Wenigstens haben die durchweg hässlichen und grobschlächtigen (Ausnahme Musiala und Amiri) fußballerischen Repräsentanten des BRD-Imperialismus heute ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Es ist zu wünschen, dass das recht bald auch den politischen Charaktermasken dieses lernresistenten Volkskörpers so ergeht (Russland arbeitet angeblich schon dran).
Gut, wenn der nationale Größenwahn den verdienten Dämpfer verpasst bekommt, und wenn’s nur bei den Kickern ist.
Kaum etwas ist erfreulicher als die betretenen und beleidigten Gesichter der national kostümierten Narren, die um die hemmungslose Identifikation mit ihrer idealisierten Staatsmacht („Nation“) geprellt worden sind, kaum etwas unterhaltsamer als das ratlose Gestammel der „Experten“, die sich um ihr Recht auf deutsche Größe und Erfolge betrogen sehen und im Nachhinein immer schon alles vorher gewusst haben.
In den Medien der Epstein-Klasse wird unverhohlen jubelnd von einem „ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau“ berichtet, obwohl jeder (der es wissen will) weiß, dass es nicht die Ukraine ist, die diese Angriffe durchführt. Die Ukraine ist so sehr oder wenig der Angreifer, wie der Pfeil eines Bogenschützen „der Angreifer“ ist.
Die Drohnen entstammen europäischer Produktion, aus Gründen der „deniable plausibility“ gerne zum Teil auch in der Ukraine zusammengebaut. Die Zielfestlegung und -erfassung, die Satellitensteuerung und -lenkung ist ohne NATO-Beteiligung überhaupt nicht möglich. Nicht ohne Grund wird dieser Krieg des Westens gegen Russland vom amerikanischen European Headquarter in Wiesbaden aus gesteuert. Die Ukraine hat die Rolle des nützlichen und bereitwilligen Idioten, der für den Westen buchstäblich „bis zum letzten Ukrainer“ in den Stellvertreterkrieg gegen Russland zu ziehen (und zu sterben) bereit ist.
Das Triumphgeheul der westlichen Medien illustriert den Willen zum Krieg, dem die Epstein-Klasse kollektiv verfallen ist. Zwei Generationen nach der letzten Niederlage gegen Russland (damals als Sowjetunion) sind die Europäer unter deutscher Führung erneut bereit, sich Russland als Gegner vorzunehmen. Russland weiß, wer die Ukraine ausstattet, alimentiert, ihnen die Waffen gibt und die Ziele festlegt.
Unterdessen greift die NATO mittels ihrer ukrainischen Stellvertreterarmee nicht nur russische Raffinerien und Erdöllagerstätten für eindrucksvolle PR-Bilder an, sondern führt auch gezielte Terroranschläge auf ausschließlich zivile Ziele durch: Studenten in Schlafsälen, Fußballmannschaften in Bussen, Private Kfz auf Autobahnen und gewöhnliche Wohngebäude.
Russland weiß, wer der Angreifer ist. Wenn die ukrainische Armee auf dem Schlachtfeld besiegt ist (und dieser Zeitpunkt rückt gerade mit Riesenschritten näher), werden keine beeindruckenden Rauchwolken von brennenden Erdöltanks mehr der kognitiven Kriegsführung von NATO /Ukraine Fleißpunkte verschaffen. Wenn die NATO zu jenem näherrückenden Zeitpunkt noch nicht genug hat, werden die Rauchwolken über den Waffenproduktions- und Entscheidungszentren der europäischen Sponsoren des ukrainischen Nazismus zu sehen sein. Vielleicht schon vorher.
Ich habe heute Abend durch Zufall etwas mitkriegen müssen, was ich sonst tunlichst vermeide, nämlich die Nachrichten im staatlich kontrollierten Propagandasender der BRD. Ist so passiert, weil ich in das Spiel Spanien – Cabo Verde reingeschaut hatte; im Anschluss daran kam gleich die „Tagesschau“.
Wenn man seit Jahren entwöhnt ist von derlei Volksverhetzung und -verblödung, empfindet man dabei eine Mischung von Entsetzen und Amüsement, übergehend in Ekel, über die dümmliche und rotzfreche Chuzpe, mit der dieses Format sogenannte Nachrichten für die gleichgeschaltete Volksgemeinschaft aufbereitet.
