Barack „I’m good at killing people” Obama

Das Relotius-Blatt aus Hamburg druckt Ausschnitte aus der Biografie von Barack „I’m good at killing people” Obama ab und belegt damit, dass die drohnenmörderische kriegsverliebte Lichtgestalt des demokratischen Imperialismus ein noch viel üblerer selbstgerechter Halunke ist, als man ohnehin schon annehmen musste:

US Election 2020 Harris/Biden first speech

Hab den Auftritt von Harris und Biden mitverfolgt, mit deren ersten Ansprachen als gewählte Führungsfiguren des US-Kapitalismus.

Nette Frau, freundlicher älterer Herr, professionll-emotionale, aber nicht zu kitschige Reden, in denen die aktuellen Eckpunkte des demokratischen Imperialismus (Liberalität, Rassen- und Geschlechtergerechtigkeit, Klimaschutz und Pandemiebekämpfung) abgearbeitet wurden.

Wüsste man nicht (wenn man’s wissen WILL), dass all die wohlklingenden Worte den bunten Zuckerguss darstellen über der berechnenden Gewaltherrschaft des westlichen Imperiums bzw. seiner größten Kapitale, die den Planten bis auf ein paar Ausnahmen immer noch dominiert, wäre man gerührt über soviel Goodwill, Weltverbesserungs- und Menschheitsbeglückungsabsichtserklärungen.

Weiß man aber, und als letzten Satz läßt Biden wieder die Redewendung fallen, die er sich scheinbar angewöhnt hat zur Demonstration seiner großmächtigen Identifikation mit dem militärischen Gewaltapparat der Supermacht (und der Entschlossenheit zu deren EINSATZ):

„.. and may God bless our troops“.

Wer da genauer hinhört und -sieht, kann sich nur gruseln.

Wenn Befehlshaber ihren Gott beschwören um ihre Kriegsmaschine zu segnen, ist‘s noch immer schlecht ausgegangen für diejenigen, die mit Leib und Leben für den Erfolg einzustehen haben, den das Militär dem (trans-)nationalen Kapital erzwingen und sichern soll.

Aus Bequemlichkeit haben viele keine neuen Handys für die Regierungs-App!

Echt mal jetzt! Bequeme Faulpelze ihr!

Und es soll ja noch schlimmer als gedacht sein:

Manche sind ja sogar zu bequem, sich eine neue Wohnung zu kaufen oder wenigstens zu mieten, wenn sie keine haben oder aus der alten rausfliegen.

Und die oberfaulen Bequemlichkeitsapostel liegen träge zu Hause rum oder verstopfen den ÖPNV statt sich ein neues Auto zu kaufen! Aus reiner Bequemlichkeit!!

Das sind bestimmt all die Leute, deren Gewöhnung ans Nicht-Arbeiten schon Kanzler in spe Fritz „Blackrock“ Merz gerechterweise aufs Korn genommen hat…

Reuevolle Ex-Kommunisten: die liebsten Kronzeugen gegen den Unrechtsstaat

Ach, was ist das schön, wenn man als ideologisches Leitmedium kapitalistischer Apologetik die geeigneten “Linken” zur Hand hat, die (vom kommunistischen Saulus zum bürgerlich-staatstragenden Paulus gewandelt) einem von links den eigenen Gruselkanon über den besiegten Unrechtsstaat da drüben bestätigen.

Da kriegen solche reuevollen Ex-Zonis dann auch schon mal die SPON-Headline eingeräumt. Soviel DDR-Verdammung muss – auch und gerade 30 Jahre nach der Annexion – schon sein.

DIESE Linke jedenfalls bereut einigermaßen aufrichtig:

“Ich war in der SED, ich war Funktionärin der staatlichen Kinderorganisation. Ich war auch Lehrerin und hatte Einfluss auf Lebenswege. Da muss man sich schon fragen: Hast du Unrecht getan?

SPIEGEL: Wie lautet Ihre Antwort?

Pau: Ich habe darüber auch mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern gesprochen. Ja, ich habe die Ideologie weitergetragen. Aber ich konnte zum Glück keinen Punkt finden, an dem ich jemandem persönlich Unrecht getan hätte.”

Na dann is ja gut. Exkulpiert!

https://www.spiegel.de/politik/petra-pau-zur-einheit-die-leute-haben-schlicht-keine-ahnung-wie-es-in-der-ddr-war-a-85cb5d46-b9a7-4f3e-ab62-0f6dbaa84e82

Das heilige Eigentum

In der Sklavenhaltergesellschaft und im Feudalismus gehört die Ware Arbeitskraft mitsamt ihrem menschlichen Anhängsel, dem Sklaven oder Leibeigenen, einer dritten Person, dem EIGENTÜMER des Sklaven bzw. des Leibeigenen.

Im Kapitalismus gehört die Ware Arbeitskraft der Person selber; sie ist ihr Eigentum, das sie veräußern muss, um an einen Lebensunterhalt zu kommen.

Die Benutzung und der gewinnbringende Einsatz dieser Ware ist nach wie vor Dritten vorbehalten: den EIGENTÜMERN der Produktionsmittel.

Eine Ware ist die Arbeitskraft nach wie vor.

Fortschritt?

Moderne Logik

DORT: Jeder Fehler, Irrtum, Mißstand im realen Sozialismus spricht grundsätzlich gegen den Sozialismus.

