Verdächtige Russlandfreundlichkeit war schon vor achtzig Jahren in Deutschland ein Thema

Beim Aufräumen gefunden: Rubelscheine aus dem Großen Vaterländischen Krieg.

Mein Großvater hatte sie mitgebracht, als er Ende der 1940er Jahre us russischer Kriegsgefangenschaft zurückkam. Zu Kriegszeiten hatten seine Feldpostbriefe aus Russland meiner Großmutter den Besuch der Hamburger Gestapo eingebracht, denen das Lob für die russischen Schulen und Kinderheime, die mein Großvater hinter der Front (er war als „bedingt Wehrtauglicher“ für den Flugplatzbau und ähnliches abkommandiert) kennenlernen durfte, zu russenfreundlich war.

Wie man sieht, war verdächtige Russlandfreundlichkeit schon vor achtzig Jahren in Deutschland ein Thema.

Scott Ritter zu Gast bei Judge Napolitano: Russlands Zeit der Nettigkeiten gegenüber dem Westen ist beendet.

Judge Napolitano:
Beim kürzlichen Empfang der neuen Botschafter verschiedener Staaten in Moskau – darunter die neue US-Botschafterin – wurde der russische Präsident ungewohnt deutlich für die diplomatische Bühne solcher Anlässe.

Putin sagte, dass der Grund des Krieges in der Ukraine bei den USA läge. Diese hätten 2014 einen Staatsstreich zum Sturz der ukrainischen Regierung angefacht und organisiert, eine sogenannte Farbenrevolution. Es wäre Zeit, dass dies jedermann klar würde.

Scott Ritter:
Die Aussage entspricht der ebenfalls vor kurzem angekündigten neuen Außenpolitik der Russischen Föderation, nach der Russland sich vom Westen fort bewegt und sich selbst zu einem Hauptzentrum globalen Einflusses erklärt. Indem es das tut, hört Russland auf, nett zum Westen zu sein.

Russland hat lange versucht, mit dem Westen zusammenzuarbeiten, sich zu integrieren. Der Westen jedoch hat nicht nur Russland zurückgewiesen, er hat Russland den Krieg erklärt. Als Russland seine neue Außenpolitik formuliert hat, war klar, dass das Auswirkungen auf Russlands globale Positionierung haben würde. Und genauso ist es: Russlands Nettigkeiten gegenüber dem Westen sind vorbei. Keine diplomatischen Reden mehr, keine Versuche mehr, hinter den Kulissen etwas zu klären, jetzt sagen sie direkt, was Sache ist. Und wer könnte Putin an dieser Stelle widersprechen?

Dies ist ein Krieg, der von den Vereinigten Staaten erzeugt wurde. Das ist hundertprozentig korrekt.

Siegesreden nach fast achtzig Jahren

Vor 78 Jahren befand sich ein maßgeblicher deutscher Regierungspolitiker im Krieg gegen Russland in einer aussichtslosen Lage, ganz ähnlich wie seine heutigen Nachfolger bei dem derzeitigen gleichen Vorhaben.

Und ganz wie dieser eloquente, so ruhig und vernünftig, so bedächtig und wohlintoniert redende Politiker davon spricht, dass noch nichts verloren sei und dass sich das Kriegglück in dieser für das Abendland entscheidenen Auseinandersetzung zwischen Gut (wir) und Böse (der Russe) durchaus noch wenden könne, genauso hören sich seine heutigen Nachfolger an, wenn sie den Endsieg des westlichen Kriegsbündnisses und seiner Kiewer Marionetten beschwören.

Tatsächlich sind die Parallelen verblüffend. Wie werden in 80 Jahren die heutigen „Wir kämpfen bis zum Sieg (der Ukraine)!“-Reden der Scholzens, Habecks, Bidens, Baerbocks und Selenskijs in den Ohren der Nachgeborenen klingen? Nicht viel anders als diese interessanten Ausführungen von Herrn G.