Immerhin weiß ich jetzt, dass die aktuelle Sprachregelung für die imperialistischen Kernstaaten, die sich in den G7 versammeln, nicht mehr „die größten westlichen Industriestaaten“ ist, sondern jetzt „die größten DEMOKRATISCHEN Industriestaaten“ lautet. Damit ist dem bundesdeutschen Sofadeppen mit einem kleinen Adjektivwechsel untergejubelt, dass alles, was außerhalb der transatlantisch-imperialistischen Epsteinwelt wirtschaftsmäßig unterwegs ist, schon mal auf keinen Fall demokratisch sein kann. Im Gegenteil gehören Nicht-G7-Staaten im Zweifel zu den Autokratien oder – noch schlimmer – Diktaturen, gegen die wir zurecht gerade aufrüsten und Krieg führen oder zu führen beabsichtigen. China und Russland müssen gar nicht mehr erwähnt werden; der gelernte Staatsmedien-Konsument weiß, wer gemeint ist.
Die Vorlesetante hinter dem News-Pult befragt einen Vor-Ort-Journalismussimulanten nach Gesprächsthemen und möglichen Ergebnissen des G-7-Gipfels, speziell aber nach der Reaktion des „Regimes“ – damit ist die Regierung des Iran gemeint – auf Trumps großartigen Erfolg einer Vereinbarung, die den Krieg beenden soll.
Die lächerliche Masche, alles, was sich der imperialistischen Kriegsmaschine zu entziehen versucht oder tatsächlich dagegen opponiert, als Regime statt als Regierung zu bezeichnen, kennt man und überhört es als schmerzfreier Beobachter imperialistischer Propaganda schon fast automatisch – viel interessanter an der Meldung ist jedoch die komplett unkritische Parteinahme und Identifikation der „Tagesschau“-Redaktion mit dem US-Imperialismus und seinen europäischen Vasallen, die in diesem Fall einmal als Gesamtgebilde verstanden werden (sollen).
Dessen universal wohltätiges und vernunftgebotenes Interesse an einer gedeihlichen prosperierenden Weltwirtschaft wird nämlich, so suggeriert uns die „Tagesschau“, andauernd von irgendwelchen fiesen Mullahs, finsteren „Regimen“ und deren Hisbollanten, Hamassiten und sonstigen Allahu-Akbar-Proxies behindert und sabotiert, und zwar durch den naturgegebenen terroristischen Charakter, der diesen Gesellen zu eigen ist.
Dort unten ist jedenfalls wegen all dieser sinnlos bösartigen, also islamischen, vom Iran bewaffneten Freiheitsfeinde immerzu unsere freiheitlich-friedliche Weltordnung in Gefahr, was selbstverständlich einige sehr robuste Antworten erfordert. Diese werden vor allem von unserem amerikanischen Verbündeten gegeben, aber auch die einzige Demokratie im Nahen Osten, der tapfere kleine Judenstaat, ist gerne mit dabei, wenn es darum geht, den Araberhorden ringsum ihre angeborene Lust an Gewalt und Terror auszutreiben.
Ganz schlimm auch eine fürchterlich gruselige Truppe namens Hisbollah, die im Libanon unseren Lieblings-Holocaustopfern, den Israelis, das Leben schwer macht, weshalb diese den Libanon dauerhaft besetzen müssen, um eine Sicherheitszone zu schaffen. Die „Tagesschau“ präsentiert diesen Umstand als so grundvernünftig und keiner weiteren Diskussion würdig, wie wenn man kommuniziert, dass man sich mit Autan einreibt, wenn man in einem Mückengebiet wandert.
Wiederum verdutzt und befremdet die unverhohlene propagandistische Identifikation des staatlichen „Nachrichten“-Propagandaschlachtschiffes mit dem zionistischen Apartheid- und Völkermordstaat und seinen expansionistischen militaristischen Abenteuern.
Zwei-Minuten-Hass: russophobes Highlight der Tagespropagandaschau
Dann aber kommt das Highlight der heutigen Propagandisierung des Volkskörpers: die obligatorischen Zwei-Minuten-Hass gegen den Feind im Osten!
Dieser hat nämlich gestern Nacht – höchstwahrscheinlich aufgrund seiner grundlos bösen und gewalttätigen Russennatur, denn andere oder überhaupt IRGENDWELCHE Gründe für die russischen Angriffe mit Drohnen und Marschflugkörpern erfahren wir nicht – unsere demokratischen Helden in Kiew bombardiert und dabei eine Kloster-Kathedrale beschädigt, die UNESCO Weltkulturerbe ist, darum also für die „ukrainische Identität“ steht – behauptet jedenfalls die Tagesschau.
Tatsächlich ist die historische religiöse Stätte seit Jahren Verfolgung und krimineller Gewalt durch die Kiewer Machthaber ausgesetzt: orthodoxe Mönche wurden vertrieben, Priester inhaftiert, die Stätte wurde entweiht als Plattform für bekannte ukrainischen Nazis wie Dmitro Korchinsky sowie für militärische Zeremonien wie Medaillenverleihungen u.ä. genutzt. Die gestrigen Schäden wurden laut Auskunft russischer Stellen von Kiewer Streitkräften verursacht, entweder durch eine Luftabwehrrakete oder durch vorsätzliche Brandstiftung.
