Lustig und traurig: die Chuzpe der Dummen

Das hier ist einerseits echt lustig wegen seiner offenkundigen Negation der Fakten – und andererseits ein trauriger Beleg der absurden Parallelrealität, die intellektuell überschaubar ausgestattete Teleprompter-Ableser aus der politischen Klasse bewohnen.

Dass Chuzpe und Selbstbewusstsein der Dummen – beides typische Eigenschaften dieser Sorte Funktionsträger – ausreicht für die Verwaltung des Kapitalstandortes und dafür, die Ansprüche der BRD auf imperialistische Komplizenschaft in der Staatenkonkurrenz geltend zu machen, ist ein anderes Thema. Wenn ohnehin weniger die politische Klasse als die ökonomischen und oligarchischen Eliten die Richtlinien von Staat und Politik definieren, sind die Baerbocks, Habecks, Scholzens, Merz usw wahrscheinlich besser geeignet als die seriösen politischen Kaliber, die zum Beispiel in Russland oder China die entsprechenden Positionen bekleiden.

“Spiegel“-Logik

Der „Stürmer“ für Grüne und Regierungsfans sorgt immer wieder unfreiwillig für Heiterkeit beim Leser. In seinem Bemühen, ab und zu mal das umnachtete Köpfchen aus dem Rektum der herrschenden Interessen zu strecken und die dazugehörigen ökonomischen Propagandafürze möglichst harmonisch herauzuflatulieren, gelingen dann solche wunderbaren „Meldungen“ wie die abgebildete.

In weiteren Meldungen (die leider nicht im Hamburger Sudelblatt stehen):

*** BVB hätte 2023 Meister werden können – wenn nicht so viel Spiele verloren gegangen wären ***

*** Nutella hätte auch 2023 salzig schmecken können – wenn nicht soviel Zucker drin wäre ***

*** Ozeane wären trocken – wenn nicht so viel Wasser drin wäre ***

Geschichten aus dem Pflegeheim: Wie schade, dass ich nichts sehen kann!

Aus der Mal- und Kreativrunde, die ich Montags in der Pflegeeinrichtung anbiete. Neue Teilnehmer kommen oft, so sagen sie, „wegen der guten Atmosphäre hier“, sitzen zunächst einfach dabei und schauen den anderen zu. Früher oder später greift sich noch jeder einen Stift, einen Pinsel oder was immer wir gerade machen.

Andere haben gehört, dass es hier „ein Kunstangebot“ gäbe und wollen aus Interesse daran teilnehmen. So Frau B., die zur vierwöchigen Kurzzeitpflege bei uns ist. Frau B. ist 103 Jahre alt und ist bis auf eine vor drei oder vier Jahren eingetretene Verschlechterung ihres Sehvermögens mobil und orientiert. Sie ist die fitteste so alte Person, die ich bisher kennengelernt habe,

Sie erzählt, dass sie irgendwann, „so mit achtzig“, angefangen hat zu malen, genauer zu aquarellieren, jetzt aber leider kaum noch etwas sehen könne und deswegen ihr Hobby, das sich zur Leidenschaft ausgewachsen hat, nicht mehr richtig ausüben könne. Als sie gehört hat, dass es hier eine Malgruppe gibt, wollte sie aber unbedingt dabei sein.

Erfreut nimmt sie Platz, orientiert sich – mehr mit den Händen als mit den Augen – an Papier, Material, Werkzeugen usw. und beginnt zu malen. Die Farben muss ich ihr in den Pinsel rühren, da sie weder die kleinen Aquarell-Kästchen sieht noch die Farben erkennen kann.

Dennoch legt sie erkennbar freudig gestimmt los. Man merkt, dass diese Frau nicht das erste Mal aquarelliert: Pinselführung, Selbstsicherheit des Strichs und Farbauftrags, Routine der Verwendung des Wassers – all das zeigt mir, dass ich hier außer der Handreichung mit den Pinseln nicht viel tun muss.

