Ich sitze am Arbeitsplatz im Wohnzimmer und bastele an irgendwelchen PHP-Scripten rum, während die Liebste auf dem Sofa vor dem Riesenfernseher lümmelt und sich durchs Programm zappt. Normalerweise dringen in solchen Situationen die erträglichen (weil leicht zu verdrängenden) Klänge von Reisereportagen, Kochsendungen oder Tier-Dokus an mein Ohr. Heute jedoch nicht.
Dummerweise hat meine fernseherfahrene Liebste entschieden, sich diesmal von der dahinplätschernden Klangkulisse einer gesellschaftsphilosophischen (sprich: hochgradig ideologischen und imperialismusaffirmativen) Sendung in den Mittagsschlaf wiegen zu lassen. Sie schätzt den monotonen Singsang solcher Programme, weil sie dabei am besten chillen und dösen kann.
Ich dagegen werde nun gezwungen – solange ich nicht unter die Kopfhörer fliehe – mir Sätze wie diesen anzuhören: „Neid, Mißgunst, Kritik – Wie gehen wir als Gesellschaft mit dem ERFOLG anderer um?“
Vorausgegangen ist ein bewundernder Bericht über eines der gängigen kapitalistischen role models, einen Selfmade-Millionär, der „zwei Millionen Follower auf Instagram hat“ und der der unterwürfig lobhudelnden „Reporterin“ in Form einiger Poesiealbumssprüche aus der Erfolgsmenschenfibel großzügig das Schatzkästchen seiner marktwirtschaftlichen Selbstwichtigkeit öffnet.
Nun wird ein leibhaftiger Philosoph befragt, warum die lieben Mitmenschen den Erfolgreichen bloß immer den Erfolg neiden – vor allem aber den Stoff, aus dem dieser besteht: dem Geld, welches sich in Form von Vermögen auf den Konten und in den Investmentportfolios der (Erfolg-)Reichen ansammelt.
Dieses ungelöste Rätsel der Menschheit weiß der Premiumdenker staats- und ökonomiekompatibel zu beantworten: es ist der psychologische Defekt des Neides! Wenn Karl Lohnarbeiterarsch sich nämlich mit den ECHTEN Erfolgsmenschen vergleicht, wird sein eigenes eher bescheidenes Durchwursteln zum vergleichsweisen Scheitern!
Eine Lösung hält der Philosoph nicht parat, weil es gar keine gibt: die Welt ist nun mal so!
Inzwischen bin ich in den Zustand geraten, in dem die aufsteigende Übelkeit und Wut auf die unverfrorene, widerliche und perfide Abrichtung der Leute auf die Bereicherungsideologie der Konkurrenzgesellschaft sich untrennbar vermischt mit einer apokalyptischen Traurigkeit, in solch einer Welt leben zu müssen.
Die Liebste hingegen hört sowieso nicht hin, ist nahezu in den Schlaf gewiegt und wundert sich noch nicht mal (sie kennt mich ja), warum ich fluchend das Zimmer verlasse und mich mitsamt Hund in mein Schlafzimmerrefugium verflüchtige.
Die Bourgeois-Verwandtschaft meiner Liebsten hat mich vor Jahr und Tag wegen unbotmäßiger Äußerungen mit Villenverbot belegt – ein Bannfluch, der mir nur recht kam, da ich mit der elitären Oberschichtsmischpoke nichts zu tun haben wollte und will. Obwohl man mich offiziell rehabilitiert hat und wieder zu Zusammenkünften einlädt, ist mir nichts gelegen am Kontakt mit Leuten, die ihren Klassendünkel und ihre erfolgszertifizierte marktwirtschaftliche Selbstgerechtigkeit wie ein Banner vor sich hertragen.
So geht die Frau also stets alleine zu den allfälligen Familientreffen. Für mich ein wunderbarer Zustand, der mir einerseits den Umgang mit der bessergestellten angeheirateten Verwandtschaft erspart, andrerseits mir und dem Hund ein paar Stunden unserer gemeinsamen Lieblingsbeschäftigung, der Trend-Sportart „Advanced Extreme Chillaxing“, beschert.
Wenn die Frau zurückkehrt, erfahre ich meistens die neuesten Nachrichten aus der Welt der akademisch-unternehmerischen Bourgeoisie bzw. die privaten Nöte und Eskapaden der Schwägerin, ihres Mediziner-Gatten und deren Kindern, den Nichten und Neffen meiner Liebsten.