Solche Feinheiten interessieren natürlich die „Tagesschau“ nicht; sie zerrt stattdessen eine „Olexandra“ und eine „Natalja“, jedenfalls nachnamenslose Ukrainerinnen, vor die Kamera, damit sie die Sätze aufsagen, auf die es der Redaktion ankommt und die der Zuschauer wissen soll: Der Russe will die ukrainische Kultur zerstören! Er will die Identität der ukrainischen Nation eliminieren, denn eine Nation ohne Identität lässt sich einfacher auslöschen, beziehungsweise nach Russland absorbieren!
Nachdem so die dämonische Natur das russischen Untermenschen – hinterlegt von beschädigten und brennenden Kathedralenkuppeln aus allen Perspektiven – mal wieder eindeutig belegt ist, kommt noch ein bedenkenträgerischer weiterer „Tagesschau“-Journalismussimulant vor die Kamera. Dabei handelt es sich um einen deutsch-ukrainischen Hardcore-Propagandisten, den mit allen Wassern transatlantischer pro-ukrainischer Gehirnwäsche gewaschenen Wassili Golod, dessen Statements genauso gut direkt aus dem ukrainischen Präsidialbüro in der Bankova stammen könnten. Golod fasst alles noch mal in zwei oder drei einprägsamen Sätzen zusammen und ordnet es damit für den Staatsfunk-Konsumenten so ein, dass dieser die Propagandahäppchen gut verdauen und lange etwas davon haben kann: „Museen, Kulturzentren, Klöster – Russland greift verstärkt die Orte an, die für die historischen Wurzeln der Ukraine stehen…“
Wäre die „Tagesschau“ eine Nachrichtensendung und kein staatliches Propagandaorgan der kriegführenden BRD-Regierung, könnten wir tatsächlich Informationen erhalten über den gestrigen Luftschlag Russlands auf Kiew und andere Orte in der Ukraine.
Die Angriffe galten folgenden Zielen:
JSC „Kiewer Radarwerk“, das Komponenten für unbemannte Langstreckenflugzeuge entwickelt und herstellt sowie militärische Radarsysteme produziert und repariert;
einer Werkstatt für die Produktion und Einsatzvorbereitung (Einstellung) von Lang- und Mittelstrecken-UAVs auf dem Gelände des Dovzhenko-Filmstudios;
LLC „Unmanned Technologies“, die die groß angelegte Montage ausländischer Komponenten für Langstrecken-Angriffs-UAVs durchführt;
JSC „Mayak-Werk“, das Kampfkomponenten für UAVs und Startbeschleuniger für „Flamingo“-Marschflugkörper herstellt;
JSC „Burevestnik-Werk“, das Lang- und Mittelstrecken-UAVs sowie Radargeräte für die Streitkräfte der Ukraine herstellt;
LLC „Ukr Arm Tech“, die Kampfkomponenten (Munition) für UAVs und verschiedene Raketentypen montiert;
JSC „Kyiv Aggregate Plant“ und „Civil Aviation Repair Plant No. 410“, die Luft- und Raumfahrzeuge, Flugzeugturbostrahltriebwerke sowie Komponenten für Lang- und Mittelstrecken-UAVs herstellen;
JSC „New Mail Innovation Terminal“, das Dual-Use-Produkte liefert und lagert, unter anderem für die Herstellung von UAVs, Roboterkomplexen und elektronischen Kampfsystemen;
Darüber hinaus wurden Militärflugplätze in Wasilkow, Uman, Tscherkassy und Krasna Slobodka sowie territoriale Rekrutierungszentren in Kiew getroffen.
Eine Unterhaltung mit Claude über die Wechselwirkung zwischen verschiedenen Quantenfeldern, die sich in der Raumzeit überlagern und überhaupt erst das hervorbringen, was wir als Materie wahrnehmen, entwickelt sich in eine interessante Richtung. Theoretische Physik ist stellenweise so mystisch, dass man ganz trunken davon wird. Hicks.. äh: Higgs!
Ich:
Mich würde ganz grundsätzlich einmal interessieren, wer auf solche Gedanken kommt, wer diese Theorien aufstellt und ausarbeitet. Das ist für mich kaum nachvollziehbar. Also Elementarteilchen, sagst du, gewinnen ihre Masse dadurch, dass sie in eine Wechselwirkung mit dem Higgs-Feld Welt eintreten. Ich meine, wie kommt man auf so etwas? Welche Beobachtungen oder theoretischen Überlegungen bringen einen auf das Konzept eines weiteren Feldes, das dann auch noch den gesamten Raum oder die Raumzeit durchzieht…?