Fazit des bürgerlichen Verstandes angesichts realsozialistischer Versorgungsmängel, Reisebeschränkungen und fehlender Freiheit für den berühmten Unternehmergeist:

System untauglich, entspricht nicht der Menschennatur, funktioniert nicht!

HIER: Fehler, Mißstände, Kriege, Hunger, Verelendung, Naturzerstörung im Kapitalismus sprechen keinesfalls gegen das System Kapitalismus, sondern sind ein zwar bedauerlicher aber unvermeidlicher Ausrutscher, vermutlich wegen schlechter Einzelmenschen mit „zu viel“ statt der angemessen marktwirtschaftlichen Gier (-> siehe Unternehmergeist, der).

Fazit des bürgerlichen Verstandes angesichts monumentaler Leichenberge aus drei Jahrhunderten Kapitalismus und heutiger Höllenfahrt in ein Leben auf einem teilweise unbewohnbaren Planeten: System super, und wo nicht super garantiert durch Wählen der richtigen Politiker verbesserbar. Auf jeden Fall aber nichts anderes möglich, Kapitalismus Endstadium der Geschichte, ist leider menschliche Natur.

Heute mal zu McDonalds?

Sind wir verloren?

Wir SIND verloren. Wie jeder, der das Leben in dieser primitiven Vorstufe der menschlichen Entwicklung verbringen muss, in der Eigentum über die Zuweisung der gesellschaftlichen Rolle entscheidet und in der den Eigentumslosen Lohnarbeit als Überlebensmittel aufgezwungen wird.Das zu fühlen (und in einem zweite Schritt mit Hilfe von ein paar gescheiten Erklärungen zu VERSTEHEN) ist vielleicht der erste Schritt….

Das Verblödungsdatum steht an: Vollzug des Anschlusses der DDR als freudige Einheitsfeier, aber die Verdammung des Unrechtsstaates lässt an Schärfe noch zu wünschen übrig

Wer beim Autofahren standardmäßig WDR3 hört (der einzige Nicht-Dudelfunk mit einer gediegenen Auswahl an klassischer, elektronischer und Jazz-Musik) kommt dann aber auch nicht um die zwischen die Musik gestreuten Textbeiträge und Interviews herum. Heute morgen ein Gespräch mit Ines Geipel, früher Sportlerin in der DDR, heutzutage Professorin im Westen. Die Dame, offensichtlich ein professionelles Opfer, beschwert sich darüber, dass die „drei Millionen Opfer” der DDR zu wenig oder keine Beachtung mehr finden würden im öffentlichen Diskurs des neuen, nun schon 30-jährigen Großdeutschlands. Der beflissene Moderator erklärt gleich, um welche Art Opfer es sich bei dieser sagenhaften Zahl handelt: Häftlinge in den Gefängnissen, im GULAG (!), Opfer von Zwangsadoptionen und Zwangsdoping… Man wundert sich bei soviel Opfertum, dass nicht gleich eine Zahl von 17 Millionen herausgekommen ist, denn waren nicht schon die kleinen in den Kinderkrippen irgendwie Opfer?

Frau Geipel beklagt dann noch die Einstellung „der Ostdeutschen“, dass die Stasi immerhin keinen Holocaust veranstaltet hätte und demnach „nicht alles nur schlecht“ gewesen sei – sogar die jüngere Generation im Annektionsgebiet sei derartig lax im Umgang mit der Vergangenheit des Unrechtsstaates!

Jedenfalls ist die schwer opferbesessene Professorin nun erst richtig in Fahrt gekommen; als nächstes lamentiert sie über das Versäumnis der „Diktatur“ da drüben, den Holocaust und „die erste deutsche Diktatur“ aufgearbeitet zu haben. Nicht nur nicht aufgearbeitet, verschwiegen hätten die DDR-Machthaber dieses dunkle Kapitel. Wie es überhaupt Zeit wäre, „beide Diktaturen“ in einen geschichtlichen Zusammenhang zu stellen und der Jugend von heute zu vermitteln, „was ein Jugendwerkhof“ war.

Normalerweise wechsle ich bei solch debilem antikommunistischer Unfug schnell den Sender; diesmal jedoch höre ich bis zum Schluss zu, weil ich das Gefühl habe, die akademische Hetzerin gibt den Duktus vor, nach dem gerade zum 30. Jahrestag der vollendeten Konterrevolution die offizielle Geschichte des Anschlusses und der Blick auf die DDR-Geschichte zu erfolgen hat.

Jedem Nachlassen in der Dämonisierung, Delegitimierung und beim Niedermachen des ersten Sozialismusversuches auf deutschem Boden soll entschieden begegnet werden, nämlich durch noch mehr Umdefinition der Geschichte im Sinne der kapitalistischen Sieger des Kalten Krieges, durch unermüdliche Lügen über „Opfer“ der „SED-Diktatur“ (Lügen, die Lügen bleiben, auch wenn es in der DDR unbestritten kritikwürdige bürokratische Gemeinheiten und Fehler gab).

Ich deute die absurde Horrorerzählung der Frau als gutes Zeichen – dafür, dass der Bedarf nach ideologischer Aufrüstung und Verstärkung der anti-sozialistischen Propaganda der bürgerlichen Herrschaft größer wird. Dass sich dafür allemal genügend Intellektuelle und gutdosierte Akademiker finden, die sich diese Märchen als höchst eigene Meinung zugute halten, ist eh keine Frage.