Frau B. weiß auch, was sie sich thematisch vornehmen will („Ich will einen Baum malen“). Sie malt zufrieden drauf los und ruft mich ab und zu herbei, um ihr den Pinsel neu oder in eine weitere Farbe einzutauchen. Inzwischen hat sich eine andere Bewohnerin neben sie gesetzt und verfolgt fasziniert, was Frau B. da treibt. Am Ende der Runde ist ihr Bild fertig; dass sie dabei über das Aquarellpapier hinaus auch gleich die Unterlage mit einbezogen hat, ist ihrer kaum vorhandene Sehkraft geschuldet.

„Ach, ein Jammer dass ich nicht mehr sehen kann! Aber ich hab hundert Jahre mit guten Augen gelebt, da will ich jetzt nicht über die drei Jahre mit schlechterń Augen klagen…“, erklärt sie. Und tatsächlich ist das, was sie zu Papier bringt, erstaunlich, wenn man bedenkt, dass sie kaum etwas sieht.

Die Demokratie wird am besten verteidigt, indem man sie abschafft:

„Ab Mitte Februar hat in Deutschland der sogenannte Digital Services Act, kurz DSA, volle Rechtskraft. Das Gesetzespaket war im Sommer 2022 von den EU-Gremien beschlossen worden.

Der DSA schreibt vor, welche Inhalte grosse Onlineplattformen mit über 45 Millionen Nutzern zwingend löschen müssen. Darunter fallen nicht nur rechtswidrige Beiträge, sondern auch die Verbreitung «anderweitig schädlicher Informationen».
Was genau darunter fällt, ist schwammig definiert. Als Desinformation, die zensiert werden muss, wird alles bezeichnet, was «öffentlichen Schaden» verursachen könne.“

Bärtige und bartlose deutsche Kanzler: Alle finden Aufmärsche zur Unterstützung der Regierungsagenda klasse


Eine Facebook-Freundin schrieb folgendes:

Diese „Correctiv-Story! Ich hab sie ganz gelesen, was sehr mühsam war. Leute, Leute!
So wie beim NSU hatten die Dienste auch dort ihre Finger drin. Und woher hat Correctiv die Einladung? durchgestochen von wem? Und dann Kameras installiert? Um was zu machen? Grobrasterige Bilder zu produzieren? Na klar! Grob gerastert sieht gefährlicher aus und Under Cover-mäßig!
Was steht drin? Dieser Identitäre aus Ö-reich hat einen Vortrag gehalten, dessen Inhalt auch in seinen Büchern steht.
Es sollte Geld gesammelt werden. Für…. naja, das was Correctiv so erzählt. Genaueres? Weiß man nicht.
Ein Rechtsanwalt hat was zu Briefwahlen erzählt….
Leute, Leute! und nun gehen Hunderttausende auf die Straße! In Echtzeit war zu erleben, wie – ganz auf die Schnelle – die Manipulation eines großen Teils der Bevölkerung abgewickelt wird.
Das sollte man sich genau ansehen! Das ist höchst gefährlich. DAS ist der nächste Schritt in den Faschismus oder jedenfalls in den autoritären Obrigkeitsstaat. Und es ging wie geschmiert!

Es gab mal einen anderen, bärtigen, Kanzler, unter dessen Regierung solche von der Regierung bestellten Massendemonstrationen als „Aufmärsche“ bezeichnet wurden.

Dieser frühere Kanzler hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass ein bartloser Nachfolger eines Tages ebenfalls „das Volk“ bzw. „die Mitte der Gesellschaft“ hinter der Agenda der Staatsführung versammelt.

Und das nicht mit Bücherverbrennungen, Parteitagen oder Verfolgung ethnischer Minderheiten, sondern unter der Losung, derlei zukünftig nicht gut finden zu wollen und die Regierungszeit des bärtigen Kanzlers „nie wieder“ erleben zu wollen – während Rituale und Einschwörung der Volksgemeinschaft auf den Krieg gegen denselben alten Feind haargenau dem entsprechen, was schon der Bärtchenkanzler seinem Volk spendiert hatte (und was diesem so durchschlagend eingeleuchtet hat, dass es – auch dies wieder ganz wie heutzutage – bis zum Schluss brav mitmachte)