Diesmal weiß sie zu berichten, dass die beiden erwachsene Nichten, beide Anfang bis Mitte Zwanzig, beide Medizinerinnen, sich jetzt einer Botox-Kur unterziehen. Man müsse dies, so wurde ihr versichert, auf jeden Fall „jetzt schon machen“ und nicht erst im Alter damit beginnen. Dann wäre es zu spät und sowieso nichts mehr zu retten. Obendrein lässt sich die ältere der beiden Nichten, das Patenkind meiner Frau, Hyaloron in die Nase spritzen. Warum, wusste sie nicht zu berichten. Vielleicht gefällt der beileibe nicht häßlichen Mittzwanzigerin ihre Nase nicht, vielleicht hat sie ähnliche Stimulierungsgewohnheiten wie Selenskij oder Hunter Biden und will auf diese Weise für Ausgleich in der nasalen Flora sorgen.
Ich frage nach ein paar Sekunden der Sprachlosigkeit, in denen ich das Gehörte einsinken lasse, warum zwei junge Frauen so etwas machen. Irgendwo hatte ich auch gehört oder gelesen, dass Botox-Behandlungen alle paar Monate erneuert werden müssten (was im Falle der beiden Nichten jedenfalls schon mal NICHT am Geld scheitern würde). Die Erklärung meiner Liebsten ist so schlicht wie einleuchtend: „Die sind eben so! Die sind einfach anders!“
Junge Menschen, die in der Wohlstandsblase einer begüterten Klasse aufwachsen, die keine finanziellen Sorgen kennt; Twens, die sich höchstens überlegen, ob drei Wochen Bali oder ein Luxuswochenende in New York attraktiver für die eigene soziale Performance und die Karriereplanung ist; Menschen, die durch familiäre Herkunft und Klassenlage von Anfang an Zugang zu Geld, Bildung, Reisen usw. hatten und durch die elterlichen Verbindungen zugleich in das politische, ökonomische und soziale Netzwerk der Entscheider dieser Gesellschaft eingebunden sind – diese jungen Menschen haben keine Veranlassung, sich über die Nöte und den Überlebenskampf der weniger privilegierten Mehrheit Gedanken zu machen. Ihre Welt ist die des Zugriffs auf die Reichtumsquellen, die ein angenehmes Leben in relativem Luxus und im Überfluß ermöglichen.
In dieser Welt kommt es darauf an, die entsprechende Charaktermaske zur Schau zu tragen, und dazu gehört heutzutage scheinbar eine möglichst makellose äußere Erscheinung. Die Identifikation, die jedem bürgerlichen Verstand automatisch einleuchtet, ist die mit den Kräften und Mechanismen des ERHALTES all dieser schönen Annehmlichkeiten und des abgesicherten Komforts, also ein rein äußerliche. da liegt es nahe, sich bzw. den eigenen Körper an das gültige Schönheitsideal anzupassen: „Die sind eben so!“
Ich sitze in der Wohnzimmerecke, höre Musik über Kopfhörer und zeichne. Irgendwann kriege ich Durst, setze die Kopfhörer ab und stehe auf, um mir etwas zu trinken zu holen.
Das hätte ich nicht tun sollen, denn nun dringen an meine unschuldigen Ohren Gesprächsfetzen einer Diskussionsrunde bei Maybritt Illgner, einer bekannten und hochbezahlten Mietpropagandistin des Staatsfernsehens. Zu Gast diesmal erstaunlicherweise der AfD-Chef Chrupalla und ein aalglatter FDP-Funktionär, ersterer vermutlich aufgrund des Umfragehochs seiner Partei, das die etablierten bürgerlichen Parteien in helle Panik versetzt.
Was ich in den etwa fünf Minuten mitbekomme, die ich fassungslos der „Debatte“ – in Wirklichkeit eine Art medialer Pranger, an den Moderatorin und Establishment-Politiker das „rechte“ Schmuddelkind der DEMOKRATIE stellen wollen – lausche, ist folgendes:
Alle sprechen sehr schnell, scheinen also zu denken, dass sie lieber eine gewaltige Menge an Behauptungen, Sprechblasen und Sprachregelungen unter- oder „rüber“bringen müssen statt ein paar vernünftige Argumente. Ausnahme der AfD-Mann. Er redet zwar auch vergleichsweise schnell, scheint aber noch der Coolste der Drei zu sein. Er wird immer wieder unterbrochen, man läßt ihn so gut wie nie ausreden und seine Sätze zuende bringen.
Chrupalla ist der einzige in der Runde, der auf ein paar Fakten hinweist: der Sanktionskrieg gegen Russland schadet vor allem dem Westen, Deutschland solle wieder russisches Gas beziehen, die Ampelregierung ruiniert und deindustrialisiert den Standort Deutschland, der Ukraine-Krieg ist nicht ausschließlich Schuld Russlands etc.
Damit ist er – was zu beweisen war – entlarvt als Demokratiefeind und Putinfreund. Überhaupt scheinen alle – besonders der FDP-Mann – zu wissen, was Demokratie ist: sie tragen den Begriff wie einen Fetisch vor sich her, erläutern ihn nie und setzen voraus, dass alle sich einig sind, dass DEMOKRATIE natürlich nur erstens und allgemein die wertewestliche Lebensart und Staatsform sein kann, zweitens und im Besonderen aber die wunderbaren Verhältnisse, die dank ihr in dem wunderbaren und gewissermaßen erz- und urdemokratischen Deutschland herrschen.
