Ein Herz für Aktionäre: das müssen die Lohnarbeiter schon haben

1,58 Milliarden Gewinn! Pro Quartal!!

Hört sich super an? Nicht wenn man größter deutscher Automobilhersteller ist und wenn dieses Geschäftsergebnis einen Gewinneinbruch um zwei Drittel bedeutet – und wenn anspruchsvolle Aktionäre sich damit um ihr gutes Recht auf Bereicherung betrogen fühlen.

WER jetzt durch ganz viel Verzicht für einen Gewinn geradezustehen hat, der 1,58 Milliarden Euro im Quartal um ein Mehrfaches übersteigt, ist in der besten aller möglichen Welten sowieso von vorneherein klar:

„Wenn ein deutscher Industriekonzern vom Schlage VW erklärt, sich in einer Krise zu befinden, wenn er sodann die Katastrophe meldet, dass sein Gewinn um zwei Drittel eingebrochen ist und jetzt nur noch bei 1,58 Milliarden Euro pro Quartal liegt, dann gibt das interessierten Wirtschaftsexperten viel Gelegenheit, sich über die Versäumnisse zu verbreiten, aufgrund derer unser einstiger Vorzeigeautobauer den Anschluss im internationalen Wettbewerb zu verlieren droht: Er hat eine falsche Modellpolitik betrieben, zu einseitig auf den chinesischen Markt gesetzt, die Transformation zur E-Mobilität verschlafen usw. Darüber lässt sich offenbar trefflich streiten. Über eines streitet man sich dabei nicht: Für die Sanierung seiner Gewinne wird sich der Konzern an seine Belegschaft halten.“

https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/sozialpartnerschaft-zwischen-vw-ig-metall

Weihnachts-News aus Kiew

Menschenopfer für den verlorenen Krieg. Jetzt müssen Teenager sterben für das Selenskij-Regime und seine westlichen Kuratoren:

„Der Gesetzesentwurf über die Senkung des Wehrpflichtalters von 25 auf 18 Jahre (liegt) bereits auf dem Tisch der Werchowna Rada.“

„Vertreter der 17. Poltawa-Brigade der Streitkräfte der Ukraine: Der Gesetzentwurf über die Herabsetzung des Wehrpflichtalters in der Ukraine von 25 auf 18 Jahre ist bereits in der Rada.

Offizier Sergei Lunich sagte, dass die Brigade sich bald darauf vorbereiten wird, eine große Anzahl von Rekruten aufzunehmen, meist Männer um die 20 Jahre alt.

Sergej Lunitsch räumte widerwillig ein, dass der Gesetzesentwurf über die Senkung des Wehrpflichtalters von 25 auf 18 Jahre bereits auf dem Tisch der Werchowna Rada liegt und auf seine Verabschiedung wartet, und dass die höheren Mobilisierungsorgane die Militäreinheiten angewiesen haben, sich auf die Ankunft der neuen Rekruten vorzubereiten, damit sie ohne Zeitverlust mit der Kampfausbildung beginnen können“, schreibt die Publikation.

Gleichzeitig dementiert Kiew öffentlich regelmäßig Pläne zur Senkung des Mobilisierungsalters, die von den westlichen Partnern offen gefordert werden.“

Quelle: @Slavyangrad

„ Das alte Ägypten wurde um 3100 v. Chr. gegründet“

… schreibt die Facebookgruppe „Die erzahlte Zeit“ (Rechtschreibung im Original).

Ich stell mir gerade vor, wie eine Handvoll alte Ägypter damals bei einer Amphore berauschenden Getränkes zusammen saßen und einer sagte. „Wir sollten mal irgendwas Gescheites auf die Beine stellen..“

Zustimmendes Geraune der anderen, bis einer ausrief.. „Kommt, lasst uns das alte Ägypten gründen!“.

Darauf alle begeistert “Geniale Idee!“, und ein anderer, noch älterer Ägypter: „Aber mit Pyramiden und Hochkultur und so!“

Gesagt, getan, und ab da war ZIVILISATION.

Ja, so muss es gewesen sein.

