardieren der russischen Bevölkerung im Donbas ab 2014?

Bei der landesweiten Errichtung von Statuen für die Kriegsverbrecher und NS-Kollaborateure Bandera und Schuchewitsch, den heutigen NATIONALHELDEN der Ukraine?

Und Widerstandskraft wogegen?

Gegen jede Diplomatie zur Beendigung des Stellvertreterkrieges gegen Russland?

Gegen die sogar in der Ukraine gesetzlich verankerte Verpflichtung, Angehörigen gefallener Soldaten eine Entschädigungssumme zu zahlen?

Gegen das Völkerrecht, das die terroristische Angriffe auf die Zivilbevölkerung, die das Wesen der „hybriden Kriegführung“ des Kiewer Regimes ausmachen, verbietet?

Die Kollaboration der Bundesregierung mit dem neonazistischen Regime in Kiew, dessen Bewaffnung und Alimentierung, wird mehrheitlich von der Bevölkerung der Bundesrepublik abgelehnt.

Außenminister Wadephul, bekennender Russlandhasser („Russland wird immer unser Feind sein“) ist mit seinem Bellizismus und der Komplizenschaft mit dem korrupten Regime des illegitimen Kiewer Machthabers eine akute Gefahr für Deutschlands Sicherheit.

Wadephul und die Bundesregierung führen Deutschland in einen Krieg gegen Russland hinein, anstatt das Gespräch und den Ausgleich mit der Macht zu suchen, die die deutsche „Wiedervereinigung“ erst möglich gemacht hat.

Seine aggressive und desaströse Anti-Diplomatie unterbietet sogar noch den bisherigen Tiefpunkt deutscher Außenpolitik unter Annalena „Wir sind im Krieg mit Russland“ Baerbock.

Er und die Bundesregierung haben uns Bürger als Geiseln genommen für ihre wahnwitzige Konfrontations- und Kriegspolitik.

Für den Frieden in Europa und das Überleben Deutschland kann (und muss) man nur hoffen, dass die derzeitigen Berliner Machthaber die Legislaturperiode nicht beenden und bald abtreten müssen.

Mr 5% und das Bedrohungsszenario: der Russe kommt!


„ Russland bedroht direkt auch unser Leben in Frieden und Freiheit in Deutschland“ (Hannsi „Knitterface“ Nasepuhl)

Nein. Es sind Wadephul und die Bundesregierung ,die direkt unser Leben in Deutschland bedrohen. Und da ist von „Frieden“ und „Freiheit“ noch gar nicht die Rede.

Diese Kriegstreiber in ihrer imperialistischen Berliner Bellizistenblase steigern sich jeden Tag weiter in ihren konfrontativen Fiebertraum eines Krieges gegen Russland hinein, und die gleichgeschalteten Medien sorgen für kopfnickende Zustimmung bei einer Mehrheit der indoktrinierten Fernsehdeppen.

Falls es ein „hinterher“ geben wird, will dann wahrscheinlich wieder keiner „davon gewusst“ haben.

Dann beginnt erneut die Vergangenheitsbewältigung, mal wieder mit der bewährten Trostpflastererzählung, dass – leider, leider – hier ein ganzes Volk von seinen Führern zu diesem wahnsinnigen Abenteuer verleitet wurde.

Dies würde nun aber ganz bestimmt nicht wieder vorkommen, man sei jetzt geläutert und überhaupt ganz demokratisch geworden…

…bis zum nächsten Mal.

Warum gibt es in Ländern mit von China finanzierter Infrastruktur mehr Staatsstreiche als in Ländern ohne solche Infrastruktur?

William Huo, erster Chefvertreter von Intel Corp. in Peking:

Wenn Sie wissen möchten, welche Länder als Nächstes für eine „Demokratisierung” durch einen Staatsstreich an der Reihe sind, schauen Sie nicht auf die Wahlergebnisse. Schauen Sie sich an, wer Verträge für chinesische Hochgeschwindigkeitszüge unterzeichnet. Es gibt ein Muster.

Thailand. Chinesische Eisenbahn von Laos nach Bangkok? Grünes Licht. Bauarbeiten im Gange. Plötzlich: reformistisches Chaos, Gerüchte über einen Militärputsch und eine US-Botschaft von der Größe eines Fußballstadions in der Hauptstadt. Das ist kein Zufall. Das ist eine rote Flagge mit einem QR-Code.