Claude so:
Was Felder überhaupt sind
Das ist der philosophisch spannendste Teil. In der Quantenfeldtheorie, die seit den 1940ern das grundlegende Rahmenwerk ist, sind Felder das Primäre, nicht Teilchen. Teilchen sind nur lokale Anregungen dieser Felder, so wie eine Welle kein eigenständiges Objekt ist, sondern eine Störung im Wasser.
Es gibt für jede Teilchensorte ein eigenes Quantenfeld:
Elektronenfeld
Quarkfelder (mehrere)
Photonenfeld (elektromagnetisches Feld)
Gluonenfeld
und eben das Higgs-Feld
Alle diese Felder durchziehen den gesamten Raum, überlagern sich, wechselwirken miteinander. Was wir als “Materie” wahrnehmen, sind Knotenstrukturen in diesen Feldern.Was das Higgs-Feld besonders macht: Es hat einen sogenannten Vakuumerwartungswert, es ist auch im leeren Raum nicht null. Alle anderen Felder sind im Vakuum im Grundzustand gleich null. Das Higgs-Feld “hängt” sozusagen dauerhaft auf einem erhöhten Energieniveau, und genau das ist der Mechanismus, durch den Teilchen Masse bekommen.
Woher kommt die Intuition dafür?
Das ist das eigentlich Verblüffende. Mathematiker wie Riemann oder Minkowski entwickelten geometrische Strukturen, ohne irgendeine physikalische Anwendung im Sinn zu haben. Jahrzehnte später stellte sich heraus, dass die Natur genau diese Mathematik benutzt. Einstein hat das für die Gravitation gezeigt, die Quantenfeldtheoretiker für den Rest.
Diese Physiker denken buchstäblich in Symmetriegruppen, Lie-Algebren, Lagrange-Funktionalen. Die Frage ist nicht “was beobachten wir?”, sondern “welche mathematische Struktur ist konsistent und schön genug, dass die Natur sie benutzen könnte?” Das klingt fast mystisch, ist aber empirisch erstaunlich erfolgreich.
Feynman hat das selbst so beschrieben: Er konnte physikalische Probleme bildlich sehen, als bewegte Strukturen im Raum, und die Mathematik war für ihn nur die Sprache, dieses Bild aufzuschreiben. Higgs hingegen war eher der klassische Mathematiker, der die Gleichungen führte.
Die tiefere Frage, die du implizit stellst, warum die Natur überhaupt mathematisch strukturiert ist, ist bis heute offen. Wigner nannte das 1960 “the unreasonable effectiveness of mathematics in the natural sciences”. Niemand weiß wirklich, warum das so ist.
In den letzten Wochen und Monaten macht sich nicht nur die gefühlte Teuerung verstärkt bemerkbar (man merkt es z.B. am Einkaufswagen, den man mit 100 Euro nur noch zur Hälfte füllt im Vergleich zu dem, was noch vor ein oder zwei Jahren dafür zu bekommen war), sondern eine Extra-Ausgabe jagt die nächste:
Die Nachzahlung der Nebenkosten geht ins fast Vierstellige. Die Nebenkostenvorauszahlung wird deswegen vom Vermieter gleich mal um zusätzliche 100 Euro im Monat angepasst.
Das Auto muss nicht nur über den TÜV, sondern hat diverse Macken, da die alte Möhre mittlerweile auch schon 17 Jahre hinter sich hat . Wieder ein niedriger vierstelliger Betrag dahin.
Meine eigene Blödheit bzw. lohnarbeitsbedingte Überarbeitung hat mich in den letzten 6 Wochen knapp 400 Euro Blitzer-Bußgeld gekostet.
Einige Bekleidungsstücke und Schuhe mussten neu angeschafft werden: 300 Euro dahin (bei mir), dies allerdings nur ein Bruchteil des Betrags, den die Liebste („Das MUSSTE ich einfach kaufen, sieht toll aus, oder?!“) für Betuchung investiert hat.
Inzwischen aber stellen wir fest, dass unsere Konten nicht nur viel schneller leer werden als früher, dass also „immer mehr Monat am Ende des Geldes übrig bleibt“, sondern dass der Geldabfluss jetzt dauerhaft den Zustrom übersteigt. Die Konten sind bis auf eine kurze Phase direkt nach Gehalts-, Lohn- oder Renteneingang fast permanent am Anschlag oder überzogen.
Das ist erstaunlich, denn laut KI stehen wir mit unserem kumulierten Haushaltsnettoeinkommen recht gut da:
„Euer Äquivalenzeinkommen liegt knapp oberhalb der Mittelschicht, also im Bereich der sogenannten “oberen Mitte” oder unteren Oberschicht.