Lesetipp: The Indian Punchline

Ein Blog, das von M.K. Bhadrakumar, einem indischen Ex-Berufsdiplomaten, betrieben wird und äußerst lesens- und bedenkenswerte Beiträge zu geopolitischen Fragen und solchen der Multipolarität bietet.

Im aktuellen Posting über den Besuch des chinesischen Präsidenten in Moskau schreibt Bhadrakumar folgendes:

„Russische Medien berichteten, dass Präsident Wladimir Putin eine außergewöhnliche Geste machte, als Präsident Xi Jinping den Kreml nach dem Staatsdinner letzte Woche am Dienstagabend verließ, indem er ihn zur Limousine begleitete und verabschiedete.

Beim Handschlag zum Abschied soll Xi geantwortet haben: „Gemeinsam sollten wir diese Veränderungen vorantreiben, die es seit 100 Jahren nicht mehr gegeben hat. Take care.“

Xi spielte damit auf die vergangenen 100 Jahre der modernen Geschichte an, in denen sich die Vereinigten Staaten von einem Land nördlich von Mexiko in der westlichen Hemisphäre zu einer Supermacht und einem globalen Hegemon entwickelt haben.

Mit seinem ausgeprägten Sinn für Geschichte und seinem dialektischen Denken erinnerte Xi an die intensiven Gespräche mit Putin, in denen es um die gegenwärtigen Realitäten ging, die das unipolare Moment der USA auf den Müllhaufen werfen, und um die Notwendigkeit, dass China und Russland sich zusammentun, um den Übergang der Weltordnung zu Demokratisierung und Multipolarität zu konsolidieren.“

https://www.indianpunchline.com


“Deutschland will die Hilfe für die Ukraine auf 15 Milliarden Euro aufstocken”.

Deutschland hat den Krieg in der Ukraine voll unterstützt. Die Pläne sind alt, noch aus dem Dritten Reich, und die Darsteller sind neu.

Ihre Komplizen sind übrigens die ehemaligen – Bandera.

Zitat aus der “Direktive zur Orientierung der Mitarbeiter” vom 22. Juni 1942, herausgegeben vom Reichskommissar der Ukraine für die Führer der SS und der Polizei:

“Die Ukrainer brauchen Führung. Sie haben im Laufe der Geschichte bewiesen, dass sie zur Selbständigkeit einfach nicht fähig sind. Aber wenn sie geführt und geleitet werden, sind sie eine gehorsame Arbeitskraft. Unter guter Führung sind sie sogar pünktlich und fleißig.”

Alles wiederholt sich, auch heute befinden sich die ukrainischen Nazis unter der Führung des Westens im Krieg mit Russland.

Das Ergebnis wird dasselbe sein – wieder wird ein russischer Soldat eine Fahne auf den besiegten Reichstag pflanzen.

Quelle: https://t.me/s/EvPanina/8897

Herrschaftliche Klarstellungen zur Notwendigkeit inflationärer Verarmung

Der Westen führt einen Wirtschaftskrieg gegen Russland, die führenden westeuropäischen Demokratien setzen ihre bisherigen Wirtschaftsbeziehungen als Waffe gegen die Energiegroßmacht ein – und die angekündigten „schweren Zeiten“ an der Heimatfront stellen sich prompt ein.

In unterschiedlicher Ausprägung, aber doch überall in Europa, kommt es zu einer in dieser Geschwindigkeit ungekannten Verarmung der Völkerschaften, wie sie der Marktwirtschaft würdig ist: In der Abteilung Energie überführen die Akteure des Marktes die politisch hergestellte oder auch bloß die erwartete Verknappung des Angebots an Energieträgern in höhere Preise, die die kommerzielle Kundschaft aus allen möglichen anderen Abteilungen auch zahlt, um ihrerseits auch fortan lohnende Geschäfte zu machen.