Die Ausgrenzung der AfD aus dieser gedachten Idealform bürgerlicher Herrschaft erfolgt heute vor allem durch den Nachweis mangelnder Russophobie und Kriegsbereitschaft seitens der Partei und ihrer Vertreter. Chrupalla weist auf den verlogenen Selbstbetrug der Sanktionskrieger hin, die mit dem Verzicht auf russisches Erdgas eine „Abhängigkeit“ von Russland beenden wollen und sich dafür in die viel drastischere Abhängigkeit von amerikanischem LNG begeben. Er hat kaum „Russland“ und „Gas“ in einem Atemzug gesagt, als die FDP-Charaktermaske ihm triumphierend in die Parade fährt und die ganz dicke Moralkeule auspackt: „Wollen Sie etwa diesen schrecklichen Angriffskrieg Putins relativieren? Da sterben FRAUEN und KINDER!“ Jetzt hat er ihn!
Das scheinbar handverlesene Publikum scheint zu 90% aus Gläubigen der Staatsmedien zu bestehen, denn es applaudiert dem liberalen Moralprediger und seiner höchst verlogenen Nummer. Der AfD-Chef kontert ziemlich abgebrüht mit dem Hinweis bzw der Frage, was denn sein Gegenüber zu den Kriegen der USA im Irak („Fünfhunderttausend tote Kinder!“) sagen würde, gibt also die Moralheuchelei des Regierungsheinis in gleicher Münze zurück.
So geht es in den paar Minuten, die ich auf den Fernseher starre, hin und her. Die Liebste, die sich diese Art Sendungen öfters antut, zieht die richtigen Schlüsse und bemerkt: „Die haben den AfD-Typen doch nur eingeladen, um ihn fertigzumachen. Dabei ist der der einzige, der die Wahrheit sagt. Stimmt doch alles, was der sagt!“
Wenn es die Absicht des Staatsfernsehen sein sollte, die AfD durch zähneknirschend eingeräumte Sendezeit in Kreuzverhören und lächerlichen Moralanwürfen wie in dieser Talkrunde bloßzustellen und die Zuschauer als Wähler wieder auf die regierungsamtliche Linie der Kriegs- und Verarmungsbefürwortung zu bringen, dann ist dieser Plan gründlich schief gegangen.
Wieder meine ansonsten streng unpolitische Gattin: „Mit jedem solcher Auftritte sorgen die doch bloß für noch mehr Stimmen für die AfD…“
Es ist leider so: die AfD ist momentan die einzige wahrnehmbare politische Gruppierung, die Kritik am Regierungskurs, an der Russophobie, an Krieg und Verarmung, an Deindustrialisierung und der rotgrüngelben Klima- und Wokeness-Ideologie überhaupt noch artikuliert.
Was Aufgabe einer sozialistischen Opposition sein müsste, wird im Deutschland des Jahres 2023 wahrgenommen von einer Partei, die nach herkömmlichen Maßstäben „ganz rechts“ im politischen Spektrum angesiedelt ist und – soweit ich es verstehe – einen völkischen statt eines neoliberalen „grünen“ Kapitalismus (mit ganz bestimmt nicht weniger Ungemütlichkeiten für die Arbeiterklasse als der der Regierung) anstrebt.
Ein fauler arbeitsfreier Gründonnerstag. Bei einem meiner Streifzüge vom Schlafzimmer (mein heutiges Hauptquartier ausgedehnten Chillaxings) ins Wohnzimmer (Basislager der Liebsten, die ihren Home Office Job zugunsten diverser TV-Unterhaltungssendungen frühzeitig beendet hat) dringt, kaum dass ich durch die Wohnzimmertür trete, folgender im Nachrichtensprechertonfall vorgetragener Satz an mein Ohr: „China droht mit der Invasion Taiwans!“
„tagesschau24“ nennt sich der Propagandasender, der diese absurde Formulierung als Nachricht vermeldet. Dass China mitnichten „droht“, sondern bekräftigt, dass es immer für eine friedliche Wiedervereinigung mit Taiwan eintritt (im Falle einer US-Intervention separatistische Bestrebungen der zu China gehörenden Insel aber auch militärisch unterbinden wird), spielt für NATO-Journalisten keine Rolle.
Auch dass einzig und allein die USA in dieser inner-chinesischen Angelegenheit mit dem Feuer spielen, zündeln und provozieren was das Zeug hält und dabei ganz offen von dem Krieg sprechen, den sie bis spätestens 2025 gegen China zu führen gedenken (und wofür sie die Taiwan-Frage instrumentalisieren), muß der westliche Fernsehkonsument nicht wissen.