Myanmar. China unterzeichnet den China-Myanmar-Wirtschaftskorridor. Dazu gehören Eisenbahn, Häfen und Pipelines. Innerhalb weniger Monate: ein Putsch, westliche Empörung, Sanktionen und von der NED unterstützte Opposition, die die Medien überschwemmt. Gleiches Drehbuch. Andere Besetzung.

Pakistan. CPEC-Eisenbahn und Logistik. Milliarden in chinesischer Infrastruktur. Nächster Akt: IMF-Messer, wechselnde Premierminister, Enthauptungen in der Justiz. Kein einziger Panzer erforderlich. Nur Finanzkrieg in Nadelstreifenanzügen.

Kenia. Von China finanzierte Normalspur-Eisenbahn. Betriebsbereit und transformativ. Dann beginnt die Medienkampagne. „Schuldenfalle”. „Chinesischer Neokolonialismus”. Unterdessen schießen westliche NGOs und staatlich finanzierte Thinktanks wie Pilze aus dem Boden.

Laos. Chinesische Hochgeschwindigkeitsbahn zwischen Yunnan und Vientiane in Betrieb. Zu klein, um gestürzt zu werden, also werden sie sanft behandelt. Die Währung wird zerstört, „zivilgesellschaftliche“ Gruppen vermehren sich, und ausländische Berater steuern die Berichterstattung.

Es ist nicht nur eine Störung. Es ist chirurgisch. China baut Eisenbahnen. Eisenbahnen schaffen logistische Unabhängigkeit. Das schmälert den Einfluss der USA auf Häfen, Handelsrouten und regionale Engpässe. Die Reaktion? Ein Putsch mit anderen Mitteln. In jedem Fall sind Washingtons Fingerabdrücke leicht, aber unverkennbar. Die westliche Presse überschwemmt die Region. Die US-Botschaft wächst ins Unermessliche. NGOs wechseln von der Ausbildung von Baristas zum „Stärken der Demokratie“. Dann rollen die Panzer oder die Gerichte werden aktiv. Nennen wir es die Monroe-Doktrin für die Eisenbahn. In dem Moment, in dem eine Nation einen Vertrag mit China über den Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahn unterzeichnet, wertet das Außenministerium dies als Abtrünnigkeit. Infrastruktur bedeutet Ausrichtung. Ausrichtung ohne Erlaubnis ist Verrat. Die Strafe folgt.

Fragen Sie sich selbst: Warum gibt es in Ländern mit von China finanzierter Infrastruktur mehr Staatsstreiche als in Ländern ohne solche Infrastruktur? Warum sind „pro-demokratische“ Persönlichkeiten immer im Ausland ausgebildet, medientrainiert und kameratauglich? Weil sie keine einheimische Opposition sind. Sie sind Laufzeitskripte für geopolitische Sabotage. Ihre Aufgabe ist es nicht, zu regieren. Ihre Aufgabe ist es, zu spalten, zu provozieren und eine Eskalation herbeizuführen, die den nationalen Zusammenhalt zerstört. In Thailand passte die Move Forward Party perfekt in dieses Schema. Harvard-Lebenslauf, antimonarchistische Parolen und ein Medien-Heiligenschein. Sie sollte niemals führen. Sie sollte provozieren. Und das tat sie auch.

Die Hochgeschwindigkeitsbahn nach Bangkok war nicht nur Stahl. Sie war ein Signal. China grub sich ein. Die Reaktion der USA? Destabilisierung, getarnt als moralische Empörung. Genau wie in Myanmar. Genau wie in Pakistan. Wenn Sie also ein kleines oder mittelgroßes Land sind, das eine chinesische Eisenbahn in Betracht zieht, sollten Sie Folgendes wissen: Der Zug wird nicht das Einzige sein, was ankommt. Als Nächstes kommen die Erweiterung der Botschaft, die Proteste, die Drohungen des IWF und ein General, der seine Presserede einstudiert.

Das ist keine Verschwörung. Das ist Logistik. Und im 21. Jahrhundert ist Logistik Souveränität. Wer Ihre Eisenbahn kontrolliert, kontrolliert Ihre Richtung. Und Washington mag keine nicht genehmigten Ziele.