Oh Schwein! Du sitzt allein und stumm vor einem leeren Tellerchen – warum? Wohin ist deine Schweinefrau verschwunden, und auch: was genau ist unter jenem runden Deckel auf des Kellners Schale verborgen, aber gleich zum Mahle dir dienend? Lass mich raten: Ist‘s Schweinbraten?
Der kollektive Westen, speziell auch die Berliner Machthaber, hat beschlossen, so zu tun, als wäre die Welt noch die der 1990er oder frühen Zweitausenderjahre; eine Zeit, in der das westliche Imperium noch unangefochten die globale Hegemonie ausübte und anderen Staaten und Völkern seinen Willen aufzwingen konnte.
Der Westen hat sich kollektiv entschlossen, weiter in einer Fantasiewelt zu leben, die nicht mehr existiert, in einer Weltordnung, die es seit circa zehn Jahren mit einer immer größeren Absetzbewegung der Weltmehrheit zu tun hat und die jetzt endgültig abgelöst wird von einer neuen, faireren multipolaren Weltordnung gleichberechtigter Staaten.
Es ist faszinierend, die Rhetorik wahrzunehmen, die aus den westlichen Hauptstädten kommt. Würde es sich um individuelle Personen handeln, die so erbittert und mit immer obsessiverer Entschlossenheit an Verhältnissen festhalten, die es nicht mehr – oder nur noch im Wunschdenken der wenigen Staaten des westlichen Lagers – gibt, lägen etliche psychoanalytische Diagnosen klar auf der Hand.
Die immer absurderen Treffen der europäischen Machthaber, der so genannten „Koalition der Willigen“, wirken wie ein Ball der Vampire kurz vor Morgengrauen, bei dem die neue geopolitische Realität bereits die Tore verriegelt und die Särge zugenagelt hat. Vielleicht ahnen sie, dass ihre gewohnte Position in der globalen Ordnung nicht mehr aufrechtzuerhalten ist, aber sie tun verzweifelt und immer panischer so, als wäre das möglich – und ignorieren die Realität um sie herum auf Kosten ihrer Bevölkerungen.
Wunderbar, wenn die Kloakenmedien Schnappatmung bekommen, weil die Repräsentanten der multipolaren Welt, die die globale westliche Hegemonie abgelöst hat, sich treffen.
Die zähneknirschende Verzweiflung, die ohnmächtige Wut, und der strenge Geruch des vollgeschissenen Inkontinenzmaterials dringt aus jeder Zeile und jedem geifernden Buzzword, mit dem das Sudelblatt des „Springer“-Verlages hier die Hosen runterlässt.
Kanzleramt und Pharmaunternehmen erwarten Synergieeffekte durch eine koordinierte Werbekampagne.
„Eine standhafte, ausdauernde und feste Unterstützung der Ukraine ist unsere höchste Priorität“, betont ein gemeinsames Statement anlässlich der Vorstellung des neuen Motivs.
Tief im Osten liegt ein Staat, da herrscht ein übler Autokrat, der alles ganz allein bestimmt und jedem seine Freiheit nimmt, der was dagegen sagt – so wird es hier beklagt.
Dieser schlimme Finger hat den Hunger eines Nimmersatt auf uns, die wir in freien Ländern an seines Riesenlandes Rändern ein feines Leben haben – so hört man viele sagen.
Zwar gibt‘s auch dort, was hier man kennt: Wahlen, Rechtsstaat, Parlament; Doch ist der Westen schwer verdrussen weil Putin™ dort von seinen Russen geschätzt und hoch geachtet wird – und das, sagt man uns, ist verkehrt!
Denn Merz und Starmer und Macron, freuen sich ja sogar schon, wenn keine Eier auf sie fliegen für ihre kriegsbereiten Lügen: „Russland will Krieg!“ – wir ahnen, dass sie ihn selber planen.
Die Pleiteländer der EU und auch die Inselaffen legen geschäftlich nur noch zu mit Rüstung, Krieg und Waffen.
Willst du das Volk zum Krieg bewegen, musst du ihm täglich nahe legen, dass man das Böse stoppen muss – und das Böse ist der Russ‘, der, weil er nun mal Autokrat, nur Aggression im Sinne hat.
