Faschisierung: läuft!

„Verfassungsschützer sollen in Zukunft auch Privatpersonen wie Vermietern, Sporttrainern und sogar Familienmitgliedern heimlich zuflüstern dürfen, wenn jemand in Verdacht steht, eine radikale Gesinnung zu haben. Wohlgemerkt: nicht erst wenn ein Gericht darüber entschieden hat oder eine konkrete Gefahr für die demokratische Grundordnung oder schwerste Straftaten zu erwarten sind.

Die „Übermittlung“ der Radikalitäts-Vorwürfe muss einzig der „Deradikalisierung“ dienen oder irgendwie helfen, „das Gefährdungspotenzial zu reduzieren“, so der schwammige Wortlaut im Gesetzentwurf, der bereits im August von der Bundesregierung mit Zustimmung der FDP durchgewunken wurde.“

https://www.nius.de/Politik/faeser-plant-anschwaerz-gesetz-des-grauens-geheimdienst-soll-menschen-in-ihrem-privaten-umfeld-veraechtlich-machen-duerfen/beebd14f-4653-4f19-b8b6-e5a8e0f52cfd

„Man muss die Handlungen der Hamas nicht gutheißen. Aber Gründe haben sie.“

„Wie können diese Hamas-Terroristen bloß!“, „Entsetzlich!!“, „Die ARMEN Israelis!!!“, „Jetzt aber ERBARMUNGSLOSE RACHE, äh, sorry SELBSTVERTEIDIGUNG ISRAELS!!!!“ – das sind die mentalen Schritte des medial zugerichteten Bürgerverstandes, wenn es um den Gegenschlag der islamistischen Hamas-Truppe gegen die israelische Besatzungsmacht geht. Eine Besatzumgsmacht, die seit Jahrzehnten Palästinenser entrechtet, zu Menschen zweiter Klasse macht und sie in jeder Hinsicht wie Vieh behandelt. Immerhin wurde der israelische Verteidigungsminister Gallant kürzlich deutlich und sprach von „menschlichen Tieren“, die sein Staat auszurotten gedenke.

Dass auch fundamentalistische Widerstandsgruppen wie die Hamas nur auf dem Mist wachsen, den die Palästinenser seit Jahrzehnten erfahren müssen, darf in der philosemitisch gleichgeschalteten Medienlandschaft der BRD nicht erwähnt werden. Ein Sturm der empörten Entrüstung überzieht jeden, der es wagt, selbständig nachzudenken und NICHT in die vorgegeben Sprachregelungen einzustimmen, die – ganz wie beim Ukrainekonflikt – von Ursachen und Gründen nichts wissen wollen und stattdessen ihr selbstgerecht-moralisches „virtue signaling“ wie die Monstranz bürgerlicher Rechtgläubigkeit vor sich her tragen.

Melina Deymann macht da eine Ausnahme . In der „uz“ benennt sie in paar der guten Gründe, die es für den Widerstand gegen die Apartheids- und Landraubpolitik Israels in den palästinensischen Gebieten gibt:

„Bei der UN-Generalversammlung im September zeigte der israelische Regierungschef schamlos eine Karte, die Israel zeigen sollte – vom Fluss bis zum Meer ohne palästinensische Gebiete, ohne Westbank und ohne Gaza. Unverhohlen zeigte Netanjahu das Ziel der unter seiner extrem rechten Regierung noch einmal intensivierten Siedlungspolitik. Zur Erinnerung: 1993, zur Zeit des Abschlusses der Osloer Verträge, gab es auf der Westbank 75.000 Siedler. Heute sind es 800.000. Den Friedensprozess hat keine israelische Regierung nach der von Jitzchak Rabin auch nur ansatzweise ernst genommen. Das sieht man auch am Freiluftgefängnis Gaza.

Und dann sind da noch die massiven Angriffe auf dem Tempelberg (übrigens auch auf Christen). Frauen werden auf dem Weg in die Al-Aksa-Moschee auf offener Straße verprügelt, die Polizei schaut meistens weg, die Moschee wird regelmäßig gestürmt, Gebete gestört. Auch aus Jerusalem sollen die Palästinenser endgültig vertrieben werden.

Man muss die Handlungen der Hamas nicht gutheißen. Aber Gründe haben sie.“

Morgendliche Einsicht

Nach einer nicht ganz einfachen Nacht geht es weiter beim endlosen Abstieg in die Hades-Party, die auf uns alle wartet. Ob Mensch, ob Tier, ob ganz oder heil – alle sind auf dem Weg dorthin. Wäre es da nicht weise, die verbleibende Zeit mit soviel Freundlichkeit, inspirierendem Austausch und klugen Gesprächen zu füllen wie es irgend geht?