Dazu „reicht“ sie ihre gestiegenen Einkaufspreise mindestens „weiter“, wenn nicht gleich mit Aufschlag. Wie umfassend und wie erfolgreich sie das tut, das bekommt die Sorte Marktteilnehmer, die am Ende aller marktwirtschaftlichen Ketten die Preise nur zahlt, um das Erworbene zu konsumieren, in aller Härte zu spüren; zuerst an der Tankstelle, dann im ganzen Supermarkt und schließlich über die Abschlagsrechnungen der Energieversorger.

Schwarz auf weiß bekommen sie den Grad ihrer Verarmung in den Statistiken über die Inflationsrate des nationalen Geldes vorgerechnet, mit der sich der Monatslohn entwertet, von dem sie leben müssen, es aber immer schlechter können.

Natürlich werden die Leute damit in einer sozialen Marktwirtschaft, die etwas auf sich hält, nicht alleingelassen. In ihrer Eigenschaft als Sozialpolitiker legen die nationalen Machthaber „Entlastungspakete“ und „Kaufkraftgesetze“ auf, die jede Zumutung immer gleich mit einer passenden Maßnahme flankieren. Sie machen damit die Vorgabe, dass der Schaden, den sie nach ihrem Ermessen abmildern, die neue Realität ausmacht, an die die Völker sich anzupassen haben.

Quelle: https://de.gegenstandpunkt.com/…/gegenstandpunkt-1-23

Umwälzungen

Eben die hochkarätig besetzte Runde bei Garland Nixon gehört (Andrei Martyanov und Scott Ritter zu Gast). Wie immer kompakte, absolut solide Expertise zum Verlauf des NATO-Krieges gegen Russland.

Was bei mir hängen geblieben ist, sind diesmal die Einschätzungen der beiden Gäste zur gerade stattfindenden Umwälzung der Geopolitik, die mit Präsident Xi‘s Besuch in Moskau einen Fokuspunkt der Unumkehrbarkeit erreicht hat.

Martyanov vergleicht die derzeitige tektonische Verschiebung in der Geopolitik mit derjenigen bei der Auflösung der Sowjetunion vor 30 Jahren, die im Vergleich zu den Veränderungen, die sich jetzt vollziehen, vergleichsweise gering ausfiel. Machtverschiebungen wie die jetzige hin zu einer multipolaren Welt passieren in seiner Sicht nicht (wie der chinesische Präsident in zurückhaltender Bescheidenheit sagt) einmal in hundert Jahren, sondern haben laut Martyanov Auswirkungen auf Geschichte und Machtverhältnisse der Welt, wie sie vielleicht alle 300-500 Jahre vorkommen.

Scott Ritter stellt ähnliche Überlegungen an. Er vergleicht die Entwicklung, deren Zeuge wir heute sind, aus US-amerikanischer Sicht mit dem Fall Roms und stellt sogar noch die Zeitraumangabe Martyanovs in Frage. Die Machtverschiebung, die jetzt stattfindet, ist ein Ereignis, wie es einmal in tausend Jahren passiert, meint Ritter.

Beide scheinen ausdrücken zu wollen, dass die globale Dimension der von Russland und China angeführten Multipolarität bereits dabei ist, die globale Herrschaft des westlichen Imperiums zu beenden und den Schwerpunkt des Weltgeschehens für die nächsten Jahrhunderte auf die Welt außerhalb des NATO-Blocks und seiner Vasallen zu verlagern.

Und das scheint mir eine sehr gute Nachricht zu sein. Als europäischer Insasse des wertewestlichen Freiheitsstalles muß man sich selber immer wieder daran erinnern, dass man in einem Kerngebiet einer im Höchstmaß propagandisierten Sphäre lebt.

Eine Sphäre, in der nach wie vor (angesichts der Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens immer erbitterter und verzweifelter) die sich auflösende Kontrolle des US-Imperiums über die globalen Verhältnisse verteidigt wird. Der Rest der Welt hat sich bereits (oder ist gerade dabei) umorientiert auf die Führungsnationen der neuen multipolaren Welt, die Frieden, Prosperität und vor allem Gleichberechtigung aller Nationen und Staaten verspricht.