Erst recht nicht, dass die Insel nur deswegen als „unsinkbarer Flugzeugträger“ und US-Stützpunkt gegen die Volksrepublik China dient, weil die US Navy 1949 den unterlegenen Resttruppen der Kunomindang die Flucht über die Formosastraße (die Meerenge zwischen China und seiner größten Insel Taiwan) ermöglicht hat.
Dieser eine Satz – „China droht mit der Invasion Taiwans!“ – steckt so voller Desinformation und absichtlicher Falschmeldung, dass es ein Mehrfaches an zeitlichem und gedanklichem Aufwand kostet, diese mit Fakten zu entkräften, als es braucht , die unablässig wiederholte Lüge von der „chinesischen Aggression“ einfach zu schlucken. Denn wenn die das im Fernsehen sagen, und die Zeitungen das auch alle schreiben, dann wird’s schon stimmen. Und ist nicht der Chinese sowieso eine Bedrohung „für uns“? Sagt doch auch die Regierung!
All diese Gedanken gehen durch meinen Kopf in den paar Sekunden, die der Satz braucht, der da von der „Tagesschau“-Sprecherin vorgetragen wird. Ich überlege kurz, ob ich meine Liebste über das Ausmaß verlogener imperialistischer Propaganda aufkläre, das uns da aufgetischt wird. Damit würde ich allerdings keine Pluspunkte bei ihr verdienen, wie ich aus Erfahrung weiß. So wiederhole ich nur leicht spöttisch und mit fragender Intonation am Satzende besagten Satz und wende mich meinem im Wohnzimmer ladenden Endgerät zu.
Mein Kommentar hat aber bereits ihr nachmittägliches Entspannungsritual gestört und ich kriege zu hören „Ach, lass mich doch mit deinem (Pause)… Intellekt! Das interessiert mich sowieso nicht, ich hab schon umgeschaltet. Ich will die Seele baumeln lassen!“
Ich muss lachen und rate ihr, ganz unintellektuell: „Dann pass auf, dass sie nicht runterfällt beim Baumeln, deine Seele!“ und verziehe mich wieder zum Hund in mein mainstreamfreies Schlafzimmerrefugium.
Mein Hund kommt, wenn Herrchen und Frauchen in der Küche bei einem Glas Wein sitzen, schneller an ein Leckerchen als gewöhnlich. Die gelöste Stimmung nach “a hard days night” mündet meistens in der Haltung “Ach, was soll’s, wir tun uns was Gutes, soll der Hund doch auch was Gutes kriegen und nicht wie ein Hund leben…!” und schon wird die Schublade mit den Hunde-Leckerlis geöffnet.
Das weiß der vierbeinige Kamerad ganz genau, weshalb er sich nach einer Weile stets in der Küche einfindet, wenn seine Menschen abends dort beim Weine sitzen.
Neu ist eine Konditionierung, die ich bei ihm noch nicht beobachtet hatte: Wir stoßen aus Gewohnheit und rituell mit den Gläsern an, wenn es gilt, einen guten Tropfen zu verkosten. Dieser Klang ist es scheinbar, der dem Hundekumpel signalisiert, dass es hier jetzt was abzustauben gibt.
Heute saßen wir nämlich im Wohnzimmer und beim Klang der Gläser kam er nach 5 Sekunden angetrabt, gähnte kurz und stellte sich dann erwartungsvoll in Position. Natürlich war ich darauf vorbereitet und hatte mir heute schon das Leckerchen in die Hosentasche getan, als ich in der Küche mit dem Wein hantierte.
Im Fernsehen läuft WDR aktuell, eine Nachrichtensendung. Mit folgenden Worten wird das Treffen zwischen dem russischen und dem chinesischen Staatspräsidenten anmoderiert:
„Würden SIE jemanden besuchen, der seinen Nachbarn brutal überfallen hat und gegen den ein Haftbefehl vom Internationalen Strafgerichtshof vorliegt?“ Die Ansagerin, eine Mittdreißigerin mit keiner anderen Qualifikation außer einem netten Gesicht und der Fähigkeit, fehlerfrei vom Blatt abzulesen, macht eine Kunstpause. „Die Antwort ist natürlich. NEIN! Außer man ist Xi und braucht das russische Öl“ usw.
Es folgen ein paar Aufnahmen des Treffens der beiden Präsidenten und ein, höchstens zwei Sätze zu der Tatsache, dass jeder von ihnen in den Zeitungen des anderen Landes einen Artikel veröffentlicht hat. Was da drin steht, braucht den deutschen Fernsehmichel in NRW schon nicht mehr interessieren, denn dafür ist der Experte zuständig, der jetzt hinzugeschaltet wird.