Begegnung im Park

Heute zum ersten Mal einen der „Besucher“ gesehen, als ich die übliche Parkrunde mit dem Hund ging. Der Extraterrestrier schien überraschter zu sein als ich und verschwand nach einigen Sekunden fassungslosen Rundumblickens schnell wieder ins Innere seines Raumschiffes. War sein Verhalten auf das aufgeregte Bellen meines Hundes zurückzuführen oder hatte es tiefere, gar fundamental-eschatologische Gründe?

Ich werde es nie erfahren, denn kurz darauf hob das merkwürdige Raumschiff ab und verschwand in einem Lichtblitz im herbstlich-grauen Nieselregen. Als Hund und ich nach Hause gingen, fragten wir uns beide, ob das Geschehen, dessen Zeugen wir soeben wurden, tatsächlich stattgefunden hatte oder eine Auswirkung der Übernächtigung (bei mir) bzw. des neuen Nassfutters (beim Hund) gewesen war.

Parkspaziergang II: Temporale Divergenzen als Parkspaziergangskonstante. Endzeitphänomen?

Auf meinen Parkspaziergängen mit dem Hund nehmen die Erlebnisse bizarrer Realitätsverschiebungen zu. Heute kamen wir durch dieselbe Parkanlage, an der sich kürzlich bereits die seltsamen Luftschiffe der Außerirdischen, vielleicht auch Zeitreisenden, am Himmel manifestiert hatten. Jetzt hatten dieselben Besucher eine feste Basis installiert, eine kugelförmige Struktur mit „Wurzel“ aus Kabeln, Rohren und Strängen rätselhafter Bestimmung, die sich von der Kugelstruktur ausgehend in den Parkboden gruben.

Eine Menge Menschen hatte sich um die Erscheinung versammelt. Von der Kugelstruktur gingen hochfrequenzielle neuro-aktive Strahlen aus, die mit der Menschenmenge zu kommunizieren schienen. Nach jeder Aussendung, jeder Impulsphase der Strahlung verfiel die Menge in Trance und begann, scheinbar sinnlose Satzfetzen vor sich hin zu murmeln.

Einige Individuen befanden sich im Besitz miniaturisiertes Sendeanlagen, die wohl die Aussendungen der Kugelstruktur aufzugreifen und multiplizieren sollten. So konnten anscheinend einzelne Spaziergänger zielgerichtet anvisiert werden, um ich sie in den Sogbann des außerirdischen Trancezustandes zu versetzen. Dies ahnend hatte ich allerdings für mich und den Hund unsere Anti-Brainwash-Goggles aus der Zeitkammer geholt, so dass alle Versuche, unsere Vorderen Hirnareale mit extraterrestrischer temporaler Divergenz zu infiltrieren, zum Scheitern verurteilt waren.

Überforderte Kindsköpfe und kranke Kriegsfans regieren uns

Gewalt und Terror gegen Zivilisten ist scheiße und gehört unterlassen. Gegen ALLE Zivilisten, auch solche eines Apartheidstaates! Zivilisten können in der Regel wenig für die Taten ihrer Herrschenden, selbst wenn sie diese unterstützen.

Als ANTWORT auf Gewalt und Terror gegen die eigene Zivilisten tausendfache Gewalt und hundertfachen Terror gegen die Zivilisten der anderen Seite auszuüben und vor den Augen der Weltöffentlichkeit einen Völkermord in einem riesigen Freiluftgefängnis zu begehen ist nicht „dasselbe in grün“ (bzw. blau-weiß), sondern eine unverhältnismäßige, perverse und unmenschliche Racheaktion.

Wer so etwas gutheißt und unterstützt, gibt Auskunft über die alte psychologische Binsenweisheit, daß Moral und Religion immer eine inhumane und tödliche Mischung sind.

Eine „Außenministerin“, die öffentlich und bei der UN nichts Besseres zu tun hat, als sich der Minderheitsmeinung von USA und Israels anzuschließen, nach der eine Waffenruhe unbedingt abzulehnen und der Krieg gegen Gaza unbedingt fortzuführen sei, wäre in einer besseren Welt nicht mehr im Amt und würde sich vor Gericht für ihre Kriegshetze verantworten müssen.

Falsche Migrationskritik

Ich lese seit kurzem merkwürdige „migrationskritische“ Postings und Kommentare in meiner TL.

Erstens ist es interessant, dass laut Umfragen noch im März nur ca. 30% der Bundesbürger die Zuwanderung für ein Problem hielten, nach einem halben Jahr intensiver propagandistischer Bearbeitung der Gehirne durch die Medien aber inzwischen (Oktober) über 60%. Das aber nur am Rande.