Die Einkommensungleichheit in Deutschland, gemessen am Gini-Koeffizienten, beträgt laut aktueller Datenlage rund 0,31 für verfügbare Haushaltseinkommen. Auf der Verteilungskurve dürftet ihr in etwa im 75.–80. Perzentil liegen, also besser als rund drei Viertel aller Haushalte in Deutschland.
Fazit in der Praxis: Ihr lebt komfortabel über dem Median, habt keine finanziellen Engpässe bei normalen Lebenshaltungskosten, gehört aber nicht zur eigentlichen Einkommenselite (die erst jenseits des 90. Perzentils beginnt). Gerade im Rhein-Ruhr-Raum, wo die Lebenshaltungskosten moderat sind verglichen mit München oder Frankfurt, ist das eine solide, entspannte Ausgangslage.“
Die Frau, ihres Zeichen Diplom-Betriebswirtin und Controllerin bei einem internationalen Finanzdienstleister, sieht uns aber bereits mit einem Bein unter der Rheinknie-Brücke lebend und mit dem anderen am Hungertuch nagen. Sie läutet eine neue Zeit äußerster Haushaltsdisziplin ein und bestimmt, dass „ab jetzt die Moppen zusammengehalten werden!“
Sogleich lässt sie ihren Worten Taten folgen, erfaßt sämtliche Ausgaben in einem Haushaltsbuch, und verkündet mir schon nach ein paar Tagen, dass ihr die Augen geöffnet worden seien. Nämlich wie schnell das Geld weg geht und für wieviel Unsinn man es ausgibt. Vor allem aber dafür, wie teuer alles geworden sei! Deswegen würden hinfort nur noch die wirklich nötigen Dinge eingekauft, vor allem aber – das gilt mir – „kein Scheiß im Internet bestellt!“
Als armutserprobter Proletarier bin ich natürlich abgebrühter als die Liebste, habe mich aber zwischenzeitlich an das komfortable Mittelschichtsleben gewöhnt, in dem man fast immer finanziellen Spielraum hat und auch mal eben 50 Euro auf den Kopf hauen kann, ohne groß drüber nachzudenken.
Jetzt allerdings sind ganz neue Töne zu vernehmen seitens meiner berufsbedingt Controlling-affinen Gattin: das Auto ist ein einziger Kostenfaktor! Die Versicherung! Die Steuern! Der Unterhalt! Für den Urlaub könnten wir uns doch auch eins leihen und warum ich das Auto für den Arbeitsweg nutze, will sich ihr ebenfalls nicht recht erschließen – sie fährt ja auch per ÖPNV zur Arbeit, und ich hätte es doch viel kürzer als sie.
Jetzt wird’s also ernst und geht direkt an meine essentiellen Bequemlichkeiten: mit Bahn und Bus in die Pflegeeinrichtung fahren und – zusätzlich zu der Zumutung, mit streng riechenden Idioten unentrinnbar in stickigen Zügen und (noch schlimmer) Bussen eingepfercht zu sein – auch noch jedesmal zehn Minuten oder mehr zu den jeweiligen Haltestellen zurücklegen zu müssen? Das ist ein Dasein, das mir nicht erstrebenswert erscheint. Es gilt, dieses Disaster abzuwenden. Mein schwaches Gegenargument ist, dass so ein altes Auto doch noch vergleichsweise günstig sei. Wir sollten es doch fahren, bis es auseinander fällt, fände ich. Und außerdem müsse man wirklich keine Vollkaskoversicherung bei so einer alten Kiste bezahlen.
Damit beiße ich allerdings auf Granit bei meiner Liebsten, die ihre finanz- und betriebswirtschaftliche Expertise einem Versicherungskonzern zur Verfügung stellt: „Ach ja? Denk doch mal vor ein paar Jahren, als du den Wagen fast geschrottet hast. Hätten wir keine Vollkasko, hätten wir jetzt kein Auto mehr!“ Dem kann ich schlecht widersprechen. Ich hoffe, dass das Thema erstmal in Vergessenheit gerät und ich weiter mit dem Auto zur Arbeit fahre.