Er erzählt uns, dass Chinas Wirtschaft zehnmal größer als die russische ist und kommt dann auf den für westliche Journalistenhirne eigentlichen Knackpunkt solcher Besuche: Wer ist der Stärkere und kann so den anderen erfolgreicher erpressen?
„Putin ist diesmal der Unterlegene – er wirkt verunsichert, blickt zu Boden bei der Begrüßung des Staatsgastes. Russland muß um Chinas Unterstützung für seinen Krieg in der Ukraine werben.“
Nach solchen profunden psychologischen Analysen bleiben für den fernsehkonsumierenden Westbürger keine Fragen offen. Die Begegnung der Staatsoberhäupter und die Beziehung der beiden Länder wird noch ein paar Sätze lang unter dem Aspekt „Wer wen?“ abgehandelt und am Ende ist Journalisten und Zuschauern klar, das hier ein psychologisch schwer verstörter Diktator der geballten wirtschaftlichen Macht des anderen Diktators schwanzwedelnd zu huldigen hat, damit seine bösen Schliche von letzterem irgendwie abgenickt werden und beide weiter Geschäfte machen können.
Nichts anderes als Hegemonie und Unterordnung, Erpressung und Einknicken, Machtkampf um Kontrolle des anderen und der Staatenwelt können und wollen sich die journalistischen Hofnarren des US-Imperiums vorstellen. Ihre Welt ist die eines erbarmungslosen Kampfes um den eigenen Vorteil GEGEN den Rest der Welt; ein Kampf, der jedes Mittel rechtfertigt, bei Bedarf auch Krieg, wenn’s der Überlegenheit und Hegemonie des eigenen Lagers dient.
Die Projektion des archetypisch Bösen auf den Feind gehört zur journalistischen Routine wie das Bäuerchen nach dem Brei bei Babys. Auch und gerade in Nachrichtensendungen werden nicht Nachrichten gesendet, sondern Meinungen und Urteile kolportiert: faktische Meldungen nehmen bestenfalls den Platz von Aufhängern ein, an denen die unbedingt zu erfolgende Dämonisierung des Gegenspielers festgemacht wird. „Experten“ sortieren jede Information ein in den Kontext allumfassender Verurteilung abweichender Standpunkte und einer eins-zu-eins mit der Regierungspolitik identifizierten Berichterstattung.
Deutsche Medien sind die Fankurve der Staatsmacht und ihr Publikum hat gefälligst die richtigen Fahnen zu schwenken und die richtigen Sprechchöre zu brüllen.
Dieses freundliche Schreiben unseres Vermieters lag heute im Briefkasten. Vermutlich liegt der Mann sogar richtig mit der Annahme, dass eine Mieterhöhung von 100 Euro nach sechs Jahren „moderat“ ist.
Jedenfalls war mir seine höfliche Bitte Inspiration und Anlaß, für meinen diakonischen Arbeitgeber eine auf dem Vermieter-Wording basierende Aufforderung zur Lohnanpassung zu verfassen. Eine so unschlagbare Ansprache lässt sich ja gar nicht ablehnen:
„Sehr geehrte Personalabteilung der Diakonie,
nach nun fast 6 Jahren der allgemeinen Teuerung und vieler neuer Kosten für Mieter und Arbeitnehmer möchte ich nunmehr meinen Lohn an die Gegebenheiten anpassen.
Bei einer Lohnerhöhung von 10% liegt der Lohn immer noch nur unwesentlich über dem Mindestlohn und ist damit niedriger als der Durchschnittslohn.
Das entspräche bei einer Stundenanzahl von 13,5/Woche einem monatlichen Nettolohn von ca. 900,00 euro.
Ich würde daher den Netto-Lohn ab 01.07.2023 auf 900,00 Euro zuzüglich Sonn- und Feiertagszuschlägen anheben wollen.
Ich würde Sie höflich bitten, diese durchaus moderate und angemessene Erhöhung nach nun rund 6 Jahren anzunehmen.
Diesem Schreiben liegt ein Vorabdruck für die Zustimmung bei. Bitte senden Sie dieses Formblatt bis spätestens 18.04.2023 zurück.
Bei Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen“
Ich freue mich schon auf das zusätzliche Geld ab Juli!
Ich schalte den Fernseher ein, um einen Film auf PRIME zu schauen. Bis der FireTV-Stick regiert und Prime aufgerufen ist, vergeht eine Weile. Währenddessen ist auf dem Bildschirm der LiveStream von „Tagesschau24“ zu sehen, das Lieblings-Berieselungsprogramm meiner Liebsten („Da kann man so schön bei dösen, wenn da immer einer redet!“)
Ein dunkelhäutiger Anchor man interviewt einen „China-Experten“ irgendeiner Stiftung, also eines regierungsnahen Think-Tanks. Der Nachrichtensprecher fragt: „Bei dem, was der chinesische Ministerpräsident und auch der Außenminister sagen, ist ja immer viel von weltweiten Einflüssen und Aktivitäten die Abrede. Betrachtet China die Welt, aus seiner neuen Stärke heraus, imperialistisch? Müssen wir jetzt von einem chinesischem Imperium ausgehen?“
Der Interviewpartner antwortet nicht mal ungescheit, entkräftet die dumme Frage des Sprechers und hinterlässt insgesamt den Eindruck eines zwar in die transatlantisch-hegemonialen Lügenmärchen eingebetteten, aber halbwegs kenntnisreichen Gesprächspartners.