Erst Kiew, später Polen, dann kommt er, uns zu holen! „Oh Schreck lass nach, da kommt er schon!“ Das ist sonst nichts als: Projektion.
Europa wird vor Furcht fanatisch und dabei selber autokratisch: Es hat sich in den Krieg verheddert, die eig‘ne Wirtschaft bald geschreddert, ‚ zerschlägt jetzt noch den Wohlfahrtsstaat – Doch Putin™ ist der Autokrat?
„Weil der Russe Böses plant Musst du ärmer werden und demnächst – du hast‘s geahnt – dann auf dem Schlachtfeld sterben.
Dazu müssen wir dein Geld für den Krieg verbraten; im Gegenzug wird dir erzählt das Feindbild „Autokraten“.
Wozu? Das darfst du ruhig erfahren: Wir brauchen diese Waffen, um doch, nach nunmehr neunzig Jahren, den Endsieg noch zu schaffen!“
Der Herr Finanzminister ist ein deutscher Sozialfaschist. Er prahlt mit selbstzufried‘ner Miene mit dem, was schon der Ukraine an deutschen Geldern zugekommen und deutschen Bürgern weggenommen wurde und demnächst noch wird.
Der Bürger denkt „Mich tritt ein Pferd! Ham die Berliner sie noch alle?“ Sein Denken steckt in einer Falle: Der Herr Minister macht dies nicht weil er ein arger Bösewicht oder auch nur ein Dummkopf sei – er denkt sich nämlich was dabei!
Er macht‘s, weil Armut, Krieg und Rüsten der Job ist von Sozialfaschisten, wenn in der Krise wieder mal in Deutschland Staat und Kapital beschließen, dass Geschäft und Macht ganz viel Gewalt jetzt nötig macht.
DAFÜR die Leute zu verarmen, dabei moralisch rumzubarmen und Krieg als edle Tat verkaufen: DAS macht den Mann und seinen Haufen zum unverzichtbar’n Instrument der Bourgeoisie – die keinen kennt, der dafür so geeignet ist wie eben ein Sozialfaschist.
Ich stelle fest, dass bis auf die Berliner Politiker und die eingebetteten Medien niemand, keine Sau, wirklich ausnahmslos NIEMAND, die Kriegshysterie teilt.
Keiner will kriegstüchtig sein, keiner will Krieg mit Russland. Jeder – fast jeder, einige wohlbestallte Großverdiener vielleicht nicht so – sieht und spürt, dass die Deindustrialiserung, die brutalen Preiserhöhungen v.a. für Energie, aber auch für nahezu alle Lebenshaltungskosten, dass die marode Infrastruktur und das weitgehend dysfunktionale Gesundheitswesen Deutschland jetzt schon zu einem ungemütlichen Ort machen.
Es scheint – soweit mein subjektiver Eindruck aus a) der Mehrheit der Kommentare in den Sozialen Medien, die ich konsultiere (Facebook, X, YouTube, Substack, Boosty…) und b) im beruflichen und privaten Umfeld – dass die offiziellen Verkünder der neuen deutschen Kriegstüchtigkeit, also Regierung und „Leitmedien“, ziemlich alleine dastehen in ihrem Bemühen, den wenig kriegsbereiten Bürgern die Einsicht in den anstehenden Krieg gegen Russland zu vermitteln.
Die Leute haben – wiederum meinem subjektiven Eindruck nach – ein ganz gutes Gespür dafür, dass all diese unerquicklichen Umstände etwas mit der Kriegspropaganda zu tun haben. Auch wenn sie nicht darauf kommen, dass Kriegsvorbereitung und Sozialabbau zwei Seiten einer Münze sind, ist vielen klar, dass sie mit dem Säbelgerassel und der russophoben Feindbildpflege vor allem abgelenkt werden sollen von den stetig sich verschlechternden Lebensbedingungen in Deutschland.
Lebe ich in einer abgeschotteten Bubble oder trifft der Eindruck zu, dass die Kriegspropaganda im Wesentlichen eine Übung von Regierung und Medien ist, die die ALLERMEISTEN Leute einfach nicht glauben?
Das würde mir Hoffnung geben. Hoffnung, dass wir sie aufhalten können, bevor sie ihre feuchten Träume vom erneuten Krieg gegen Russland wahrmachen können.