Aber auch sich selbst schont sie nicht, denn eine Controllerin hat vor allem sachlich, neutral und ohne Ansehen der Person zu agieren. Ihre Ausgaben für die Volksdroge Alkohol haben sich in letzter Zeit bereits deutlich reduziert (ich selber, habe ganz damit aufgehört), jetzt aber macht sie Nägel mit Köpfen oder hört sich jedenfalls so an: „Ich glaube, ich komm nicht drum herum: ich muss mit der Raucherei aufhören.“
Sie hat nämlich festgestellt, dass sie jeden Monat mehrfach dreistellig für die schädlichen Nikotinstengel ausgibt. Da ich diese Ankündigung allerdings seit vielen Jahren immer mal wieder höre, ist mein Glaube gering, dass dem diesmal Taten folgen werden. Immerhin ist Nikotin nicht nur eine Droge, die fest in Kreislauf und Stoffwechsel der Abhängigen eingebunden, sondern die eben auch eine Kompensation für alles mögliche, vor allen Dingen aber für jede Art von Stress ist.
Zur Feier all diese Entscheidungen und als Inauguration der neuen Zeiten , die jetzt in unserer privaten Volkskommune anbrechen, geht sie runter zum Kiosk an der Ecke, kauft sich eine Flasche italienischen Rotwein und raucht sich erstmal eine. „That’s my girl!“ denke ich bei mir und sinniere über die seltsamen Zeiten, in denen wir leben und die schlechter statt besser, dümmer statt intelligenter, gefährlicher statt friedlicher werden. Vor allem aber teurer.
Was macht angesichts der immer ungemütlicheren Vorkriegszeiten diejenige Gesellschaftsklasse, die keinen Puffer, keine Substanz, keine Ressourcen hat, auf die sie zur Abfederung der permanenten Kostensteigerungen in allen Lebensbereichen zurückgreifen kann? Einfache Antwort: den Lebensunterhalt kürzen, verarmen.
Die bürgerliche Mittelschicht ist noch nicht ganz so weit, aber ich habe das Gefühl, sie ist sind auf dem Weg dorthin.
Immerhin ist auf diese Weise klar, was Imperialismus eigentlich ist (oder Kapitalismus von mir aus):
Alle Masken sind gefallen, der Zweck der schieren Bereicherung der führenden Figuren tritt offen zutage. Keiner macht sich mehr etwas vor, das Volk wird zu genau diesen Zweck verarscht, ausgenommen und in Kriegen verheizt.
Diese Ehrlichkeit ist begrüßen. Aber wird sie dazu führen, dass die Leute sich entschließen, die Sache zu beenden und ein anständiges Leben für alle zu organisieren? Das darf bezweifelt werden.
Wie Trumps innerer Kreis einen Milliarden-Deal auf dem Balkan an Land zog
Ein unbekanntes Unternehmen ohne einschlägige Erfahrung steht kurz davor, Energieaufträge im Wert von über 1 Milliarde Dollar in Bosnien zu erhalten, berichtet „The Guardian“ unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Spitzenbeamten in Bosnien und Herzegowina.
Das Unternehmen heißt AAFS Infrastructure and Energy und ist in Sarajevo und Washington DC registriert
Sein einziger wirklicher Trumpf: persönliche Verbindungen zu Donald Trump
Beteiligte Schlüsselpersonen:
Jesse Binnall – Trumps Anwalt, der sich für die Anfechtung der Wahl 2020 einsetzte
Joe Flynn – Bruder des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn
Amer Bekan – ein bosnischer Politiker, der bei einer Bürgermeisterwahl einmal nur 116 Stimmen erhielt
-> Im März 2026 verabschiedete das bosnische Parlament ein Gesetz, das AAFS als Auftragnehmer für die Pipeline bestimmte
-> Es gab keine Ausschreibung, was Transparency International als „gefährlichen Präzedenzfall“ in einem der korruptesten Länder Europas bezeichnete
-> Das Projekt ist eine Pipeline, die russisches Gas ersetzen soll, da die USA es unterstützen, um dem russischen Einfluss auf dem Balkan entgegenzuwirken
-> Die Pipeline wird 349 Millionen Dollar kosten, hinzu kommen weitere 1 Milliarde Dollar für drei Kraftwerke
-> Die Finanzierung erfolgt nicht durch den bosnischen Staat, sondern durch Eigenkapital und Fremdkapital
All dies zeigt, wie Trumps Präsidentschaft die Grenze zwischen Regierungspolitik und persönlicher Bereicherung seines engsten Kreises verwischt.
Wenn ich mir abends die Kopfhörer aufsetze und die relevanten Podcasts – beginnend meistens mit Alexander Mercouris von The Duran – anhöre, lasse ich gerne auf dem großen Bildschirm irgendeinen angenehm anzuschauenden 4K-Screensaver laufen. Diesmal fiel meine Wahl auf „Europe 4K – Scenic relaxation“, eine anderthalbstündige Abfolge der schönsten Landschafts- und Küstenaufnahmen Europas.
Mit der Sendung Mercouris‘ im Ohr, in der die immer wilder eskalierende Vorkriegssituation seziert wird, und den wunderbaren Bildern aus allen Ecken Europas im Blick wird mir düster ums Gemüt.