Darum geht es mir an dieser Stelle allerdings gar nicht. Die Fragestellung des Nachrichtenmannes, seine überhaupt nicht gespielte ideologische Borniertheit, seine gesamthaft herrschaftsbuckelnde Idiotie setzt irgendeinen Mechanismus in meinem Gemüt außer Kraft. Oder in Kraft?
Den Mechanismus jedenfalls, einfach nicht mehr zu können. Genug ist genug.
Zum ersten Mal denke ich, dass es so völlig hoffnungs- und aussichtslos ist mit dieser komplett verblödeten und gegen jedes ernsthafte Nachdenken immunisierten Herde von indoktrinierten freien Untertanen, dass jede Beschäftigung mit politischen und ökonomischen Fragen im Grunde verschwendete Zeit ist. Eine Zeit, die man besser mit schönen Dingen verbringt.
Die Kunst, die Drogen, die guten Freunde, die Natur – das, was einem Genuss und Frieden verschafft, anstatt einer politischen Realität Aufmerksamkeit zu schenken, die einen fast körperlich leiden läßt an der absichtlichen, inszenierten, gewollten, von Millionen geteilten Verdummung und Abstumpfung.
Ist man dann selber verdummt und abgestumpft, wenn man sich einfach absondert und isoliert von dem Wahnsinn, der in der gesellschaftlichen Realität als normal gilt? Oder tut man damit etwas für die eigene geistige Gesundheit?
Ich weiß es nicht. Ich warte jetzt, bis der Anfall wieder vorbei geht. Eines wenigstens haben mich fünfundsechzig Jahre Existenz unter Wahnsinnigen gelehrt: All things must pass.
Bei der morgendlichen Runde mit dem Hund kommen der Frau, dem Kumpel und mir im Park zwei Jung-Eltern mit Kinderwagen entgegen. Beide bereits an der dezenten, teuren Bekleidung unschwer als Vertreter der hippen, aber nicht zu flippigen urbanen oberen Mittel- bis Oberschicht zu erkennen, die den Oberkasseler Gentrifizierungscluster bevölkert. In Berlin träfe man diese Schicht vermutlich vorzugsweise am Prenzlauer Berg an.
„Der Kinderwagen! Der ist von Bugaboo, das sind die teuersten, da gibt’s auch noch jede Menge sauteures Zubehör für!“ klärt mich die Frau auf, nachdem die junge Familie uns passiert hat. Sie hat nämlich registriert, dass am Griff des Wagens eine Art Muff für die Hände der Elternperson angebracht ist, damit die zarten Hände der Schiebenden nicht kalt und rissig werden.
Ich wundere mich, woher die Liebste solche Detailkenntnisse über Kinderwägen hat und bin insgeheim froh, dass wir die Nistbau- und Brutpflegephase kinderlos hinter uns gebracht haben. Mir klingt ein Gesprächsfetzen im Ohr, den ich beim Vorübergehen des Paares aufgeschnappt habe: „… und alles doppelt verglast, das muss man auch beachten…“
„Somebody spoke and I went into a dream…“ – Blitzartig entsteht vor meinem inneren Auge das Panorama der Menschheitsgeschichte, der Weg der Spezies vom Einzeller zum Kinderwagenschieber oder Hundeausführer. Männliches und weibliches Prinzip, das Yin und Yang der Natur, die die Fortpflanzung gewährleistende komplementäre Aufteilung der Spezies in zwei Geschlechter – all das liegt wie ein offenes Buch vor mir.
Das weibliche Prinzip dient der Erhaltung, der Hege und Pflege, der Einrichtung und Sicherung der unmittelbaren Umgebung, der Feuerstätte, der Behausung; es ist die Hüterin des individuellen Lebens und primär nach innen gerichtet. Das männliche Prinzip ist auf die Bewahrung des kollektiven Lebens gerichtet, auf Eroberung und Verteidigung des territorialen und mentalen Gruppenverbundes, seine Bewegung geht vorrangig nach draußen, in die Beherrschung der äußeren Bedingungen des Überlebens. Beide Prinzipien sind in beiden Geschlechtern angelegt, manifestieren sich aber in der Regel in den jeweiligen Exemplaren der Spezies entlang des biologischen Geschlechts.
