
Kategorie: Allgemein
Salomon der Weise spricht
Wiederum sah ich alles Unrecht an, das unter der Sonne geschieht, und siehe, da waren Tränen derer, die Unrecht litten und keinen Tröster hatten. Und die ihnen Gewalt antaten, waren zu mächtig, so daß sie keinen Tröster hatten.
Da pries ich die Toten, die schon gestorben waren, mehr als die Lebendigen, die noch das Leben haben.
Und besser daran als beide ist, wer noch nicht geboren ist und des Bösen nicht innewird, das unter der Sonne geschieht.
Ich sah alles Mühen an und alles geschickte Tun: da ist nur Eifersucht des einen auf den andern. Das ist auch eitel und Haschen nach Wind.
Ein Tor legt die Hände ineinander und verzehrt sein eigenes Fleisch.
Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind.
Wiederum sah ich Eitles unter der Sonne:
Da ist einer, der steht allein und hat weder Kind noch Bruder, doch ist seiner Mühe kein Ende, und seine Augen können nicht genug Reichtum sehen. Für wen mühe ich mich denn und gönne mir selber nichts Gutes? Das ist auch eitel und eine böse Mühe.
So ist’s ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn für ihre Mühe.
Fällt einer von ihnen, so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt! Dann ist kein anderer da, der ihm aufhilft.
Auch, wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich; wie kann ein einzelner warm werden?
Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.
(Quelle: DER PREDIGER SALOMO (KOHELET), 4. Kapitel: Bedrückung, Arbeitseifer, Vereinsamung 4.1 – 4.12)

Gesinnungsjournalismus verweist Pflegekräfte auf ihren Platz in der Konkurrenzgesellschaft

Ja ja, die journalistischen Hofnarren und Zäpfchen der kapitalistischen Ausbeuterordnung…
Die wissen halt vorausschauend und mitfühlend immer, was ihren Brötchengebern nützlich und dienlich ist!
Die lohnarbeitende Klasse, speziell die in den sozialen Berufen und ganz besonders diejenigen, die die altersbedingt vom Verwertungsprozess Aussortierten zu versorgen haben, sollen gefälligst klaglos und zufrieden ihre Arbeit machen und gar nicht erst auf den Gedanken kommen, dass ihre besondere Tätigkeit (die viele gar nicht bis zum Pensionsalter durchhalten) irgendein – und sei es noch so kleines – Extra verdient.
Das bringt die anderen Proleten doch nur auf dumme Gedanken, weiß Frau Salomon.
Für diese ideologische Schwerarbeit hat sich Martina Salomon dann auch ganz gewiss das sicher nicht schmale Salär verdien, das Propagandisten wie sie beziehen, wenn sie solche Leitartikel direkt aus dem Rektum der herrschenden Klasse zur Erbauung der Untertanen verfassen.
Russlands antifaschistischer Kampf in der Ukraine ist derselbe wie der antifaschistische Kampf der Sowjetunion vor achtzig Jahren
Wer nicht versteht, dass der antifaschistische Kampf Russlands gegen NATO/EU und ihre ukrainischen Humunkuli in der Kontinuität des antifaschistischen Kampfes der Sowjetunion gegen den Hitlerfschismus steht, hat den gesamten Ukraine-Konflikt nicht verstanden und sollte besser dazu schweigen.

Bildquelle: Aleksey Berzudski
GEBET DEM SONNENGOTT! Nein, äh….Betet ihn an!
Es gibt eine Art der Verlangsamung, die so langsam ist, dass sie im totalen Stillstand mündet.
Dieser Stillstand ist wie ein einziger tiefer (halber) Atemzug, der alles in sich hineinnimmt, ehe er wieder ausatmet.
Wenn er dann aber ausatmet, entfaltet sich alles in der ihm eigenen natürlichen Geschwindigkeit oder Langsamkeit, je nachdem.
All das passiert in völliger Zeitlosigkeit und – noch erstaunlicher – Gleichzeitigkeit.
Die Altvorderen waren davon so überwältigt, dass sie ein übernatürliches Wesen, einen Gott und dergleichen, dafür erfanden.

„Erinnert euch!“ – Ja, machen wir, sagen die Imperialisten, darum wollen wir’s ja ungeschehen machen

Es ist einigermaßen müßig, den deutschen Imperialisten in ihrer heutigen Version – der Farce, als die die Geschichte sich wiederholt – zuzurufen „Erinnert euch!“
Sie tun, was sie tun, WEIL sie sich erinnern – und weil die Erinnerung an ihren Hälsen hängt wie ein Mühlstein, den sie unbedingt loswerden wollen.
Sie würden gerne die Erinnerung dazu nutzen, das ungeschehen zu machen, an das sie sich gezwungenermaßen erinnern müssen.
Eine Farce, wie gesagt. Wenn auch eine kostspielige (für uns, die lohnabhängige Klasse und Normalbürger) und gefährliche.