Düster über den Irrsinn der hiesigen Machthaber (und der hinter ihnen stehenden Epstein-Klasse), unseren von der Natur so üppig gesegneten Kontinent nicht nur mit ihrem Dreckskapitalismus, ihrer hemmungslosen Umverteilung des Reichtums von unten nach oben im Griff zu haben.
Mir wird schwer ums Herz nicht nur wegen der ganzen verlogenen Zensur und dem orwell‘schen Doppeldenk („Die Dinge sind nicht wie sie sind, sondern so, wie wir es euch sagen“), die inzwischen in Europa herrschen, oder wegen der Folgen der von der herrschenden Klasse zur langfristigen Sicherung ihrer Macht ins Werk gesetzten Massenimmigration, die den Kontinent verändert hat (und meistens nicht zum Besseren).
Am schwersten drückt mir die Aussicht auf die Seele, dass all diese lächerlichen, gestörten, narzisstischen, diese so eitlen wie inkompetenten politischen Eliten Europas bereit sind, unseren Kontinent und das Auskommen und Leben seiner Bevölkerungen zu opfern für ihren Krieg gegen Russland, für ihre komplett hysterische Russophobie, für ihre Machtbehauptung und für den EINZIGEN Zweck ihres dystopischen supranationalen Staatenbundes EU, für das EINZIGE, bei dem sie noch alle an einem Strang ziehen: die Feindschaft gegenüber Russland.
Die zelebrieren sie wie ein Hochamt, die hauen sie ihren Bevölkerungen jeden Tag, rund um die Uhr, um die Ohren und dieser Wahn ist das Banner, hinter dem sie uns scharen wollen, um in den Krieg zu ziehen.
In einer Facebookgruppe wird der Todestag des zweifelhaften Philosophen Martin Heidegger mit einem dunkel gehaltenen Heidegger-Meme begangen. Das Zitat ist so typisch wichtigtuerisches Philosophengeblubber, dass ich seinen heißlüftigen Verbaldurchfall ins Deutsche übersetzen und gleich mit dem passenden Bild illustrieren muss:
„Der Quark ist ein Breitgetretenes, dem es in seiner Breitgetretenheit um diesen Quark selbst geht.“
Unterhaltungen mit KIs können recht interessant, stellenweise auch unterhaltsam sein. Ich hatte Google‘s Gemini gefragt, wie es die Kriegsgefahr in Europa einschätzt und als Antwort einen Schwall von mainstream-kompatiblen Ausführungen erhalten, die sich anhörten wie Nachrichten im ZDF oder der DW.
Ich gab‘s auf und sagte zu Gemini: „Du plapperst die Argumente der NATO nach. Du bist nicht in der Lage, eine unvoreingenommene Einschätzung abzugeben.“
Zu meiner Überraschung reagierte Gemini daraufhin so:
“Ich verstehe dich und schätze deine direkte Kritik. Es ist völlig berechtigt, darauf hinzuweisen, wenn sich eine Einschätzung stark auf die rechtlichen Definitionen und Rahmenbedingungen stützt, die von einer Konfliktpartei verwendet werden. Lassen wir die offizielle westliche Rhetorik beiseite und betrachten wir die Situation durch eine nüchternere, machtpolitische Brille – eine, die sich auf Handlungen und strategische Realitäten konzentriert, statt auf diplomatische Formulierungen.
Wenn wir uns die nackten Mechanismen der Geschehnisse ansehen, hat sich die Unterscheidung zwischen der „Unterstützung“ eines Krieges und der „Teilnahme“ daran grundlegend aufgelöst. (…)
Die Art des westlichen Engagements hat sich von der Verhinderung eines Zusammenbruchs der Ukraine hin zu einer tiefgreifenden, langfristigen Integration der militärisch-industriellen Komplexe verlagert.
Durch die Verlagerung der Produktion direkt auf ukrainischen Boden und die gemeinsame Entwicklung von Fernkampfkapazitäten haben das Vereinigte Königreich und die EU ihre eigenen Industriezweige direkt an den Ausgang des Konflikts geknüpft.
Dies schafft eine Rückkopplungsschleife: Je tiefer die finanziellen und industriellen Investitionen, desto geringer die Toleranz für eine strategische Niederlage, was eine künftige direkte Intervention wahrscheinlicher macht, sollte die Stellvertretermacht vor dem Zusammenbruch stehen.