Meine Betrachtung geht weiter: im Grunde ist die gesamte Spezies immer noch im Kindheitsstadium. Kinder nehmen die Welt so hin, wie sie ist, sie fragen nicht nach dem Warum, sie interessieren sich nicht für Ursachen und Hintergründe der Erscheinungen. Für Kinder IST die Welt eine unverrückbare Realität, in die die Natur oder das Leben sie hineingestellt hat.
Der moderne Mensch, genau wie der Höhlenbewohner vor 500.000 Jahren, ist sein Leben lang damit beschäftigt, in einer unverständlichen und ihm vor die Nase gesetzten Welt sein Überleben zu sichern. Auch die schlauen Anzug- und Krawattenträger, die unsere Welt beherrschen und die Ökonomie kommandieren, wissen zwar, WIE man die vorgefundene Welt zu seinem Vorteil (oder dem seiner Gruppe) benutzt. Sie WOLLEN aber überhaupt nicht wissen, WARUM das so ist. Ganz besonders wollen sie nichts davon wissen, wie sehr dieses WARUM mit Eigentumsverhältnissen und Geldvermögen als Kapital verknüpft ist.
Die Menschheit, so scheint mir, wird den Schritt in die Adoleszenz erst machen können, wenn sie ihre Reproduktion geplant und bedürfnisorientiert organisiert und die infantile, primitive Einteilung in Besitzende und Besitzlose, in arm und reich, in Kapital und Arbeit endgültig hinter sich läßt. Bis dahin bleibt die Spezies als solche auf der Stufe eines unmündigen Kindes, das so gut es eben geht versucht, mit der Welt, die es vorfindet, zurecht- und in ihr auszukommen.
Aus der Inneren Reise durch Raum und Zeit, vom Morgengrauen des Homo sapiens bis in eine hoffentlich nicht noch einmal eine Million Jahre entfernte Zukunft gesellschaftlicher Vernunft und Freiheit, komme ich zurück in den menschlichen Körper, der, einen Hund an der Leine führend, mit einem anderen Exemplar der Spezies durch einen Düsseldorfer Park läuft.
Ich versuche, der Liebsten meine Gedankengänge nahezubringen und berichte ihr von meiner Reise durch die Menschheitsgeschichte, die insgesamt höchstens ein paar Sekunden Erdzeit gedauert hat.
Sie hört zu. Am Ende schweigt sie eine kurze Weile und verkündet dann: „Also, ich sag dir jetzt mal was: Ich hab Hunger!“
Ich sitze in meiner Mittelschichts-Altbau-Dachwohnung am Rechner, versuche ein bißchen zu arbeiten und erfreue mich an dem sonnigen Wetter draußen. Aus dem Fernseher dringen Soundbits einer Übertragung der Wagenknecht-Schwarzer-Veranstaltung in Berlin – offensichtlich kann das staatliche Fernsehen nicht umhin, von diesem Ereignis zu berichten.
Ein ARD-Angestellter befragt einen Sprecher der Friedensbewegten und gibt bei jedem Satz, mit jeder Frage drüber Auskunft, dass er sich nicht als Reporter oder gar Journalist sieht, sondern als Propagandist der regierungsamtlichen Sichtweise (auf Nachfrage würde der Mann sicher behaupten, dass dies seine ganz eigene, selbstermittelten “Meinung“ wäre). Seine Suggestivfragen geben die Sprachregelungen und die Denkrichtung vor, mit denen BRD-Bürger das Geschehen in der Ukraine einzuordnen haben: ob es sich für Demokraten nicht verbieten würde, „den Aggressor mit dem Angegriffenen gleichzusetzen“; ob man für einen Waffenstillstand, gar ein Friedensabkommen, nicht „Putin vertrauen müsste“ und ob der Befragte dies denn könne „nachher all dem was in der Ukraine passiert ist“ usw.
Das Niveau des Kenntnisstandes über den Konflikt, die historische Ahnungslosigkeit, besonders aber die unbedingte Parteilichkeit und der moralisierende Fanatismus des Fragestellers ist zum Fremdschämen lächerlich. Man muss wohl davon ausgehen, dass dies schon die informiertere Version der generellen Verdummung ist, die im aufgeklärten demokratischen Faschismus der BRD 2023 vom mündigen Untertanen erwartet wird.
Nach diesem Vorortbericht aus Berlin, der den Informationsauftrag des Staatsfernsehens erfüllt und dem Zuschauer gleichzeitig mit Wucht die staatlich gewollte Sicht der Dinge aufdrückt, wird ins Studio geschaltet, wo ein „Experte“ sich zum Thema äußert. Sein Expertentum beläuft sich auf das ziemlich zusammenhanglose Aneinanderreihen einiger NATO-Talking Points, die man rund um die Uhr so oder leicht variiert von jedem politischen und medialen Propagandisten der US-Hegemonie und des NATO-Krieges gegen Russland untergejubelt kriegt. Wichtiger als der Hinweis auf die Schurkenrolle Putins, die bei solchen Papageien der Herrschaft nie fehlen darf, ist dem „Experten“ heute aber ein beinahe genauso schlimmes Gedankenverbrechen gegen die ideologische Landschaftspflege der BRD im Krieg: die Demonstranten – Organisatoren wie Teilnehmer – sind ziemlich eindeutig der KONTAKTSCHULD überführt!