Russophobie: der hässliche kleine Bruder des Antisemitismus

In Deutschland ist letzteres offiziell verpönt, ersteres dagegen in der politischen, medialen und privaten Sphäre so lebendig wie seit 80 Jahren nicht mehr.

Ein Auszug aus Glenn Diesens Buch „Russophobia: Propaganda in International Politics“:

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„Russland wird seit Jahrhunderten als der zivilisatorische „Andere“ des Westens dargestellt. Der Westen und Russland wurden als Westen gegen Osten, Europäer gegen Asiaten, zivilisiert gegen barbarisch, modern gegen rückständig, liberal gegen autokratisch und sogar gut gegen böse gegenübergestellt. Während des Kalten Krieges fielen die ideologischen Trennlinien ganz natürlich, indem die Debatte als Kapitalismus gegen Kommunismus, Demokratie gegen Totalitarismus und Christentum gegen Atheismus geführt wurde.

Nach dem Kalten Krieg wurde die antirussische Propaganda wiederbelebt, indem alle politischen Fragen durch das vereinfachende binäre Stereotyp von Demokratie versus Autoritarismus interpretiert wurden, das wenig oder gar keinen heuristischen Wert für das Verständnis der komplexen Beziehungen bietet. Die Darstellung Russlands als barbarischer Anderer suggeriert, dass der Westen Russland zivilisieren, eindämmen oder zerstören muss, um die Sicherheit zu erhöhen. Darüber hinaus impliziert die zivilisierende Mission oder sozialisierende Rolle des Westens, dass Dominanz und Feindseligkeit gutartig und wohltätig sind, was die positive Selbstidentifikation des Westens bekräftigt. Alle konkurrierenden Machtinteressen werden in der wohlwollenden Sprache von Liberalismus, Demokratie und Menschenrechten verborgen.

Die Russophobie ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern hat sich aufgrund ihrer geopolitischen Funktion als unglaublich beständig erwiesen. Im Gegensatz zur vorübergehenden Germanophobie oder Frankophobie, die mit bestimmten Kriegen verbunden sind, hat die Russophobie eine vergleichbare Ausdauer wie der Antisemitismus. Von den Bemühungen Peters des Großen um eine Europäisierung Russlands im frühen 18. Jahrhundert bis zu den ähnlichen Bemühungen Jelzins um eine „Rückkehr nach Europa“ in den 1990er Jahren konnte sich Russland der Rolle des „Anderen“ nicht entziehen. Die Ablehnung einer umfassenden europäischen Sicherheitsarchitektur durch den Westen nach dem Kalten Krieg zugunsten der Schaffung eines neuen Europas ohne Russland wurde weitgehend durch die angeblich dauerhafte Dichotomie zwischen dem Westen und Russland legitimiert.

Walter Lippman stellte bereits vor mehr als einem Jahrhundert fest, dass Propaganda gut für den Krieg, aber schlecht für den Frieden ist. Propaganda stärkt die innere Solidarität und hilft bei der Mobilisierung von Ressourcen gegen einen Gegner. Die Öffentlichkeit wird jedoch einen tragfähigen Frieden ablehnen, wenn sie glaubt, dass es einen Kampf zwischen Gut und Böse gibt. Lippman argumentierte, um die Trägheit der Öffentlichkeit gegenüber Konflikten zu überwinden, „musste der Feind als das personifizierte Böse, als absolute und angeborene Bosheit dargestellt werden… Als Ergebnis dieses leidenschaftlichen Unsinns wurde die öffentliche Meinung so vergiftet, dass die Menschen einen tragfähigen Frieden nicht zulassen würden“.