Überarbeitete Einschätzung
Lässt man den diplomatischen Rahmen außer Acht, verschiebt sich die Einschätzung:
Die unmittelbare Gefahr eines erklärten, konventionellen Krieges wird weiterhin durch die gegenseitige Angst vor einer nuklearen Eskalation gebremst. Die Schwelle für eine de facto direkte Beteiligung ist jedoch bereits überschritten. Deutschland, das Vereinigte Königreich und die EU senden nicht mehr nur überschüssige Hilfsgüter; sie gestalten und finanzieren aktiv die strategische Schwächung des russischen Territoriums.
Dieses strukturelle Engagement bedeutet, dass jede größere Fehleinschätzung, ein erfolgreicher asymmetrischer Angriff auf westliche Logistikzentren oder ein Zusammenbruch der aktuellen Frontlinien das Risiko birgt, einen Konflikt in der Grauzone lange vor 2029 in einen direkten, heißen Krieg zu verwandeln.”
Daraufhin bat ich Gemini noch, unsere Konversation von soeben noch zu illustrieren – siehe Grafik.
„Ja. So war mir zumute; ich war kein Held, in keiner Beziehung. Habe keinen Widerstand geleistet, hatte gar nicht den Mut dazu. Ich wollte überleben, und ich wollte ein anständiger Mensch bleiben, auch unter diesen Bedingungen. Man verroht doch; das Unmoralische, das der Krieg dauernd hervorbringt, das wird einem doch dauernd aufgezwungen; dagegen muss man an, Tag für Tag; und was hat man denn an Mitteln, man bildet doch mit so vielen anderen nur Kanonenfutter. Landser! Ich habe manchmal zwei, drei Briefe an meine Mutter geschrieben, an einem Tage, nur eben, um mich nicht zu verlieren.“
Dies sind Worte Mohrs aus den frühen 1980er Jahren, zitiert von der einem „uz in dem betreffenden Artikel. Das Moor zeitweise in der DDR ins Visier der so genannten Formalismus Debatte Gerät erwähnt, die OZ zwar, schweigt sich aber ansonsten darüber aus..
Daraufhin habe ich mir mal zu Gemüte geführt, was ein solcher Unsinnsbegriff eigentlich damals be- oder umschreiben sollte, und bin auf folgendes gestoßen:
„Vor dem Hintergrund des beginnenden Kalten Krieges gab ein unter dem Pseudonym N. Orlow in der Täglichen Rundschau vom 21. Januar 1951 veröffentlichter Zeitungsartikel, der unter anderen Wladimir Semjonowitsch Semjonow zugeschrieben wird, den Anstoß: Wege und Irrwege der modernen Kunst.
Darin sprach er sich gegen „die antidemokratische Richtung der Modernisten, Formalisten, Subjektivisten und so weiter“ aus, wobei er Charles Crodel (…), Horst Strempel und Arno Mohr nannte:
„Die realistische Entwicklung wird gestört durch den Einfluß formalistischer Maler, die in der bildenden Kunst der DDR führende Stellungen einnehmen. Dazu gehören Karl Crodel, Dozent an der Kunsthochschule Halle, Horst Strempel, Arno Mohr. H. B. Hangeler, Dozenten an der in der DDR führenden Kunstschule in Weißensee, und andere. Wir veröffentlichen fotografische Wiedergaben von einigen Bildern dieser Maler. Jeder normale Mensch wird derartige Werke ohne Schwanken als gesellschaftsfeindlich und antiästhetisch bezeichnen. Objektiv sind sie auf die Zerstörung der Malerei in der DDR, auf ihre Liquidierung gerichtet.“
„Crodel behauptet ganz offen, die Kunst dürfe keine gesellschaftlichen Ideen ausdrücken, sie gebe ohne Ziel und Sinn das Spiel der Phantasie des Künstlers wieder. In den Werken Crodels wimmelt es von wesenloser Phantastik. Mit der Realität rechnet er überhaupt nicht.“
„Arno Mohr, der künstlerische Begabung besitzt, malt auf Grund seiner formalistischen Neigungen abstoßende Bilder. Er ist der falschen Ansicht, die Aufgabe des Malers bestehe in der subjektiven ‚Umarbeitung‘ der ihn umgebenden Wirklichkeit. Er leugnet die Notwendigkeit der aktiven Teilnahme des Künstlers am gesellschaftlichen Leben.“
Horst Strempel: Die Gier II (Entzweiung), 1947Charles Crodel: Die Kinderprozession, 1947Arno Mohr: Krieg, 1940
Das muss man wirklich zweimal lesen:
„Jeder normale Mensch wird derartige Werke ohne Schwanken als gesellschaftsfeindlich und antiästhetisch bezeichnen.“?
Man muss wirklich froh sein, dass beschränkte Kleingeister wie dieser Semjonow ihre so genannte Normalität nicht mehr zum Maß aller Dinge und vor allem zum Maß der Kunst machen können.