Es ist nämlich so, das auch Rechte, also „AfD-Mitglieder, Verachwörungstheoretiker, Schwurbler“ und ähnlich vaterlandslose Gesellen zu dieser Demo aufgerufen haben und am Ende sogar mitlaufen. Damit ist erwiesen, dass sich hier ein im Grunde staatsabträgliches und gänzlich verurteilungswürdiges Völkchen tummelt, von dem alle anständigen Demokraten tunlichst die Finger lassen sollten.
Diese These wird hin- und her gewälzt, ausgebreitet, von allen Seiten betrachtet und beleuchtet, und dem Zuschauer ist spätestens jetzt klar, dass schon durch die Kontaktschuld mit „Rechten“ der Zweck und die Forderungen der Demo zum einen gar nicht mehr zu interessieren haben, andernfalls aber – wenn man sie dann trotzdem noch aufgreift – auf jeden Fall entwertet und diskreditiert sind.
Ich bitte die Liebste, die sich seit einer geschlagenen Stunde diese Berieselung antut, um Gnade: „Mach bitte mal aus. Das will ich mir nicht anhören.“
„Ich will aber die Reden hören!“, entgegnet sie.
Mein Einwand „Dann stell doch solange den Ton ab, bis das gesendet wird…“ wird erhört und sie stellt leiser.
Nach all der begleitenden und einbettenden Aufklärung und Einordnung besinnt sich der Staatsfunk aber jetzt wieder auf seinen Informationsauftrag: „Wir schalten sofort nach Berlin, wenn die Reden auf der Demo beginnen!“, hatte der Mann vor Ort versichert, und nun ist es soweit.
Eine vom Blatt ablesende Friedensbewegte erzählt irgendwas von „Heute ist der 365. Tag des Beginns des Krieges und des Mordens in der Ukraine“ und angesichts von so viel geballter Moral und Lüge (heute, also Ende Februar 2023, ist ca. schon der dreitausendste Tag des seit acht Jahren währenden Krieges dort) fliehe ich aus dem Wohnzimmer und überlasse die Frau der Übertragung des „Aufstands für den Frieden“, der mindestens genauso moralisch, verlogen und berechnend ahnungslos ist wie die staatliche Version der Friedensstiftung. Nur dass die Wagenknechts und Schwarzers dieser Republik statt mit Panzern und Bomben den Russen mit Verhandlungen und Verträgen einhegen wollen.
Dass letzterer – als Russe an sich und als Feind unserer regelbasierten NATO nämlich – sowieso an allem schuld ist, sieht der Aufruf zu dieser Demonstration bekanntlich genauso wie die große staatliche Friedensbewegung namens Bundesregierung: „Die von Russland brutal überfallene ukrainische Bevölkerung braucht unsere Solidarität.“ Wer so etwas schreibt, will nichts von Ursachen und Entstehung des Konflikts wissen, sondern schließt sich den Lügen der einen Kriegspartei, nämlich der NATO, an.
Das viele schöne Geld für Kriegsgerät und Unterstützungszahlungen, mit dem die Berliner Friedenspolitiker die Befriedung der Ukraine auf Kosten Russlands durchsetzen wollen, sähen die friedensbewegten Demokraten um Wagenknecht und Schwarzer lieber in nationale Vorhaben wie Klimaziele, Armutsbekämpfung, Wohnungsau etc. investiert.
Und das ist auch schon der einzige Unterschied zu den von ihnen Kritisierten. Beide sind sie Nationalisten, die sich über den besseren Weg zu Deutschlands Erfolg in der Staatenkonkurrenz streiten. Die Regierung hat da allerdings eindeutig die besseren Karten, da sie per definitionem die Entscheidungen trifft und obendrein noch – wie gerade in solchen Berichterstattungen wie der zur Wagenknecht-Schwarzer -Demo deutlich wird – die öffentliche Meinung dominiert und kontrolliert.
Trotz meiner festen Absicht, mich aus dem Fernsehkonsum meiner Liebsten rauszuhalten, kann ich bei meinem Fluchtversuch nicht an mich halten und mache eine Bemerkung zur Falschheit solcher Aussagen wie „Der Krieg hat vor einem Jahr begonnen“.
„Geh Mittagsschlaf machen“, kriege ich freundlich geantwortet. „Und nimm den Hund gleich mit!“