Mythos und Fakten: das Bundeskanzleramt (des-)informiert

Die Kolonialverwaltung in Berlin hat sich aus Sorge um das kriegstauglich betreute Denken ihrer Untertanen ein paar „Mythos vs Fakten“-Hinweise über Desinformation einfallen lassen.

Dabei sind ihr leider ein paar Fehler unterlaufen, die ich aber in einem Anfall von Großzügigkeit korrigiert habe.

Nichts zu danken, Bundesregierung!

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Das Bundeskanzleramt und seine Propagandisten nutzen Desinformation, um die Unterstützung für ihren Krieg gegen Russland in der Ukraine zu stärken – also bewusst verbreitete und politisch motivierte Falschinformationen.

Gerade in Deutschland wurden und werden solche Meldungen verbreitet.

Das grausame Endspiel in der Ukraine

Von James Richards

Über den Autor:

James G. Rickards ist der Herausgeber von Strategic Intelligence, Project Prophesy, Crash Speculator und Gold Speculator. Er ist ein amerikanischer Rechtsanwalt, Wirtschaftswissenschaftler und Investmentbanker mit 40 Jahren Erfahrung auf den Kapitalmärkten an der Wall Street. Er war der Hauptvermittler bei der Rettung von Long-Term Capital Management L.P. (LTCM) durch die US-Notenbank im Jahr 1998. Zu seinen Kunden zählen institutionelle Anleger und Regierungsstellen.

Über seine Arbeit wird regelmäßig in der Financial Times, dem Evening Standard, der New York Times, dem Telegraph und der Washington Post berichtet, und er ist häufig Gast bei BBC, RTE Irish National Radio, CNN, NPR, CSPAN, CNBC, Bloomberg, Fox und dem Wall Street Journal. Er hat als Berater für Kapitalmärkte für den US-Geheimdienst und das Büro des Verteidigungsministers im Pentagon gearbeitet. Er hat auch vor dem US-Repräsentantenhaus über die Finanzkrise 2008 ausgesagt.

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„Die USA werden die Waffenlieferungen nicht einstellen, weil Joe Biden Angst hat, sein Gesicht zu verlieren, und seine engsten Berater wie Victoria Nuland einen irrationalen Hass auf Russland haben und absolute Kriegstreiber sind.

Jetzt können wir eine neue Gefahr hinzufügen, die aus Verzweiflung resultiert. Das ist die Tatsache, dass die USA selbst der größte Verlierer des Krieges sein könnten.

Während die Ukraine unter dem massiven russischen Angriff verschwindet, werden die USA immer verzweifelter. Ihre Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel, nachdem sie so viel Geld, Material und moralisches Gewicht in die Verteidigung der Ukraine gesteckt haben.

Die Regierung Biden hat den Krieg in der Ukraine im Grunde zu einer existenziellen Krise für die USA und die NATO gemacht, was er nie hätte sein dürfen. Die Ukraine war nie ein vitales Interesse der Vereinigten Staaten. Aber für Russland ist der Krieg existenziell, und es wird nicht aufgeben.

Werden die Vereinigten Staaten einfach die Hände in den Schoß legen und den russischen Sieg anerkennen? Angesichts eines solch spektakulären Scheiterns könnte die NATO tatsächlich zerfallen. Also werden wir wahrscheinlich noch einen draufsetzen.

Vielleicht beordert ein verzweifelter Biden Truppen in die Westukraine als Puffer gegen eine vollständige russische Übernahme des Landes. Sie können sich vorstellen, was schief gehen könnte. Die Situation könnte sich schnell zu einem direkten Krieg zwischen den USA und Russland auswachsen, anstatt zu einem Stellvertreterkrieg, wie es jetzt der Fall ist.“