Auf einen dieser Beiträge, in dem mal wieder die große Islam-Verschwörung gewittert wurde, die uns alle demnächst entweder die Kehle durchschneidet, in Burkas hüllt oder zum Freitagsgebet in die Moscheen zwingt, habe ich etwas ausführlicher geantwortet:

„Der Muslim ist unser Unglück“ oder wie?

Islamische Länder wie die Türkei nehmen übrigens MILLIONEN von muslimischen Flüchtlingen auf, deutlich mehr als die EU. Auch in Jordanien, Libanon und Ägypten leben reichlich Palästinenser. Was diese betrifft, weigern sich die umgebenden Länder, sie in großen Zahlen aufzunehmen, weil sie damit das strategische kolonialistische Ziel Israels erfüllen würden. Die Zionisten warten nur darauf, dass alle Araber/Palästinenser aus Gaza und Westbank abhauen und das Land (aus israelischer Sicht) wieder heim ins großisraelische Reich (Eretz Israel) geholt werden kann, ohne störende Araber.

Was die anderen Migranten betrifft, die über islamische Länder aus Afrika und sonstigen Elendszonen versuchen, nach Europa zu gelangen, WOLLEN diese Leute dorthin, wo sie – ihrer Illusion nach – ein besseres Leben aufbauen können und (auch das wieder eine Illusion) besser behandelt werden als in Failed States wie Libyen oder den armen Ländern des Maghreb.

Die überwältigende Mehrheit der Migranten will einfach ein besseres Leben und die Chance auf wirtschaftlichen Aufstieg – so wie jeder Mensch – und zwar dort, wo sie denken, dass sie es am ehesten erreichen können. Das sind Leute aus Ländern, die seit Jahrhunderten vom westlichen Kolonialismus ausgebeutet und ausgeplündert wurden und auch heute noch mit Knebel-Handelsverträgen u. dgl. als Zulieferer westlichen Reichtums zu funktionieren hatten und haben.

Den Migranten vorzuwerfen, dass sie sich in Bewegung setzen und ins „Goldene Europa“ ziehen – das mittlerweile alles andere als „golden ist, aber das wollen sie nicht wahrhaben – ist Unsinn.

Machthaber wie Merkel, Scholz, Macron, von der Leyen etc. BENUTZEN die Migrationswellen erstens um im imperialistischen Verteilungskampf ein Mitspracherecht beim Weltaufteilen zu haben (wer 1,5 Millionen Syrer ins Land lässt, hat eine viel wuchtigere Stimme bei der Zurichtung Syriens zu einer weiteren NATO-abhängigen Kolonie) und zweitens, um in der BRD die Konkurrenz um Jobs und Wohnungen zu schüren, eine allzeit erpressbare Arbeitsmannschaft für das Kapital zur Verfügung zu haben und nebenher auch noch ein paar „Fachkräfte“ einzusammeln.

Wenn unter den Millionen auch ein paar sektiererische fundamentalistische Spinner sind, liegt das in der Natur der Sache – das ist einfach statistisch begründet. Alle muslimischen Freunde, die ich so habe (und das sind viele) haben mit dem religiösen Zinnober wenig am Hut und wenn, wollen sie in Ruhe ihre Religion ausüben, so wie andere Religionsgruppen ihre. Vor allem wollen sie ein friedliches Leben mit Arbeit und Unterkunft und vielleicht eine Karriere machen. Alles sehr menschlich also.

Dass sie das in ihrer Heimat nicht können, liegt nicht an ihnen, sondern an demselben Imperialismus, der von Figuren wie den EU-Machthabern aufrechterhalten und mit Gewalt durchgesetzt wird. Immerhin ist es ja jetzt dank Russland, China, BRICS, SCO usw. (und des praktischen Einspruchs der Russischen Föderation gegen den westlichen Weltordnungsanspruch) tendenziell vorbei mit der westlichen Hegemonie. Damit eröffnet sich auch zum ersten Mal seit fünfhundert Jahren die Chance für die Afrikaner, auf ihrem eigenen Kontinent ein anständiges Leben aufzubauen und nicht mehr gezwungen zu werden, ihr Glück in der Migration zu suchen.

Islamophobe Spintisierer, die irgendeinen großangelegten Verschwörungsplan des Weltislamismus hinter der Tatsache wittern, dass viele Migranten aus islamisch geprägter Ländern kommen, verstehen NICHTS von all diesen Zusammenhängen und reduzieren die Migrationsproblematik auf den Kampf irgendwelcher Religionen gegeneinander. Damit liegen sie falsch.

Facebook