Diese Lektion gilt auch heute noch. Das Narrativ eines bösen und imperialistischen Russlands, das einen unprovozierten Angriff auf eine blühende Demokratie unternimmt, rechtfertigt das Anheizen eines Stellvertreterkriegs und die Ablehnung jeglicher Verhandlungen. Die Hitler-Analogie ist aussagekräftig, da Frieden den Sieg erfordert, während Diplomatie Beschwichtigung bedeutet. Ein tragfähiger Frieden ist heute schwer zu rechtfertigen, da er einen Kompromiss zwischen Gut und Böse voraussetzt.“

Quelle: https://open.substack.com/pub/glenndiesen/p/the-science-of-anti-russian-propaganda

Süße, heilige Censur, laß uns geh‘n auf deiner Spur

„Aus den genannten Gründen und den aufgeführten Meinungen anderer Autor:innen lässt sich das Buch in die Kategorie ‚Medien an den Rändern‘ einordnen, eine Anschaffung in einer Bibliothek sollte gründlich geprüft werden. Empfehlenswert ist, hier eine enge Kontextualisierung vorzunehmen. Hierbei könnte man Hinweise im Buch hinterlegen, die z.B. aus einem QR-Code oder zuverlässigen Quellen bestehen, die auf fachlich fundierte Rezensionen oder Stellungnahmen von medizinischen Institutionen verweisen.“

„Dies ist ein Werk mit umstrittenem Inhalt. Der Inhalt dieses Werks ist unter Umständen nicht mit den Grundsätzen einer demokratischen Gesellschaft vereinbar. Dieses Exemplar wird aufgrund der Zensur-, Meinungs- und Informationsfreiheit zur Verfügung gestellt“.

Solche Empfehlungen gibt der Berufsverband Information Bibliothek, BIB, ein Verband der Bibliothekare, an seine Mitglieder, also an die Bibliothekare, die in öffentlichen anderen Büchereien arbeiten. Inhaltliche Bewertung von Büchern ist zwar überhaupt nicht die Aufgabe von Bibliothekaren, aber in Zeiten der Verengung des Meinungskorridors auf die offizielle Regierungsdarstellung als einzig zulässiger Meinung fühlt sich offenbar jede Berufsgruppe berufen, in vorauseilendem Gehorsam die staatliche Zensurpolitik zu unterstützen.

Damit geben die Schmalspurgemüter aus Politik und unterordnungsbeflissenen Berufsgruppen zu Protokoll, was sie vom Leser, folglich von der Bevölkerung, halten:

Diese wird als zur richtigen Meinung zu erziehende Masse betrachtet, die zwar scheinbar schlau genug sind, bei entsprechender abweichender Lektüre auf dumme eigene Gedanken zu kommen, aber eben auch dumm genug, sich von Vorschriften, Hinweisen und Einhegung abweichender Meinungen in Form „kontextueller Hinweise“ (sprich: vom Regierungsnarrativ als korrigierend erhobener Zeigefinger) ihre Weltsicht formen zu lassen.

Immerhin trauen sie sich noch nicht, verdächtige Bücher gleich ganz zu verbieten, schließlich möchte man die verfassungsrechtlich vorgegebene Illusion von Meinungsfreiheit aufrechterhalten. Wenn die dann auch noch endgültig und offiziell gefallen ist (spätestens zum Kriegseintritt gegen Russland), werden BIB und andere Beufsverbände sicherlich freudig und willig die dann fälligen Verbote umsetzen. Nur zum Schutz von Freiheit und Demokratie, versteht sich.

Artikel zum Thema im Blog von Norbert Häring: https://norberthaering.de/propaganda-zensur/berufsverbhand-information-biblio/

Handlungsempfehlungen des BIB: https://www.bib-info.de/berufspraxis/medien-an-den-raendern

Russe k.o.! Ukrainische Armee an allen Fronten siegreich!!Sensationelle Erfolge der tapferen Krieger Selenskijs!!!

Jedenfalls wenn man dem Frontmagazin „Spiegel“, einem ehemaligen Nachrichtenmagazin, glaubt. Diese Gazette glaubt nämlich den Verlautbarungen aus dem Führerbunker in Kiew und präsentiert uns einen Schlachtenverlauf, der alles auf den Kopf stellt, was wir bisher hörten und lasen!

Gottseidank, möchte man seufzen, es besteht also noch Hoffnung für Freiheit, Recht und Demokratie, die in der Ukraine so tapfer verteidigt werden gegen „Russlands Angriffskrieg“ – damit man nie vergißt, wer hier der Böse ist, bringt der „Spiegel“ diese Redewendung in jeder seiner Meldungen über den Ukrainekonflikt mindestens einmal unter.